Ansichten zu PR 2631

Die Stunde der Blender – von Marc A. Herren und Christian Montillon – Handlung:
Nach dem Misserfolg bei Cruny wendet sich die Weltengeißel nun dem Pytico-System zu. Protektor Kaowen ist es egal, dass dabei eine Welt der Dosanthi entvölkert werden soll. Ihm geht es nur darum, QIN SHI von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Diesmal soll die Aktivierung gelingen. Er lässt jedes verfügbare Raumschiff ins Pytico-System entsenden und den Planeten Meloudil abriegeln.
Auf Meloudil lebt mittlerweile auch der Dosanthi Tokun Gavang wieder. 90 Jahre nachdem er seine Fähigkeit als Agal-Atimpal verloren hat, ist er weiterhin im Verzweifelten Widerstand tätig. Er ist zwar kein Dauererregter mehr, dennoch ragt er aus der Masse der ordinären Dosanthi aufgrund seiner strategischen Fähigkeiten hervor. Sein Calanda erreicht beinahe wieder frühere Stärke. Der Dosanthi pflegt gute Kontakte zu den Badakk und Xylthen. Für die Xylthen ist der Aufenthalt auf Meloudil zumeist die letzte Station ihrer Laufbahn.
Die Badakk melden die Materialisation eines unbekannten Objekts am Rande des Systems. Tokun Gavang hat über die Kanäle des Widerstands Kenntnis vom Einsatz der Waffe gegen Cruny und ahnt Schlimmes. Die Xylthen äußern sich auf seine Nachfragen zurückhaltend aber endlich liegen verwertbare Ortungen vor. Die mondgroße Weltengeißel nähert sich Meloudil! Angesichts der Bedrohungslage überlegt Gavang, die Bevölkerung aufzufordern, sich dem Verzweifelten Widerstand anzuschließen. Auch die Xylthen sind bedroht. Sie wurden von der QIN-SHI-Garde nicht informiert. Zapfenraumer beginnen mit der Abriegelung des Planeten. Tokun Gavang dringt zum Befehlshaber der Xylthen vor. Terahyr will ebenfalls mit seinen Leuten flüchten aber die Zapfenraumer, die den Planeten abriegeln, haben mit einem Überrangbefehl alle gelandeten Schiffe auf Meloudil lahmgelegt.
Die CHANDORY mit Perry Rhodan an Bord fliegt zum Pytico-System. An Bord wird fieberhaft nach der Ursache geforscht, das zum Versagen der Blender-Bojen nach 32 Stunden Einsatz geführt hat. Regius stellt derweil andere Überlegungen an. Wenn QIN SHI die Dosanthi angreift, dann profitiert der Widerstand von diesem Vorgehen, denn der Feind wird dadurch geschwächt. Schließlich trifft der Iothone eine Entscheidung. Er lässt die Rettungsmission abbrechen und will zum Asteroidenversteck zurückkehren. Rhodan schafft es jedoch, den Anführer zur Vernunft zu bringen und die Mission fortzusetzen.
Rhodan bekommt vom Anzug der Universen den Hinweis, dass die Hyperkristalle in den Bojen versagt haben. Die Techniker sollen bessere Kristalle verwenden und Redundanzen einbauen. Im Zielgebiet werden die modifizierten Sonden ausgeschleust. Da Kaowen mit dem Widerstand rechnet, läuft die CHANDORY trotz verbesserten Ortungsschutzes Gefahr entdeckt zu werden.
Der Einsatz der Bojen zeigt Wirkung. Erneut kann die Weltengeißel nicht aktiviert werden. Kaowen ist geschockt. Reparat Vetela vermutet auf Meloudil das Hauptquartier des Verzweifelten Widerstands. Er lässt mit Genehmigung Kaowens Truppen landen, die auf seinem alten Widersacher Tokun Gavang Jagd machen. Gavang sieht in den gelandeten Schiffen die Rettung. Er überredet die Xylthen dazu, mit ihm und einigen Mitstreitern eine der gelandeten Einheiten zu erobern. Gleichzeitig lässt er eine Botschaft über die zivilen Kommunikationsnetze verbreiten. Er ruft zusammen mit dem alten Xylthen Terahyr die Bewohner Meloudils zum Widerstand auf.
Vier Stunden vor Ende der 37-Stunden-Frist, die die Weltengeißel im Einsatz sein kann, fällt die erste Boje aus. Nach und nach versagen weitere Bojen. Rhodan sieht nur einen Ausweg. Er fliegt mit einem Beiboot, gesteuert von einem xylthischen Piloten dicht an die Weltengeißel und aktiviert den Controller. Sein anthurianischer Ur-Controller zeigt tatsächlich eine Einheit des Polyport-Netzes in unmittelbarer Nähe an. Rhodan gibt den Neustartbefehl ein und tatsächlich verschwindet die rot glühende Sphäre der Weltengeißel und gibt den Blick frei auf einen Handelsstern. Von der 16,5 km durchmessenden Kugel ragen Stacheln bis in 117 km Höhe auf. Das Metall des Giganten wirkt verbrannt und hat zahlreiche Risse.
Für Kaowen bedeutet die Abschaltung der Weltengeißel ein Fiasko. Er vermutet seinen Gegner Perry Rhodan hinter der Aktion. Die Signale des Controllers konnten immerhin lokalisiert werden. Sofort lässt der Protektor das Feuer auf diese Koordinaten eröffnen. Doch der xylthische Pilot kann das Beiboot aus der Gefahrenzone steuern und zur CHANDORY lenken. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist endet der Neustart des Handelssterns, was fünf Minuten Tod für Meloudil bedeutet.
Auf dem Planeten kommt es unterdessen zum Kampf zwischen den alten Widersachern Vetela und Gavang. Der Dosanthi schleudert seine ganze Aggression auf den Xylthen. Dieser ist jedoch durch einen Crum geschützt. Das Tier hat das Ogokoamo von Vetela abgleiten lassen. Da kommt Terahyr zu Hilfe und tötet Vetela.
Die CHANDORY macht sich auf den Rückflug in das Asteroidenversteck. Rhodan erwägt nach einem Polyport-Hof zu suchen, um Hilfe aus Anthuresta anzufordern. Und Kaowen wird von QIN SHI zum Rapport befohlen.

Rezension:
Es ist zwar keine Premiere aber sehr selten. Zwei Autoren haben zusammen einen Roman zur Serie geschrieben. Im Infotransmitter vom 16.01.2012 gibt Christian Montillon ein paar Auskünfte. Demnach haben die beiden Autoren den Roman in zwei Handlungsebenen geteilt – auf einem Planeten und über ihm. Christian Montillon schrieb die eine und Marc A. Herren die andere Handlungsebene.
Marc A. Herren könnte demnach die Planetenebene geschrieben haben und Christian Montillon die Ebene mit Perry Rhodan. Für diese Teilung spricht, dass die Figur Tokun Gavang letzte Woche von Marc eingeführt wurde und Christian die beiden Perry-Abenteuer davor geschrieben hat. Dagegen spricht, dass die Figur Tokun Gavang, ihre Aktivitäten und die Geschehnisse auf dem Planeten ein Stück weit anders als letzte Woche beschrieben wurden. Zwar war schon im letzten Roman ein gewisser Verlust in der Anziehungskraft dieser fremdartigen Spezies festzustellen, diese Woche hätte man in der einen oder anderen Passage den Begriff Dosanthi aber auch durch Terraner ersetzen können. Exotisch war das nicht mehr. Insbesondere die Dialoge tragen in der Planetenebene überwiegend menschliche Züge. Es könnte also sein, dass nicht Marc sondern Christian die Planetenebene schrieb und die Figur Gavang deshalb nicht so konsequent fortgeführt wurde.
Auch die Rhodan-Ebene hatte eine unrunde Stelle. Die von Perry Rhodan in Erinnerung gerufene Lehren aus der französischen Revolution und die damit verbundene Umstimmung des Anführers der Widerständler waren ein bisschen holprig geschrieben. Abgesehen von diesen Stellen und unabhängig davon, wer denn nun welches Kapitel geschrieben hat, war der Roman aber insgesamt ein gutes Gemeinschaftswerk. Trotz wiederkehrender Elemente aus den letzten 3 Heften konnte die Geschichte auch spannungsmäßig überzeugen.

Ansichten zu PR 2630

Im Zeichen der Aggression – von Marc A. Herren – Handlung:

Der Dosanthi Tokun Gavang wächst auf der Welt Meloudil unter der Sonne Pytico auf. Seit seiner Geburt ist klar, dass sich der junge Dosanthi von den anderen unterscheidet. Bei einer zeremoniellen Veranstaltung zeigt sich sein Anderssein erstmals deutlich. Tokun ist ein Agal-Atimpal, ein Dauererregter. Er ist unablässig in dem Zustand, den ordinäre Dosanthi nur ab und zu einnehmen. Unter den Dosanthi gelten die Agal-Atimpal als behindert, ebenso wie die Ogok-Atimpal, die sich in einem permanenten Zustand der Angst und Schwäche befinden. Als Agal-Atimpal kann Tokun seine Erregung nur kontrollieren, weil er von einem Aggressionstrainer geschult wird. Aber Tokun Gavang entwickelt auch noch andere Ambitionen. Er hat einen Badakk als Freund. Der Angehörige eines technischen Volkes schult den jungen Dosanthi. Er vermittelt Tokun technisches Grundwissen und die Funktionsweisen von technischem Gerät. Mit seiner Wissbegierde der Technik gegenüber unterscheidet sich Tokun Gavang von den anderen Dosanthi und auch von den anderen Agal-Atimpal.
Bei einem Unfall stirbt der Badakk und der Dosanthi Skyl Skopen holt Tokun in die Heimatstreitkräfte. Tokun Gavang lebt sich schnell an Bord der NYCORMO ein. In der Siebenergruppe aus Agal-Atimpal ist er der einzige ohne militärische Vorschulung. Er macht diesen Nachteil durch besonderen Einsatz, seine hohe Intelligenz, sein taktisches Verständnis und sein technisches Wissen wett. Bei verschiedenen Einsätzen sammelt er Erfahrung und Punkte. Schnell steigt er in der Gruppe auf. Der Anführer der Siebenergruppe Picaru Volil wird sein Freund, obwohl Tokun ihm den Rang des Anführers bald streitig macht.
Reparat Vetela, ein Xylthe, wird auf ihn aufmerksam. Anders jedoch als Tokun lieb sein kann. Vetela kommen die Fähigkeiten Tokuns seltsam vor. Er hat ihn im Verdacht, für einen anderen Protektor, vielleicht Kaowen, die Verhältnisse in der elften Schutztruppe auszuspionieren. Oder Tokun gehöre gar dem Verzweifelten Widerstand an. Nachdem Tokun diese Anschuldigungen verarbeitet hat, nimmt er die Vorwürfe als Motivation für seine weitere Karriere an. Als Picaru Volil bei einem Einsatz einen Fehler macht wird Tokun Gavang zum Anführer der Gruppe. Später steigt er zum Strategen der elften Schutztruppe auf. Er entwickelt als Stratege eine Kampfstrategie, die seinen Namen trägt, die Gavang-Methode. Einzig Vetela bleibt gegenüber seinen militärischen Erfolgen misstrauisch. Gavang wird schließlich zur QIN-SHI-Garde versetzt. Picaru Volil begleitet ihn als sein Stellvertreter. Bei einem Einsatz gegen die Vigilanten gibt sich Volil als Angehöriger des Widerstands zu erkennen. Tokun erkennt entsetzt, dass das Misstrauen Vetelas berechtigt war. Aber nicht er sondern ein anderes Mitglied der Siebenergruppe, nämlich sein bester Freund, war der Verräter. Picaru Volil wird bei dem Einsatz lebensgefährlich verletzt. Tokun tötet den im Sterben liegenden Freund.
Die fremde Ideologie, der sich Picaru verpflichtet hatte, belastet Tokun. Er will desertieren, um nach Meloudil zurückzukehren. Er wird gefasst und zum einfachen Soldaten degradiert. Seinem Erfolg bei einem Kampfeinsatz an Bord eines Raumschiffs der Quolnäer Keretzen verdankt er wieder seine Beförderung zum Gruppenführer. Eines Tages wird er von Tiza Zempar, einem Mitglied des Verzweifelten Widerstands angeworben. Er hat zwei Tage, um sich zu entscheiden. Tokun verrät den Dosanthi an die Xylthen. Kurz vor dem Zugriff überlegt sich Tokun es doch anders. Er tischt den Xylthen eine Geschichte auf. Einer der Xylthen kehrt jedoch zurück und wird von Tokun getötet. Der Tod des Xylthen kann vertuscht werden. Fortan macht Tokun Gavang Karriere in beiden Organisationen. Er wird wieder Stratege und versucht eines Tages sogar Kaowen zu töten. Doch der Protektor wird in einem Klon wiedergeboren. Tokun kann sich diesen Vorgang nicht erklären. Als er den Widerstand über die Ereignisse informiert, erlebt er plötzlich einen Schwächeanfall und große Schmerzen. Als er wieder zu sich kommt, ist er von furchtbarer Angst erfüllt. Er ist kein Agal-Atimpal mehr.

Rezension:

Die Lebensgeschichte des Dosanthi Tokun Gavang wurde von Marc A. Herren interessant zu Papier gebracht. Allerdings bleiben die Geschehnisse ein Stück weit hinter den letzten Romanen zurück, denn Spannung mochte während der ganzen Geschichte nicht aufkommen. Viel zu offensichtlich werden aus Aggressoren Opfer gemacht. Weder kam es zu überraschenden Wendungen noch haben sich die wenigen Unwägbarkeiten, die der Autor in seine Geschichte eingestreut hat, als echte Hemmnisse erwiesen. Insgesamt erwies sich die Geschichte als vorhersehbar. Nachdem im Band 2629 als nächstes Ziel der Weltengeißel das Pytico-System benannt wurde, war abzusehen, in welche Richtung sich die Figur Tokun entwickeln würde, der unter der Sonne Pytico aufwuchs. Da half auch nicht, dass der Autor die Kehrtwendung seiner Figur ein ums andere Mal verzögerte.
Dreißig Wochen nachdem uns die Spezies der Dosanthi erstmals begegnete wird uns dieses Volk gleich in mehreren Romanen hintereinander etwas nähergebracht. Wie bei allen Fremdvölkern ist, zumindest bei mir, ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten. So fremdartig das äußere Erscheinungsbild und die Fähigkeit der Dosanthi auch sein mögen, so menschlich erscheinen sie mir nun in einigen Textpassagen. Der Autor hat stellenweise recht anschaulich die Kultur und Lebensart der Dosanthi und ihre Verbundenheit mit Höhlen und Kavernen beschrieben. An anderen Stellen geht diese Atmosphäre durch allzu menschliche Eigenschaften wieder verloren.
Anders als beispielsweise die Sayporaner, deren Ziele wir nicht kennen und deren Handlungen dadurch geheimnisvoll und fremdartig erscheinen, verfolgen die Dosanthi keine eigenen Ziele. Sie sind die idealen Ausführungsinstrumente der Mächtigen in dieser Erzählebene, weil sie leicht manipulierbar sind. Wir wissen also recht gut, welche Rolle die Dosanthi spielen. Auch dadurch geht etwas von der Fremdartigkeit verloren.
Immerhin hat mir der vorliegende Roman nachträglich auch eine Erklärung dafür geliefert, warum ich mit der Schilderung der Figur des Dosanthi Tion Yulder aus den letzten beiden Heften nicht so recht klarkam. Tion Yulder ist ein ordinärer Dosanthi und kein Agal-Atimpal. Die Fähigkeiten, die er an den Tag gelegt hat, passen leider überhaupt nicht zu den Schilderungen der ordinären Dosanthi in Herrens Roman. Die sind technisch kaum begabt und werden außerhalb ihrer Höhle, zudem wenn sie alleine unterwegs sind und niemand sie führt, von ihrer Angst verzehrt. Die Figur Tion Yulder passt nicht zu diesen Darstellungen.

Ansichten zu PR 2629

Die Weltengeißel – von Christian Montillon – Handlung:
Die CHANDORY, ein Schiff des Verzweifelten Widerstands, fliegt mit Perry Rhodan und Regius an Bord zum Crunal-System. Dort soll die Weltengeißel eingesetzt werden. Ist die Waffe QIN SHIs aktiviert, nimmt sie exakt 37 Stunden lang Leben und Energie in sich auf. Mehr erfährt der Terraner zunächst nicht. Auch nicht über die Waffe, die der Widerstand gegen die Weltengeißel erstmals einsetzen will. Der Unsterbliche ist in seinen Bewegungen an Bord eingeschränkt. Erst nach mehreren Tagen Flugzeit wird ihm gestattet, die Zentrale zu betreten. Unvermittelt meldet sich der Anzug der Universen bei Perry Rhodan. Ein Stimme wispert seinen Namen. Doch Rhodan kann sich zunächst nicht mit dem seltsamen Kleidungsstück beschäftigen. Beim Einflug in das Crunal-System stürzt sich eine Übermacht an Raumschiffen der Xylthen auf die CHANDORY. Nur mit Mühe kann sich das Schiff in den Linearraum retten. Mit einer solchen Präsenz feindlicher Schiffe hatte der Widerstand nicht gerechnet.
Auf Cruny, jener Welt, die von der Weltengeißel QIN SHIs bedroht wird, läuft das Leben derweil noch unbeschwert. In alten Mythen wird aber vor einer Katastrophe gewarnt, die über Cruny hereinbrechen wird. Zumindest die jungen Cruny sind das Gerede der Alten leid, die von einer Totenpanik sprechen. Die insektoiden Cruny bilden eine Schwarmintelligenz. Allerdings können sie sich auch als Individuen bewegen. Der junge Cruny Szimon Corosh’tha verlässt häufig seinen Stock, um seine Gedanken nicht mit den anderen Cruny teilen zu müssen. Denn im Kollektiv gab es keine Geheimnisse und Szimon, der von sich glaubt, dass er anders sei, will sein Geheimnis bewahren. Trotzdem kehrt er immer wieder in den Stock zurück. Als er sich wieder einmal mit dem Kollektiv vereinigt, geschieht etwas Furchtbares. Die jüngste Tochter der Königin wird ermordet. Der Mörder, ein alter Cruny, behauptet von sich mit der Tat ein Zeichen setzen zu wollen. Der Tod käme auf die Welt. Der Mörder wird zum Tode verurteilt. Am Hinrichtungsplatz kommt es plötzlich zu einer Panik. Die Cruny fliehen.
An Bord der RADONJU kann sich der Dosanthi Tion Yulder einmal mehr erfolgreich einer Gefahrensituation entziehen. Doch bald muss er erneut in den Einsatz. Mit tausenden anderer Dosanthi landet der Widerständler auf dem Planeten Cruny. Die Panikstrahlung, die er und seiner Artgenossen verbreiten, soll der Weltengeißel die Aufnahme der Lebensenergie der Cruny erleichtern. Tion Yulder kann sich nicht widersetzen. Er trifft auf Szimon, den er um Verzeihung bittet. Währenddessen nähert sich die mondgroße Weltengeißel dem Planeten.
Rhodan hat endlich Kontakt zum Anzug der Universen. Das Kleidungsstück schlägt ihm vor, die im SERUN gespeicherten Informationen Ennerhahls zur Modifizierung der Schiffstarnung an die Techniker der CHANDORY zu geben, was Rhodan dann auch tut. Er erfährt nun mehr über die Waffe des Widerstands. Sonden bilden ein hyperenergetisches Feld um den Zielplaneten der Weltengeißel. Dadurch werden die mentalen Energien der Bewohner verschleiert und somit unsichtbar für die Weltengeißel. Die Sonden und Beiboote werden mit Rhodans Modifikation ausgerüstet und ins Crunal-System gesteuert. Bei der CHANDORY dauert die Umrüstung länger. Der Coup gelingt. Als die Weltengeißel aktiviert wird, sind die Cruny sicher. Allerdings beginnen die Xylthen sofort mit der Ursachenanalyse. Kaowen lässt das gesamte System durchforsten. Nach der Umrüstung kann sich nun auch die CHANDORY ins Crunal-System wagen ohne entdeckt zu werden. Rhodans Ur-Controller spricht an, so als wäre die Weltengeißel ein mögliches Ziel. Allerdings kann der Unsterbliche keine weiteren Informationen erhalten. Die Xylthen haben unterdessen trotz der verbesserten Tarnvorrichtung die Sonden entdeckt und schießen sie nach und nach ab. In den letzten Stunden der Aktivierung kann die Weltengeißel doch noch millionenfachen Tod über Cruny bringen. Nächster Einsatzort der Waffe soll das Pytico-System sein. Die Xylthen fliegen dorthin und die CHANDORY folgt ihnen.

Rezension:
Die Fortsetzung des Romans der Vorwoche beginnt Christian Montillon ambitioniert. Der Autor versucht sich an der Darstellung einer Spezies, deren Mitglieder sowohl als Individuen agieren, sich aber auch bei bestimmten Anlässen oder im Schlaf zu einer Schwarmintelligenz zusammenfinden.
Einige Eigenarten der Cruny hat der Autor dabei sehr überzeugend dargestellt. Aus den Überlieferungen und Mythen in der Cruny-Geschichte konnte der Leser es natürlich recht bald erahnen, welches Schicksal den Insektenwesen drohte. Trotzdem gefiel die Darstellung, insbesondere die individuelle Sicht des jungen Cruny Szimon. Das Bild, das der Autor von der Schwarmintelligenz zeichnet war hingegen nicht ganz schlüssig. Der Autor ist in der Unterscheidung zwischen Individuum und Kollektiv etwas unentschlossen und deshalb unterlaufen ihm hier auch Fehler. Das Kollektiv kennt keine Individuen, es gibt nur ein Wir und kein Ich und Du. Einzig Szimon würde das Kollektiv anders empfinden. So beschreibt der Autor das Kollektiv aus Sicht seiner Haupt-Figur als Gefängnis, das keine eigenen Gedanken zulässt. Dennoch produziert seine Figur auch im Kollektiv unablässig eigene Gedanken. Die Figur Szimon äußert im Kollektiv gar die Furcht, die anderen könnten bestimmte Gedanken von ihm empfangen. Der Figur ist seine gedankliche Darstellung einer andern Cruny sogar peinlich, da sie das Abbild ebenfalls sehen könnte. Wenn es für die anderen Cruny allerdings kein Ich und Du im Kollektiv gibt, wie der Autor schreibt, dann wäre die Furcht Szimons unbegründet, da die anderen Cruny keine individuelle Verarbeitung der Ereignisse im Kollektiv anstellen könnten. Die Darstellung des Kollektivs ist nicht so recht gelungen.
Christian Montillon führt auch die Nebenhandlung um den Widerständler Tion Yulder fort. Wie schon in der letzten Woche sind die ständigen Auf und Abs dieser Figur nicht so mein Geschmack. Überraschenderweise sind bei diesem Doppelband mal ausnahmsweise die zyklusrelevanten Informationen weitgehend im ersten Teil eingebaut worden. Außer der Anzug der Universen Episode, die ich letzte Woche noch vermisst habe, hat Christian Montillon noch die Weltengeißel eingeführt. Der Informationshunger seiner Figur Rhodan ist aber eher schwach ausgeprägt. Der Terraner lässt sich zu keiner Zeit darauf ein, näheres über die Waffe der SI zu erfahren. Und auch die kurzen und letztlich unergiebigen Versuche, die der Autor seine Figur mit dem Controller ausführen lässt, dienten wohl eher dazu den Leser zu peinigen. Es war offensichtlich, dass der Autor keine Absicht hatte, noch weitere Informationen in den Roman einfließen zu lassen.

Ansichten zu PR 2628

Der Verzweifelte Widerstand – von Christian Montillon – Handlung:
Perry Rhodan und Quistus haben über das Transitparkett den Giftgasplaneten verlassen und das Gerät über den Selbstzerstörungsmechanismus zerstört. Protektor Kaowen wird getötet aber sein Geist kehrt zurück an Bord der RADONJU. In einem abgeschotteten Labor stehen 5 gläserne Särge, drei davon besetzt mit Klonkörpern. Der Xylthe erinnert sich, er ist nicht das erste Mal getötet worden. Jedem in seinem Amt stehen mehrere Klonkörper zur Verfügung, während sein Originalkörper auf seiner Heimatwelt Xylth konserviert wird. Es hieß, QIN SHI hätte die Methode der Wiedergeburt vor langer Zeit in den Weiten des Kosmos jemanden abgeschaut.
Nachdem Kaowen einen Klonkörper beseelt hat, will er mehr über Perry Rhodan in Erfahrung bringen, den Mann, den er so sträflich unterschätzt hat. Die Spionsonden, die Daten aus der Milchstraße gesammelt haben, versorgen den Xylthen mit umfangreichen Informationen, die er sich per Hypnoschulung aneignet.
Unterdessen materialisieren Rhodan und sein Begleiter in einem fremden Raum. Glücklicherweise enthält dieser ein Atemgemisch aus Wasserstoff-Methan, so dass der schwer verletzte Iothone atmen kann. Nach einiger Zeit nähern sich mehrere Fremdwesen, darunter ein Iothone in einem Überlebenstank, ein Xylthe und mehrere skelettartige Wesen. Für Quistus wird ein leerer Überlebenstank zur Verfügung gestellt. Schon nach kurzer Zeit erfährt Rhodan, dass er zu einer Widerstandsgruppe gestoßen ist. Die Gruppe, die sich der Verzweifelte Widerstand nennt, hat ihren Unterschlupf in einem ausgehöhlten Asteroiden. Der Standort des Asteroidenfelds ist unweit des Raumgebiets, in dem die BASIS überfallen wurde. Zu Rhodans Überraschung sind auch Terraner der BASIS bei den Rebellen untergekommen. Die Galaktiker sind auf der Flucht vom Mutterschiff mit einem BASIS-Tender in das Asteroidenfeld gelangt. Oberst Derrayn Anrene hat allerdings nur wenige Informationen für Rhodan.
Der Unsterbliche hat mehrere Gespräche mit einem der Anführer des Widerstands, einem Iothonen namens Regius. Der Widerstand erhofft sich Unterstützung von dem Terraner. Gleichwohl scheint es im Widerstand verschiedene Strömungen zu geben. Rhodan wird heimlich von einem der skelettartigen Wesen kontaktiert. Die Wesen nennen sich Oracca. Högborn Trumeri, der sich als Anführer aller Oracca bezeichnet, erzählt Rhodan die Geschichte seines Volkes.
An Bord der RADONJU ist der Dosanthi Tion Yulder zu einem Außeneinsatz abkommandiert worden. Yulder, der Mitglied im Verzweifelten Widerstand ist, soll auf einem namenlosen Giftgasplaneten nach Spuren suchen. In der Höhle mit dem vernichteten Transitparkett entdeckt er den abgetrennten Arm von Quistus. Er hält das abgetrennte Körperteil für brisant und will die Entdeckung verheimlichen, was ihm aber nicht gelingt. Zurück in der RADONJU kann er über eine Funkverbindung wichtige Informationen an den Widerstand übertragen. Als er an einem Terminal nach weiteren Hinweisen forscht wird er entdeckt und von einem Xylthen mit der Waffe bedroht.
Von Högborn Trumeri erfährt Rhodan einiges über QIN SHI. Die negative Superintelligenz verbringt längere Zeiträume schlafend. Wenn sie erwacht benötigt die SI mentale Substanz zur Stärkung. Ohne Rücksicht entvölkert QIN SHI dabei zahlreiche Welten und verbreitet dadurch Angst und Schrecken. Die Oracca machten einst QIN SHI ein Angebot. Wenn die SI dem Volk der Oracca zum Aufstieg zu einem höheren Wesen verhelfen würde, wären die Oracca im Gegenzug bereit, die anderen Völker auf die geistigen Übernahmen durch QIN SHI vorzubereiten, so dass niemand mehr etwas Negatives an diesem Vorgang finden könnte. QIN SHI ging zum Schein darauf ein. Die Oracca betätigten sich fortan als Missionare und erhielten von QIN SHI Langlebigkeit als ersten Schritt zum Aufstieg. Die Oracca halfen der SI auch bei der Erstellung der Weltengeißel, mit der die Planeten für die Übernahme durch die SI angegriffen wurden. Doch QIN SHI hinterging die Oracca und vernichtete das Volk. Nur zehn Millionen überlebten. Sie gingen in den Widerstand.
Der Oracca zeigt Rhodan auch eines der nächsten Ziele der SI. Etwa 54 Millionen Lichtjahre von Chanda entfernt liegt die Galaxis Escalian, über das Transitnetz mit Chanda verbunden. Escalian wird von QIN SHI überrollt werden. Rhodan vermutet hinter Escalian die Galaxis Zagadan, die zweite der Galaxien neben Chanda, die nicht in seinem Controller angezeigt werden. Da bekommt der Verzweifelte Widerstand von seinen Spionen die Nachricht, dass die Weltengeißel zum Einsatz gegen einen Planeten kommen soll. Man bricht auf, um den Massenmord zu verhindern. Auch Kaowen bereitet sich vor. Der Protektor rechnet mit einer Aktion des Widerstands.

Rezension:
Sehr zu meinem Leidwesen hat also Kaowen doch überlebt und wir müssen uns wie befürchtet auf eine neue Charakterisierung dieser Figur einstellen. Oder ist es eben die Zeichnung der Figur „vor“ dem Gastbeitrag von Markus Heitz? Wie dem auch sei, der arme Kerl wird, sofern er nicht von seiner parasitären SI gefressen wird, dann wohl möglicherweise in einem Seelenkerker enden. Rhodan hat sicherlich noch eines dieser Geräte irgendwo rumliegen. Wir erinnern uns, die kleinen Kästchen, die im letzten Zyklus zum Sieg über die Vatrox beitrugen und mit ihrem Inhalt, dem „gesammelten“ Vamu zu einem Appetithäppchen für eine schwache Superintelligenz namens ES wurden. Die negative Superintelligenz QIN SHI schwächelt ebenfalls und futtert sich die notwendige Kraft beim Einsatz der Weltengeißel an. Worin bestand doch gleich nochmal der Unterschied zwischen „positiver“ SI und „negativer“ SI?
Willkommen bei „Der Verzweifelte Leser“. Natürlich sind die letzten Ereignisse der Ebene Rhodan schon einige Wochen her und natürlich ist gegen ein paar eingeworfene Erinnerungen nichts einzuwenden. Aber in Christian Montillons Roman wollte sich so ziemlich jeder ein bisschen erinnern. Kaowen an seinen Tod und alle Ereignisse vorher, Rhodan an seine Flucht und alle Ereignisse vorher, der Kommandant des BASIS-Tenders an seine Flucht und die Ereignisse vorher, der Oracca an die Geschichte seine Volkes und so weiter und so weiter.
Der Meister der Wiederholungen Montillon hat es in einigen Kapiteln auf die Spitze getrieben. Zwar wurden auch recht viele neue Informationen in den Roman gepackt, die Verpackung hingegen riss mich nicht vom Hocker. Die eigentliche Romanhandlung war mehr als seicht. Ausgepolstert hat Christian Montillon seine Geschichte noch mit einer Nebenhandlung um den Widerständler Tion Yulder. Der Dosanthi macht nicht gerade eine glückliche Figur. Die kreatürliche Angst dieses Wesens wurde zwar vom Autor immer wieder beschrieben, alleine der Funke zum tieferen Verständnis dieser Figur wollte nicht so recht überspringen. Die Figur wird mal hier, mal dorthin geschickt, immer Gefahr laufend enttarnt zu werden, trotzdem waren manche dieser Aktionen einfach zu schusselig, als dass man echt mitfiebern konnte. Beispielsweise der Versuch der Figur in das Labor zu gelangen. Oder die Bitte der Figur um eine Funkerlaubnis.
Ungeschickt empfinde ich auch den Umgang mit dem vorhandenen Equipment. Zwar erwähnt der Autor in einer Textstelle den Anzug der Universen, doch Rhodan selbst scheint dieses immens wichtige Kleidungsstück gänzlich vergessen zu haben. Auf der unwirtlichen Welt, von der er geflohen ist, hat Rhodan den Anzug noch zur Orientierung benutzt. In der neuen fremden Umgebung tut er es nicht. Gerade in einer von Technikausfällen geprägten Umgebung wäre der Einsatz einer Hochtechnologie, dies ist ja schließlich SF, der Weisheit erster Schluss gewesen.

Kunstdruck Perry Rhodan Sonderedition

Noch vor Weihnachten konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe bei OOGE.COM einen der limitierten Sonderdrucke zum 50jährigen Jubiläum der Perry Rhodan-Serie geordert. Ausgewählt habe ich das Motiv „Stardust City“ von Swen Papenbrock. Das Bild hat das Format 30cm x 20cm. Lt. Werbung auf der Internetseite des Anbieters handelt es sich um einen hochwertigen Druck auf einer 3mm Polymerplatte.
Ob die Bilder bereits auf dem Weltcon in Mannheim erhältlich waren, kann ich nicht sagen. Zwar war ich vor Ort, erinnere mich aber nur an die großen repräsentativen Kunstdrucke von ausgewählten Tibi-Motiven. Zwei davon hatte ich ja schon mal vor längerer Zeit hier vorgestellt.
Zum Preis von 20,- EUR kamen noch Versandkosten von 5,90 EUR hinzu. Die Abwicklung war problemlos. Nach Bezahlung mit Paypal wurde die Ware innerhalb von 2 Tagen versendet und kam noch vor den Feiertagen an.
Der Druck ist wie versprochen hochwertig. Auf der Rückseite ist ein Aufhänger angebracht. Wobei die geringen Ausmaße des Bildes es allerdings verbieten, eine große Wand damit zu dekorieren. Das Bild erzielt da keine Wirkung. Der Druck eignet sich eher zur Dekoration im Hintergrund einer Glasvitrine. Auf der Rückseite des Drucks ist ein Aufkleber mit der Signatur des Illustrators Swen Papenbrock angebracht. Außerdem beinhaltet der Aufkleber einige Informationen zum Künstler selbst.

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