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31.12.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Am Holoin-Fünfeck stehen sich nach wie vor die Galaktiker mit der JULES VERNE und 2000 Fragmentraumern und eine Flotte von 500 Schlachtlichtern und 3000 Gaids-Raumern gegenüber. Alle Versuche der Frequenz-Monarchie, das alte Fallensystem der MDI zu überlisten, scheitern. Nach dem Eintreffen weiterer Verstärkungskräfte aus der Milchstraße beginnen die Galaktiker nun auch damit, den Planeten Multika im gleichnamigen Doppelsternsystem zu einem Stützpunkt auszubauen. Nachdem die Arbeiten dort angelaufen sind fliegt Atlan mit der JULES VERNE zur Hades-Dunkelwolke. Unterwegs machen sie Zwischenhalt am Planeten Coffoy. Dort befindet sich eine Ansiedlung der Maahks. Da dieser verlassen ist, geht’s weiter zu einem Planeten der Tefroder, ins Atrun-System. Dort erfährt Atlan, dass die Tefroder zwar die Aktivitäten der Frequenz-Monarchie und deren Hilfsvolk der Gaids beobachten. Mit welcher Motivation die FM operiert sei jedoch unklar. Atlan erfährt auch, dass die Maahks sich aus dem tagespolitischen Geschehen von Andromeda vor Jahrzehnten bereits zurückgezogen haben. Nach der Ankündigung Atlans, irgendwann einen Besuch der Zentralwelt Tefrod vorzunehmen, fliegt die VERNE weiter. Die Hades-Dunkelwolke ist nach wie vor ein Aufmarschgebiet der FM. Unter Ortungsschutz dringt die JULES VERNE in die Wolke ein. Unter den in der Wolke herrschenden Bedingungen kann selbst die VERNE nicht ohne weiteres im Trafitron-Modus operieren. Die Experimentalphysikerin Iris Shettle entdeckt, dass die in der Wolke enthaltenen Hyperkristalle um einen unbekannten Orbit kreisen. Diese Erkenntnis führt auch dazu, dass die VERNE in Schneisen dieser Wolke einigermaßen manövrieren kann und auch in den Überlichtmodus wechseln kann. Der Brennpunkt der Hyperkristall-Orbitale wird angeflogen. Dort entdeckt die VERNE eine sehr starke Hyperemmisions-Quelle und 50000 Schlachtlichter der FM. Die VERNE kann sich zurückziehen und fliegt einen weiteren Ort in der Wolke an, von dem ungewöhnliche Emmisionen ausgehen. Dort angekommen, entdecken die Wissenschaftler der VERNE, dass die primitiven Pflanzenwesen des Eurydike getauften Planeten aus psimateriell gesättigter Luft des Planeten bestehen und zum so genannten erschöpften Schöpfer in einer fremden archaischen Ruinenstadt des Planeten pilgern. Dort entdecken die Wissenschaftler ein versteinertes Walförmiges Wesen von ca. 50 m Höhe. Auch die Ruinen scheinen von Riesen gebaut worden zu sein. Man entnimmt einige Proben des Fossils, das sich ansonsten einer genaueren Untersuchung entzieht. Nach dem Eintreffen von Gaidsschiffen verlässt die VERNE diesen Ort und wird allerdings nach verlassen der Hades-Dunkelwolke von Gaidsschiffen umzingelt.
Rezension:
Ich muss gestehen, als ich etwa auf Seite 53 des vorliegenden Romans von Leo Lukas angekommen war, „endlich“ angekommen triffts besser, denn ich war zwischenzeitlich mehrmals eingeschlafen, da hatte ich den Text für meine Ansichten zu dieser Geschichte bereits fix und fertig formuliert:
Der Roman ist im zuweilen launigen (Briefe von Iris Shettle) meist jedoch im eher gelangweilten Ton einer 3-Uhr-Tee-Unterhaltung geschrieben. Im Exposé stand wohl wörtlich: „Um Himmels willen Leo, schreib bloß keinen aufregenden Roman.“ Der Autor verzichtete demzufolge auf jegliche Spannungselemente. Das Trafitron-Gehobse der letzten Andromeda-Romane (siehe 2519) wurde bis zum Exzess getrieben. Dazu brennt der Autor ein Feuerwerk an Belanglosigkeiten ab. Aber glücklicherweise ist heute Silvester und ich werde mir ein „richtiges“ Feuerwerk an anderer Stelle holen.
Nun nach erreichen der Seite 53 ff, will ich meine Kritik etwas abmildern. Die Schilderungen dieser wenigen letzten Seiten entschädigen etwas für die erlittene Qual des Lesens bis zu dieser Stelle. Schade, ein paar mehr Seiten auf dem „Sturmplaneten“ hätten dem Roman gut getan.
Stilblüte (Seite 13):
Tags darauf litt ich ein wenig unter Haarwurzelschmerzen - ich hatte Jonas Untergangs berüchtigtem Raumjägertee ebenfalls nicht zu knapp gehuldigt …
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29.12.2009 von Uwe Bätz.
Wie schon mehrfach erwähnt sind von Fredy Martin Schulz (FMS) unter dem Namen SF-Service, bzw. SF-Kontakt-Service Figuren mit eindeutigen Anleihen aus der Perry Rhodan-Serie produziert und vertrieben worden.
Die folgenden Figuren und Bausätze sind also keine offiziellen Merchandising-Produkte! Dennoch finde ich gerade diese Figuren auch heute noch sehr gelungen. Die Figuren sind lt. Werbetext in den SF-Servicekatalogen aus PU Gießharz hergestellt und wurden als Bausatz geliefert. Der Körper mit den Beinen musste noch mit den 4 Armen und einem Kopf zusammengesetzt werden, wobei zu jeder Figur 2 verschiedene Köpfe mitgeliefert wurden. Wie man in der u.a. Werbung unschwer erkennen kann, ist einer dieser Köpfe halbkugelförmig mit 3 Augen. Damit kann man also einen Haluter basteln. Wem das nicht gefiel, hatte noch die Möglichkeit zu einem Kopf mit Rüssel zu greifen. Davon gab es dann zwei Ausführungen. Ein Kopf mit Rüssel nach links und ein Kopf mit Rüssel nach rechts. Zusammengesetzt erreicht eine Figur eine Höhe von ca. 13,5 bis 14 cm.
Die Werbezeichnung will uns suggerieren, dass es sich um 3 verschiedene Figuren handeln soll. Bei einem genauen Blick muss man allerdings erkennen, dass die Körperhaltung und die Beinstellung bei allen 3 Figuren stets identisch sind. Auch das mittlere Armpaar und der linke Arm sind identisch. Den rechten (Handlungs)arm gibt es in zwei Ausführungen. Eine mit Handstrahler und eine mit Gewehr. Unterschiedliche Figuren erhält man nur, wenn man die Armhaltung verändert oder zu einem anderen Kopf greift. Natürlich kann man auch noch mit der Bemalung spielen.
Von links nach rechts erhält man also 3 verschiedene Figuren, wie im o.a. Werbebild zu sehen. Ich habe mich für 3 Haluter entschieden und die 4. Figur wird mit Rüssel gebaut.
Nach der Bemalungsaktion: Figur 1 mit Handstrahler und in zwei Versionen.
Figur 2 mit Gewehr gesenkt.
Figur 3 mit Gewehr im Anschlag.
Alle Figuren im Überblick. 2 Haluter in traditionellen roten Kampanzügen haben ein Fremdwesen gestellt. Rechts sieht man einen Junghaluter, der von seinem Elter gerügt wird. Höchstwahrscheinlich geht es dabei um die Farbgebung des Anzuges.
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25.12.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Ich Tolot, der auf Aveda geblieben ist, wird von Timber F. Whistler gebeten nach Katarakt zu fliegen. Dort ist zwischen den unbekannten Invasoren und dem Militär der Stardust-Union ein Patt entstanden. Den Invasoren ist es nicht gelungen den Planeten zu verlassen und gleichzeitig gelingt es den Stardust-Menschen nicht zu Amethyst-Stadt vorzudringen. Nun aber beginnen die Invasoren mit dem Bau einer unbekannten Maschine, deren Teile am Rand der Immateriellen Stadt materialisieren.
Auf Katarakt eingetroffen unternimmt Tolot einen Vorstoß zum Bauplatz des Objekts. Der Einsatz soll den Nachschub aus Amethyst-Stadt unterbinden und den Bau des Gerätes verhindern. Unterstützt wird er dabei von Raumlandesoldaten unter dem Kommando von Captain Eritrea Kush. Um den Gegner zu schonen werden dabei soweit möglich nur Paralysatoren eingesetzt. Der Vorstoß scheitert jedoch am heftigen Widerstand der Fremden.
Während Icho Tolot einen neuen Plan erarbeitet sind die Invasoren unter dem Kommando von Kardo Tarba weiterhin bemüht, die Stellung auszubauen. Die Fremden nennen sich selbst Jaranoc und dienen einer Macht, die sie als VATROX-VAMU bezeichnen. Dieser Macht sollen sie nähere Informationen zum Standort des Stardust-Systems mitteilen. Die Jaranoc haben selbst keinen Einfluss auf die wandernde Stadt. Bevor diese den Planeten verlässt, muss der Bau des Gerätes, das als Hyperdim-Perforator bezeichnet wird, abgeschlossen sein.
Icho Tolot ist unterdessen nach Aveda zurückgekehrt und begibt sich zur Stardust-Felsnadel. Die Wissenschaftlerin Lira Weiluner macht ihn darauf aufmerksam, dass nach dem Erlöschen des Sextadim-Schleiers um Far Away sich zwei der Kartuschen verändert haben. Die Kartusche, die Far Away darstellt hat keine gestrichelte Linie mehr, wohingegen die Kartusche, die das Stardust-System darstellt eine umfassende gestrichelte Linie bekommen hat. Tolot interessiert sich allerdings mehr für die Käfig-Transmitter. Er hofft, mit einem der Geräte nach Katarakt innerhalb der Stellungen der Invasoren zu gelangen. Nach einigen Versuchen gelingt es eine Gegenstation in der Nähe des Bauplatzes zu finden. Mit Eritrea Kush und einem Trupp Raumlandesoldaten materialisiert Tolot mit Deflektoren getarnt auf Katarakt. Das unbekannte Gerät ist mittlerweile fertig gestellt. Es handelt sich um ein Raumschiff von 540 m Länge. Fast zeitgleich mit der Ankunft des Trupps auf Katarakt verschwindet die Immaterielle Stadt in einem gewaltigen energetischen Ausbruch. Für kurze Zeit versagen die Anzugsysteme und die Invasoren erkennen die Eindringlinge und greifen an. Gleichzeitig starten sie den Hyperdim-Perforator. Das Schiff wird durchscheinend und verschwindet. Die Soldaten und Tolot ziehen sich zurück und springen per Transmitter nach Aveda.
Dort hat man inzwischen Schiffe der Frequenz-Monarchie geortet, die sich dem Stardust-System nähern. Als Icho Tolot die Kartusche, die das Stardust-System darstellt berührt, entsteht ein Sextadim-Schleier und riegelt das System ab.
Rezension:
Vielschreiber Christian Montillon - die Nr. 2523 ist sein 6. Roman im lfd. Zyklus - lässt mal wieder Icho Tolot von der Leine. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, schließlich war Tolot im Traitor-Zyklus zuvor zwar überall zugegen aber eigentlich nicht so richtig dabei. Im Stardust-Zyklus hingegen ist der Haluter sehr viel aktiver in die Geschehnisse eingebunden. Das gefällt mir. Etwas weniger gefällt mir allerdings, dass von dem intellektuellen Potential eines Haluters mit zwei Gehirnen, von denen eines leistungsfähiger als eine Positronik sein soll, nichts zu erkennen war. Präziser ausgedrückt, die beiden Aktionen die sich Tolot hat einfallen lassen, gingen gründlich daneben und in der ersten Szene mit der Stardust-Kartusche und der gestrichelten Linie rief ich ihm ein ums andere Mal ein „nun drück schon endlich drauf, du schwarzhäutiges Monster“ zu. Ein paar Seiten später hat er es dann endlich getan. Für diese Intelligenzleistung braucht’s allerdings keinen Haluter!
Die zweite Hauptperson in Montillons Roman gefiel mir dagegen sehr gut. Der Autor hat den Charakter von Eritrea Kush glaubwürdig herausgearbeitet. Der Roman war flott geschrieben und die recht schnellen Wechsel in der Betrachtung der Szenen durch die unterschiedlichen Akteure waren ebenfalls gut gelungen. Mir hat sich allerdings nicht ganz erschlossen, warum es die militärisch überlegene Stardust-Union zulässt, dass die Invasoren diesen Hyperdim-Perforator bauen und in Betrieb nehmen. Bei einem derart unkalkulierbaren Risiko hätte man auch ohne Rücksicht auf die Immaterielle Stadt mit allen Mitteln zuschlagen müssen. Aber der Hyperdim-Perforator wird wohl noch für den weiteren Handlungsverlauf benötigt …
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22.12.2009 von Uwe Bätz.
Zwischen Dezember 1967 und Oktober 1970 erschienen beim Perry Rhodan Service Fredy Martin Schulz (FMS) verschiedene Merchandising-Produkte. Bis heute bei Sammlern sehr begehrt sind insbesondere die Perry Rhodan-Figuren aus dieser Zeit. Auch nach dem Lizenzentzug durch den Moewig-Verlag produzierte FMS diese Figuren weiter, wenn auch unter dem Namen SF-Service, bzw. SF-Kontakt Service. Neben den erwähnten Figuren erschienen später auch Raumschiffsmodelle aus Plastik bei FMS, die von der Formgebung her eindeutig von der Perry Rhodan-Serie inspiriert wurden.
Die folgenden Modelle, bzw. deren Bausätze sind also keine offiziellen Merchandising-Produkte, da sie einer Zeit entstammen, in der FMS keine Perry-Rhodan-Produkte mehr vertreiben durfte. Dennoch will ich einige Modelle (Kugelraumer und Space-Jet) hier beschreiben.
Das kleinste der mir vorliegenden Modelle ist ein, bzw. sind zwei Kugelraumer. Die Modelle sind Vacuumbausätze. Der Durchmesser der Kugelzelle beträgt 7,2 cm. Mit Ringwulst erreicht das Modell einen Durchmesser von 9,5 cm. Im unteren Teil der Kugelzelle sind 6 Aussparungen eingearbeitet, die später die Landestützen aufnehmen sollen. Kleine Mulden im oberen Teil der Kugelzelle und am Pol nehmen später Geschützkuppeln auf. Die auf dem „Beipackzettel“ mitgelieferte Bauanleitung ist alles andere als detailliert.
Ein weiteres Modell ist einer Space-Jet nachempfunden. Der diskusförmige Hauptkörper erreicht einen Durchmesser von 11,7 cm. Mit dem Antriebsring wird ein Gesamtdurchmesser von 18,2 cm erreicht. Die Höhe des Modells beträgt ohne Landestützen ca. 10 cm bis zur Spitze der transparenten Kuppel. Der untere Teil des Modells enthält 4 Aussparungen für die Landestützen und die Andeutung eines Hangarschotts. Beigelegt wurden auch 3 Sitze und 3 Figuren, davon 1 stehend (Höhe ca. 2,5 cm) und zwei Figuren in sitzender Position.
Ein weiteres Kugelraumschiffsmodell erreicht einen Durchmesser von 13,2 cm. Die Zelle dieses Modells wird aus 4 Elementen zusammengesetzt. Mit Ringwulst wird ein Durchmesser von 16 cm erreicht. Obwohl dieses Modell annähernd die doppelte Größe des o.a. beschriebenen Kugelraumers erreicht, ist es dennoch detailarm. Die Detaillierung muss man sich wohl mit der Bemalung erarbeiten.
Wie schon erwähnt, werden die Modelle mit Landestützen, -tellern, Kuppeln und Geschützen „verziert“.
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20.12.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Perry Rhodan ist nach Aveda zum Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd zurückgekehrt. Das Konzept teilt ihm mit, dass ES in großer Gefahr sei und ihn sprechen möchte. Das Konzept soll Rhodan per Teleportation zu ES bringen. Rhodan stellt die Bedingung, dass er ES nur zusammen mit Mondra und Tolot aufsuchen werde. Nach anfänglicher Weigerung akzeptiert Tschubai/Lloyd die Begleitung von Mondra. Für eine Teleportation ist Tschubai/Lloyd zu schwach. Mit der MIKRU-JON fliegen schließlich das Konzept, Rhodan, Mondra und ihr tierischer Begleiter Ramoz zu einer der auf Aveda etablierten Nebelinseln. Sie gelangen auf die Insel der Schmetterlinge und über ein Portal schließlich zur Kunstwelt Wanderer. Tolot bleibt auf Aveda zurück. Auf Wanderer herrschen eisige Temperaturen. Die Gebäude der Maschinenstadt sind von einer Eisschicht überzogen.
Die Besucher werden von Homunk begrüßt, der sie zu ES führt. Nach einem kurzen Vorgeplänkel, bei der ES auf den Verlust der Ritteraura eingeht und Rhodan eine Reaktion der Kosmokraten auf diesen Verlust prophezeit, kommt ES zum eigentlichen Thema. ES offenbart Rhodan, dass die SI im Sterben liege. Die Tatsache, dass die Mächtigkeitsballung der SI die Lokale Gruppe und die Fernen Stätten umfasse, droht die SI zu zerreisen, wenn Sie weiterhin beide Bereiche halten wolle. ES benötige in absehbarer Zukunft Bewusstseinssubstanz in großer Menge. Allerdings sei damit nicht die Stardust-Menschheit gemeint. Diese habe ES nur deshalb in Sicherheit gebracht, da die SI den Ausgang der Auseinandersetzung mit Traitor nicht vorhersagen konnte. Die derzeitige Schwäche von ES könnte zudem dazu führen, dass andere SIn Interesse an der MB von ES zeigen könnten und in einem Kampf um die MB hätte ES derzeit keine Chance. ES hat allerdings einen Plan, seinen Zustand zu verbessern und will Rhodan einige Erkenntnisse zukommen lassen. Dazu wird Rhodan aufgefordert einen Fiktivtransmitter zu betreten.
Die erste Station dieser erstaunlichen „Reise“ führt Rhodan in die Vergangenheit und in die Zeit der Auseinandersetzung mit den MDI. Rhodan ist an Bord der KC-38 im Jahr 2402 über dem Planeten Gleam in Andro-Beta. Zu jener Zeit ist ES mit einer Botschaft an Rhodan herangetreten. Dieser Orakelspruch wird Rhodan nun wieder in Erinnerung gerufen. Es geht um die Weissagung des Endes einer großen Rasse, die Rhodan bisher fälschlicherweise mit dem Ende der MDI fehl interpretiert hat.
Der zweite Teil der „Reise“ scheint Rhodan ebenfalls nach Gleam zu führen, allerdings in die Gegenwart. In der unterirdischen Station findet er die Leiche eines Maahks. Außerdem hat er eine unheimliche Begegnung mit nicht näher zu bestimmenden Eindringlingen. Er begegnet zudem einen Trupp terranischer Soldaten, die Rhodan jedoch nicht wahrnehmen können. Rhodan hinterlässt einen Speicherkristall mit einer Warnung an die Terraner vor den Eindringlingen. Anschließend kehrt Rhodan nach Wanderer zurück, wo währenddessen 45 Tage vergangen sind.
In einem weiteren Gespräch teilt ES mit, dass Far Away sich zu einem Brennpunkt der Ereignisse entwickeln werde, allerdings soll Rhodan sein Hauptaugenmerk vorerst auf Andromeda richten. Dort überdauerte die Frequenz-Monarchie auf 6 Hibernationswelten die Jahrmillionen seit der letzten Hyperdepression. In dieser Zeit des Schlafes wurde der FM von Unbekannten ihr zentrales Machtmittel, das PARALOX-ARSENAL gestohlen. Rhodan soll sich auf die Suche nach dem Arsenal machen, zuerst in Andromeda und wenn er dort nichts findet, in Anthuresta, der Stardust-Galaxis und der Ursprung des Polyport-Netzes. Ohne das PARALOX-ARSENAL sei ES nicht überlebensfähig!
Von Homunk bekommt die Gruppe um Rhodan, zu der nun das Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd gehört einen Controller. Über einen auf Wanderer befindlichen Polyport-Hof verlässt die MIKRU-JON die Kunstwelt und erreicht einen Polyport-Hof in Andromeda, wo offensichtlich Maahks gegen Maahks kämpfen.
Rezension:
Zum zweiten Mal in diesem Zyklus greift der Expokrat persönlich zu Blei und Tinte und liefert uns passend zur Jahreszeit den Winter auf Wanderer. Mit seinem 2. Beitrag zum Stardust-Zyklus schafft es Uwe Anton allerdings schnell, dass sich in mir die wohlige Wärme der Zufriedenheit ausbreitet, denn „Winter auf Wanderer“ ist durchgehend sehr gut geschrieben. Der Autor hat in seinem Roman die Gelegenheit ergriffen, sich direkt mit vielen offenen Fragen der Leser zum Umgang mit einer Superintelligenz und zum Verhalten einer SI auseinanderzusetzen. In Teilbereichen war dieses Vorgehen des Autors vielleicht etwas zu offensichtlich aber im Ergebnis hat Uwe Anton auf diese Fragen gute Antworten gefunden. Die Geschichte war durchgehend logisch aufgebaut und aus den bisher eher losen eingestreuten Puzzleteilen der vergangenen Romane formt sich nun ein klar umrissener Auftrag für den Hauptakteur der Serie: Rhodan soll das PARALOX-ARSENAL finden, das ES zum Überleben benötigt.
Der Expokrat wäre kein Expokrat, wenn er nicht gleichzeitig neue Rätsel einbauen würde, die in diesem Zyklus oder den folgenden Zyklen irgendwann eine Bedeutung erlangen könnten. Stichwort Ritteraura und die Reaktion der Kosmokraten. Fazit: Ein rundum gelungener Roman, der Lust auf mehr macht.
Noch eine Bemerkung meinerseits zum Zwiebelschalenmodell, das Uwe Anton in seinem Roman mal wieder in Erinnerung ruft. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Modell. Es ist in der Wissenschaft nicht unüblich, dass Modelle über kurz oder lang aufgrund neuerer Erkenntnisse entweder gekippt oder modifiziert werden. Es spricht also nichts dagegen, dass die Autoren dieses Modell mal über den Haufen werfen und ein Neues entwickeln!
Stilblüte (Rhodans Gedanken zu ES auf Wanderer, Seite 24):
Das war sozusagen der Beginn einer wunderbaren Freundschaft gewesen, der im Verlauf der Jahrtausende allerdings mitunter durch die eine oder andere Kleinigkeit belastet worden war.
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