Archive für November 2009

Ansichten zu PR 2519


Handlung:

Die JULES VERNE materialisiert im Holoin-Fünfeck. Im Gegensatz zum ersten Besuch des Schiffes ist die Ankunft dieses Mal problemlos. Atlan wird in der Steuer-Zentrale des Sonnentransmitters für einen Maghan gehalten. Die Wissenschaftler der ATLANTIS und der VERNE beginnen mit den notwendigen Justierungsarbeiten. Für die Arbeiten stehen nur 2 Wochen zur Verfügung. In dieser Zeit begibt sich die JULES VERNE auf einen Erkundungsflug zum Sternhaufen Bengar. Seit dem ersten Kampf um ITHAFOR ist bekannt, dass es dort Aktivitäten der Frequenz-Monarchie gibt. Die JULES VERNE sucht den Ortungsschutz von Sternen in der Nähe von Bengar auf. Insgesamt werden Aktivitäten von bis zu 8500 Schiffen der FM festgestellt. Man beobachtet aber auch im weiteren Umfeld erneut Konflikte zwischen Tefrodern und Gaids.

Um ihre Anwesenheit nicht zu verraten, beschließt Atlan die Beobachtungen um Bengar aufzugeben und stattdessen einer Flotte von Schlachtlichtern zu folgen, die zur Hades-Dunkelwolke fliegen. Die Flotte der Frequenz-Monarchie fliegt in die Dunkelwolke ein. Was sie dort tut, kann von der VERNE nicht erfasst werden. Man fliegt schließlich zum Planeten Chemtenz im Kraltmock-System wo man sich mit der NAUTILUS I und II trifft. Mitte Februar trifft dort über einen Situationstransmitter das erste Kontingent der Galaktischen Flotte, insgesamt 1600 Schiffe, ein. Ein Teil der Flotte fliegt weiter nach Gleam in Andro-Beta, einige Fragmentraumer verbleiben bei Chemtenz und der Rest fliegt zum Holoin-Fünfeck. Aufgrund der Entfernungen werden 20 bis 25 Tage vergehen, bis die Flottenkontingente ihre jeweiligen Ziele erreicht haben.

Zwischenzeitlich sind die Gaids auf das Holoin-Fünfeck aufmerksam geworden. Ein einzelnes Schiff wird vom Fallensystem vernichtet. Nur wenig später tauchen mehrere Hundert Schiffe der Gaids auf und dringen in das System ein. Den Wissenschaftlern der ATLANTIS gelingt es den Sonnentransmitter zu aktivieren. Vom Zhaklaan-System treffen 2000 Fragmentraumer ein. Bei den folgenden Kämpfen werden nahezu alle Gaidsschiffe vernichtet. Diese Schlacht ist kaum überstanden als eine Flotte von 500 Schlachtlichtern und weiteren 3000 Gaids-Raumern eintrifft.

 

Rezension:

Der Roman endet mit diesem Cliffhanger, nächste Woche geht’s wieder zur Stardustebene. Innerhalb von 6 Wochen steuerte Arndt Ellmer 3 Romane zur Serie bei und insgesamt den 4. zum aktuellen Zyklus. Damit hat er zusammen mit Christian Montillon fast die Hälfte, nämlich 9 der 20 Romane des Stardust-Zyklus verfasst. Die anderen 11 wurden von insgesamt 8 Autoren geschrieben. Viel schreiben muss zwar nicht zwangsläufig zu dem Ergebnis führen, dass auch die Qualität darunter leidet, zumal ich nicht weiß, welchen zeitlichen Vorlauf die Autoren haben. Ich muss jedoch feststellen, dass die beiden letzten Romane des Leserbriefonkels qualitativ nicht zu den besten Erzählungen zählen.

Die Beschreibungen der technischen Probleme der Wissenschaftler auf der Justierwelt offenbarten deutlich, dass der Autor sich bei diesem Thema deutlich unwohl gefühlt hat. Neben den etwas hilflos anmutenden Beschreibungen der Tätigkeiten der Wissenschaftler ließ auch der Spannungsbogen zu Wünschen übrig. Der war alá Star Trek aufgebaut: „Wir benötigen mehrere Monate, alles zu zerlegen, neu zusammenzubauen und zu justieren - Sie haben 2 Wochen dafür - Jawohl Atlan, für Dich schaffen wir das!” Und plötzlich sind alle Probleme gelöst. Ich habe mehrmals im Heft hin und her geblättert aber ich habe die entscheidende Stelle mit der Lösung der Probleme nicht finden können. Da steht einfach nur, dass alles läuft. Der Autor muss sehr erleichtert gewesen sein, als er in seinem Roman diesen aus dem Exposé vorgegebenen Punkt erreicht hatte. Er vergaß zu beschreiben, wie die Probleme denn gelöst wurden.

Zu dieser Situation gesellten sich wieder mal Ellmer-typische Ungereimtheiten. Wir wissen nichts über die Antriebssysteme der Schiffe der Frequenzmonarchie. Wie schafft es die JULES VERNE in einem Abstand von 400 LJ diesen Schiffen zu folgen? Und wie schafft es die JULES VERNE, diese Schiffe zu orten? Stellt doch der Autor im gleichen Roman fest, dass sich die Schiffe der FM selbst mit dem Kantor-Sextanten nur aus großer Nähe orten lassen! Beim Treffen mit den beiden Kreuzern fehlte die HALUT, von der in Heft zuvor gesagt wurde, dass sie sich den Galaktikern anschließt. Sicherlich nur eine Kleinigkeit, trotzdem macht es keinen Spaß, wenn ganze Schiffe von einem Heft zum anderen einfach so verloren gehen. Nur der Kommandant Sturben Rager wird erwähnt.

Schön, dass der Autor endlich auch mal erklärt hat, was eine Hygienezelle ist. Auf diese Erklärung warte ich seit 2519 Wochen! ;-)

Insgesamt hat mir die Andromeda-Ebene nicht besonders gefallen. Man springt mal hier, mal dort hin - Trafitron sei Dank - und sammelt Informationen. Nach 4 Heften gibt es aber kaum Zählbares zu berichten und ja, wir haben ein paar historische Schauplätze besucht. Zu meinem Puzzle sind kaum neue Teile hinzugekommen und verbinden lassen die sich eh nicht. Nun ja, ich hoffe, ich muss nicht bis 2549 oder 2599 warten, bis die Autoren mit ein paar Antworten aufwarten.

Bye bye Sky


Dieser Tage läuft mein Abo bei Sky (ehem. Premiere) aus. Vor 3 Jahren hatte ich das damalige Angebot, einen einzelnen HD-Sender, nämlich „Premiere HD“ zu abonnieren, wahrgenommen. Der Sender brachte rund um die Uhr Hochaufgelöste Filme (1080i). Der Spaß kostete 9,99 EUR im Monat. Nachdem aus Premiere Sky wurde, ist das Programm „Premiere HD“ zu „Sky Cinema HD“ gewandelt worden. Die bisher in „Premiere HD“ enthaltenen Sportanteile sind in das Programm „Sky Sport HD“ gewandert. Zeitgleich mit dieser Wandelung ist mir im Sommer von Sky gekündigt worden. Natürlich wurde mir angeboten in die neue Paketstruktur von Sky zu wechseln. Was hätte das für mich bedeutet? Um weiterhin die Sender „Sky Cinema HD“ und „Sky Sport HD“ empfangen zu können, hätte ich das Grundpaket „Sky Welt“ mit 21 Sendern plus das Paket „Sky Film“ mit 10 Sendern plus das Paket „Sky Sport“ mit mehreren Kanälen buchen müssen. Denn nur wenn man ein Zusatzpaket bucht, kann man auch die HD-Kanäle bekommen, deren Zuschaltungen zudem abhängig von der Wahl des Zusatzpaketes sind. Der Spaß hätte dann statt bisher 9,99 EUR pro Monat, nunmehr 49,90 EUR pro Monat gekostet, also das 5-fache!

Verschweigen möchte ich nicht, dass bei Buchung dieser Pakete noch das Paket „Sky Welt Extra“ und weitere HD-Kanäle kostenlos dazugekommen wären. Aber genau hier liegt m.E. der große Knackpunkt dieser Angebotsstruktur. Hier wird mir zwar eine Vielzahl an Sendern angeboten, leider geht die Paketstruktur deutlich an meinen Bedürfnissen vorbei. Ich habe gar nicht die Zeit das Angebot aus 40 oder 50 Sendern nutzen zu können. Ich möchte einzelne Sender wählen können. Bezogen auf den durchschnittlichen Einzelpreis pro Kanal, wäre ich bereit und bin es ja in den vergangenen Jahren auch gewesen, überdurchschnittlich viel dafür zu bezahlen. Leider ist Sky noch nicht dazu bereit. Es ist mir absolut unverständlich, warum es Sky nicht schafft seinen Kunden individuelle Zusammenstellungen zu ermöglichen. Technische Gründe können jedenfalls nicht vorliegen. Die Freischaltung der beiden HD-Sender auf meiner Karte funktioniert seit 3 Jahren.

Da dieser Tage auch bekannt wurde, dass Sky erneut Verlust schreibt und dringend Abonnenten sucht, kann ich die Kündigung erst recht nicht verstehen. Nach den veröffentlichten Zahlen erwirtschaftet Sky durchschnittlich je Kunde einen monatlichen Umsatz von 25,77 EUR. Dieser Umsatz soll nach eigenen Angaben auf 29,- EUR gesteigert werden. Das erklärt zumindest warum Sky so beharrlich an der Paketstruktur festhält, denn mit dem Grundpaket für 16,90 EUR + einem weiteren Paket für 16,- EUR ist der angestrebte Umsatz zu erreichen.

Sky hat mich in den vergangenen Tagen mehrmals angerufen und angeschrieben. Das letzte Angebot beinhaltete „Sky Welt“ plus ein Paket meiner Wahl für 16,90 EUR statt 32,90 EUR bis Juli 2010, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Da ein anderes Angebot vorher beide Pakete zum Preis von 32,90 EUR beinhaltete und alle 7 HD-Sender bis Juli 2010 kostenlos dabei waren, fragte ich natürlich, ob das Angebot von 16,90 EUR auch mit HD-Sender sei. Das war natürlich nicht der Fall und von daher ist Sky erstmal für mich erledigt.

Perry Rhodan Zinnfiguren Hobby-Products


„Die fantastischen Abenteuer Perry Rhodans werden mit Perry Rhodan Miniaturen greifbar. Dies ist nur eine Packung aus einem Sortiment von Persönlichkeiten, Fremdwesen, Robotern und Raumschiffen, um Ihre Lieblingsabenteuer in den unendlichen Weiten des Kosmos farbig und dreidimensional nachzustellen.“

 

Perry Rhodan Zinnminiatur

 

Mit diesem Text auf der Rückseite der Verpackung wurden die Perry Rhodan-Zinnminiaturen beworben. Von 1987 an bis 1991 erschienen 46 dieser Figuren bei Hobby Products in Oberhausen. Sie kosteten zwischen 2,90 DM (z.B. Gucky und Skorsh) bis 10,60 DM (Icho Tolot). Die Miniaturen wurden von MetalMagic modelliert und von Hand aus einer Zinnlegierung gegossen. Die Verpackung ist für alle Figuren identisch und von gleicher Größe. Auf die Papprückwand von 12,5 x 7,5 cm ist ein Kunststofffolienformteil geklebt, das mit einem Stück Schaumstoff gefüllt die Figur aufnimmt. Die Figuren selbst sind durchschnittlich knappe 3 cm groß.

 

Liste

 

Auf der LKS von Heft 1345 wurden die Figuren erstmals angekündigt. In Heft 1365 gibt es Bemalungstipps ebenso wie auf Seite 107 der Ende 1987 erschienenen Space Dates ´88. Um die Figuren bemalen zu können musste man erstmal die Gussgrate und die Reste der Angusskanäle entfernen. Anschließend grundieren und schließlich mit Acryl- oder Enamelfarben bemalen. Spezielle Farbvorgaben wurden nicht gemacht. Von der Rückseite von Heft 1366 stammt die folgende Werbung.


Werbung

 

Und hier die Figuren:

 

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Ansichten zu PR 2518


Handlung:

Die NAUTILUS II mit der Haluter-Familie Tennar an Bord erreicht den Planeten Halpat, im Leeraum zwischen Andromeda und Andro-Beta gelegen. Der Empfang ist freundlich. Von den ansässigen Halutern erfährt man indes nichts zur Lage in Andromeda, da die Halpat-Haluter den Kontakt zu einheimischen Völkern meiden. Die Galaktiker erhalten jedoch die Koordinaten zum Aufenthaltsort eines sich in Drangwäsche befindlichen Haluters namens Sturben Rager. Die NAUTILUS trifft sich mit diesem Haluter. Dieser verweist auf den schon bekannten Konflikt zwischen Gaids und Tefrodern. Er berichtet von einer Tefroder-Welt namens Donure im Sonnensystem Coromia, die von Gaids besetzt wurde. Sturben Rager ist auf den Weg dorthin und will versuchen herauszufinden, was die Gaids antreibt. Icho und Fancan Tennar schließen sich entgegen dem Willen Ihres Elter Lingam Tennar Sturben Rager an und gehen an Bord der HALUT.

Auf Donure regt sich mittlerweile der Widerstand gegen die Besatzer. Der Tefroder Trascho Pesbyn erobert mit einem Trupp ein Waffenlager. Sie stoßen auf wenig Gegenwehr, da die Gaids, die das Lager bewachen von einer seltsamen Krankheit befallen sind, die sie schwächt und schließlich tötet. Auch bei den Tefrodern sind erste Krankheitssymptome zu erkennen. Der Mediker der Tefroder liefert schließlich die Erklärung. Es handelt sich um einen Parasitenbefall. Unter anderem wird das zentrale Nervensystem befallen. Es wird vermutet, dass der Parasit sich über Sporen in der freien Luft verbreitet. Trascho Pesbyn will trotzdem einen Stützpunkt der Gaids und ein dort gelandetes Raumschiff angreifen. Sein Trupp gelangt auf den Stützpunkt und vermint ein Gebäude. Die Explosion soll der Ablenkung dienen, um das Walzenschiff der Gaids anzugreifen.

Mittlerweile haben sowohl die Haluter mit der HALUT, als auch die NAUTILUS das System erreicht. Während die NAUTILUS ein Kommandounternehmen mit Lingam Tennar auf Donure absetzt erkennt die HALUT-Besatzung, dass alle Aktivitäten der Gaids wohl einzig dem Zweck dienen den sechsdimensionalen Raum zu scannen. Dazu errichten sie Ortungsanlagen auf dem Planeten und ein Satellitennetz im System. Sturben Rager beschließt, einen der Satelliten zu bergen. Unterdessen ist das Kommandounternehmen der NAUTILUS ausgerechnet in den Stützpunkt der Gaids eingedrungen, der von den Tefrodern vermint wurde. Auch Lingam Tennar ist von den Parasiten inzwischen befallen. Die Parasiten sind Teil einer Schwarmintelligenz, die an dem Wissen ihrer Wirte teilhaben und untereinander in Kontakt stehen. Die Schwarmintelligenz erkennt die unmittelbar bevorstehende Explosion und Lingam Tennar kann die Fähigkeit des Schwarms zur Teleportation nutzen, um die meisten Mitglieder des Unternehmens und der Tefroder zu retten. Der Schwarm, der erst durch die Ortungen der Gaids erwacht ist, verschwindet mit einer Teleportation. Unterdessen hat sich die Bergung eines Satelliten als Falle herausgestellt. Nur mit Mühe und der Hilfe der NAUTILUS kann die HALUT entkommen. Der Satellit selbst erweist sich als wertlos.

Die HALUT schließt sich der NAUTILUS an und sie fliegen zum vereinbarten Treffpunkt mit der JULES VERNE.

 

Rezension:

Obwohl ich reichlich gekürzt habe, ist die Inhaltsangabe wieder recht lange geworden. Es ist viel passiert und dadurch war der Roman auch sehr kurzweilig. Zudem konnte die Sprache und auch die meisten der Dialoge gefallen. Nach der wenig überzeugenden Nr. 2513 wieder eine gute Erzählung von Christian Montillon. Und es wäre noch besser gegangen, wenn der Autor insbesondere an den Dialogen der Haluter etwas mehr gefeilt hätte. Die waren mir bisweilen zu terranisch. Beispielsweise lässt Montillon einen Haluter den Ausspruch tätigen, was der andere denn „auf dem Herzen“ hätte. Wäre hier der Hinweis eingeflossen oder der Dialog damit erweitert worden, dass Haluter 2 Herzen haben, hätte es zumindest humorvoll wirken können. So war es lediglich eine Unterhaltung ohne Witz und Esprit. Wenn Wesen anderer Denkart und anderer Kultur geschildert werden, dann bitte nicht auf diese banale Weise.

Das Manko an dem Roman ist aber das zugrunde liegende Exposee. Auf den 60 Seiten ist zwar viel passiert aber der Beitrag zum Zyklus erschöpft sich in der Erkenntnis, dass die Gaids mit einer Technologie, die nicht zu ihrer eigenen gehört, nach etwas Unbekannten suchen. Das ist schlicht zu wenig, um auf Dauer das Interesse an diesem Zyklus wach zu halten. Die vergangenen 8 Romane der Milchstraßenebene und der Andromedaebene haben fast keinen Erkenntnisgewinn gebracht. Nur immer wieder Puzzleteile zu streuen ist langweilig. Es müssen sich ab und an mal einige der Teile auch zusammenfügen lassen.

Perry Rhodan EXTRA Nr. 9


Bereits zum neunten Mal erscheint Perry Rhodan EXTRA. Die Nr. 9 enthält den exklusiven Roman „Gesänge der NACHT“ von Marc A. Herren, eine mehrfarbige Beilage mit Illustrationen der SOL von Günter Puschmann und eine Audio-CD mit der Novelle „Eine Nacht in Terrania“ von Frank Borsch, gelesen von Michael-Che Koch.

 

Gesänge der NACHT:

Die SOL ist im Bauch des Gesetzgebers auf den Rückflug zur Milchstraße. Der junge Mom’Serimer Milo, Kind von Lord Remo Aratoster, kommt in Kontakt zu einem merkwürdig alten Mom’Serimer namens Seramir. Der Alte möchte sein Volk einer neuen Bestimmung zuführen und er behauptet, dass Milo’s Weg eng mit dieser neuen Bestimmung verknüpft sei. Wieder auf der Erde unterrichtet die Kommandantin der SOL, Lee Kellind, Perry Rhodan über das Auftauchen des Propheten der Mom’Serimer. Rhodan nimmt sich der Sache an. Seramir teilt Rhodan mit, dass er mit den Mom’Serimern auf einen Planeten nahe des galaktischen Zentrums abgesetzt werden möchte. Rhodan willigt ein und die SOL fliegt den Planeten Pelarga III an, von den Mom’Serimern bereits als Neu-NACHT bezeichnet. Man entdeckt Hinterlassenschaften von TRAITOR. Die natürliche Intelligenz des Planeten wurde von TRAITOR nahezu ausgerottet. Mit den gespensterhaften Wesen, die sich durch Lichtsignale verständigen, kann durch Milo’s Hilfe schnell ein Kontakt hergestellt werden. Mittlerweile konfrontiert Rhodan den Propheten Seramir mit der Erkenntnis, dass dieser gar keine hellseherischen Kräfte besitzt. Als die Hinterlassenschaften TRAITORS aktiviert werden, kommt es zu einer gefährlichen Situation. Milo rettet dabei Perry Rhodan das Leben, kommt aber selber um. Ein Teil der Mom’Serimer siedelt sich schließlich auf Neu-NACHT an. Etwa 125000 bleiben allerdings auf der SOL.

 

In der Erzählung von Marc A. Herren dreht sich alles um den Wertbegriff „Vertrauen“. Die Figuren, die der Autor einsetzt, sind durchweg fein gezeichnet und glaubhaft. Trotz der sich abzeichnenden Tragik zum Ende des Romans hin, gleiten die Figuren nie ins klischeehafte ab. Der Part der Erzählung mit den TRAITOR-Hinterlassenschaften fand ich nicht ganz als gelungen aber insgesamt eine sehr schöne Erzählung. Insbesondere die Dialoge waren ausgezeichnet.

 

 

Eine Nacht in Terrania:

Am 31.12.1402 NGZ haben sich wieder einmal illustre Gäste zur Silvesterparty des Mausbibers eingefunden, unter anderem Perry Rhodan und Reginald Bull. Um Mitternacht wird mit Vurguzz angestoßen. Wie jedes Jahr hat Gucky von irgendeinem Planeten ein exotisches Tierchen als Trinkeinlage für den Vurguzz gesucht und gefunden. Diesesmal ist es ein kleiner Krake, der im Glas schwimmt. Rhodan wird vom Genuss der „Einlage“ schwindlig. Während Bully mit einer Brünetten flirtet verzieht sich Rhodan in den Garten. Nachdem sich der Schwindel gelegt hat und das brennen im Magen ein erträgliches Maß erreicht hat, hört er einen Hilfeschrei. Aus dem nahe gelegenen Gushun-See „rettet“ Perry Rhodan einen Außerirdischen, der wie ein Krake aussieht, vor dem Ertrinken. Der Fremde stellt sich als Mev vor. Da es ausgerechnet in der Silvesternacht in Terrania - der Stadt, in der die Lichter nie ausgehen - zu einem Brauch geworden ist, alle Lichter zu löschen, hat sich Mev verirrt. Rhodan beschließt, ihn zum Hotel zu begleiten.

Der Krake selbst ist von der Rettungsmission Rhodans wenig angetan. Er hält den Terraner für einen Krakenfresser und hat Angst davor, von ihm verspeist zu werden. In der Folge ergeben sich weitere absurde Situationen, in die Perry Rhodan mit dem jungen Kraken gerät. Die Erzählung endet damit, dass Gucky Mev mit auf die Party nimmt.

 

Sehr schöne SF-Humoreske. Wunderbar vorgetragen von Michael-Che Koch. Ich habe die CD in einem Rutsch durchgehört. Die kann man sich auch noch ein zweites Mal anhören, z.B. an Silvester?

 

Illustrationen der SOL:

Hier sieht man mal wieder schön, wie Romanhandlung, die visuelle Umsetzung durch die Illustratoren und die eigenen Vorstellungen differenzieren. Über die Größe der Hauptleitzentrale der SOL habe ich mir nie viel Gedanken gemacht. Mit der Größe eines Fußballstadions habe ich die Zentrale erst recht nicht in Verbindung gebracht. Im Roman von Marc A. Herren gibt es eine Stelle, in der die verschiedenen Besatzungsmitglieder in der Zentrale interagieren. Kommandantin, Ortung, Pilot etc. kommunizieren miteinander. Da entsteht der Eindruck, dass diese Personen nur wenige Meter auseinander sitzen. Die Impressionen dazu von Günter Puschmann wollen so gar nicht recht passen. Für sich allein betrachtet finde ich sie aber interessant.