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28.2.2010 von Uwe Bätz.
Handlung:
Die MIKRU-JON mit Perry Rhodan, Mondra und dem Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd erreicht den Polyport-Hof DARASTO in Andromeda, wo Maahks gegen Maahks kämpfen. Die Maahk-Partei, die das Transfer-Deck schließlich erobert, fordert die Besatzung der MIKRU-JON auf, das Schiff zu verlassen. Rhodan gibt sich als terranischer Resident zu erkennen, wird aber mit seinen Gefährten vorerst von den Maahks festgesetzt. Schließlich kommt es dennoch zu einem Gespräch mit Grek 1. Es sind Fundamentalisten und schnell wird klar, dass es sich bei der anderen Partei um Schattenmaahks handelt, die von den Fundamentalisten bekämpft werden. Von Grek 1 bekommt Rhodan Informationen über die gesellschaftliche Ordnung der Maahks. Sie haben sich dezentralisiert und bilden unterschiedliche Zellen. Nur die dezentrale Überwachungsinstanz kennt alle Zellen. Außerdem haben die Maahks Generationenschiffe in weit entfernte Regionen ausgesandt, die zum Erhalt der Rasse beitragen sollen.
Rhodan kann mit dem Konzept das Gefängnis mittels Teleportation verlassen und begibt sich auf die Suche nach einem Schattenmaahk. In Grek 363 finden sie schließlich einen Schattenmaahk. Dieser ist in Begleitung eines Acroni, denn auch andere Fremdvölker sind auf der Flucht vor der Frequenz-Monarchie nach DARASTO gelangt. Grek 363 war in Begleitung eines anderen Maahk, Grek 259, bevor dieser in die Gefangenschaft der Fundamentalisten geriet. Der Polyport-Hof wurde von den Schattenmaahks kontrolliert. Um den Hof wieder unter Kontrolle zu bekommen, will Grek 363 den Controller Rhodans benutzen. Zurück an Bord der MIKRU-JON wird das Unternehmen geplant. Beim Einsatz auf dem Transfer-Deck erkennt das Konzept jedoch, dass Grek 363 mit dem Controller unbekannte Funktionen des Hofes starten möchte, um die Fundamentalisten als unerwünschte Besucher zu klassifizieren. Der Einsatz wird abgebrochen und Rhodan wirft Grek 363 falsches Spiel vor. Die Fundamentalisten haben mittlerweile die Flucht Rhodans und seiner Gruppe bemerkt. Auch die Aktivitäten mit dem Controller sind nicht unerkannt geblieben. Die Fundamentalisten bereiten die Hinrichtung von Grek 259 vor. Grek 363 gibt sich in einem vertraulichen Gespräch mit Rhodan als weibliche Maahk zu erkennen, die eine enge Beziehung zu Grek 259 hat. Obwohl die Hinrichtung offensichtlich eine Falle darstellen soll, ist Rhodan bereit, Grek 259 zu retten. Die auf der Station befindlichen Fremdvölker greifen unterdessen aus eigenem Antrieb die Fundamentalisten an. In dem allgemeinen Chaos kann Rhodan zu Grek 259 vordringen. Scheinbar ist der Maahk jedoch tot. Es kommt zu einer Explosion. MIKRU-JON kann keine Spuren von Rhodan und dem Schattenmaahk finden.
Rezension:
Das Heft endet mit dem scheinbaren Tod von Perry Rhodan. Nach 49 Jahren und 2532 Heften ist ein solcher Cliffhanger ziemlich abgenudelt. Zumal uns die Vorschau auf den nächsten Roman die Schilderung der weiteren Ereignisse um den Unsterblichen verspricht.
Der Roman „Tod eines Maahks“ knüpft direkt an den wunderbaren Roman 2522 an. Wobei mich der Romantitel etwas irritiert. M.E. müsste der eigentlich „Tod eines Maahk“ heißen, also ohne „s“. Im Roman selbst nutzt der Autor die Schreibweise Maahk für ein einzelnes Wesen dieses Volkes. Sei’s drum. Michael Marcus Thurner hat sich für seine bisherigen Beiträge zum Zyklus immer ein besonderes und den Roman beherrschendes Stilmittel einfallen lassen. Ein dominierendes Element fehlt diesmal in der Erzählung. Der Roman ist vorsichtig ausgedrückt eher konventionell. Nicht schlecht geschrieben aber es fehlt einfach etwas an Würze. Der Roman ist etwas überfrachtet, was die einzelnen Erzählstränge angeht. In meiner o.a. Zusammenfassung habe ich einige Dinge ausgelassen. Ich bin nicht auf die Geschichte des Acroni eingegangen, die doch einige Seiten umfasst. Ebenfalls habe ich die Überlegungen Rhodans bezüglich der Loyalität und der Identität des Konzeptes ausgelassen. Diese Passagen wirkten auf mich sehr künstlich. Sie passten einfach nicht in die Geschichte, einfach schon aus zeitlicher Abfolge nicht. Schließlich ist Perry erst seit ein paar Stunden mit dem Konzept zusammen. Man ist direkt von Wanderer nach DARASTO gelangt. Hätte der Autor das Konzept eher untypisch in seinem Auftreten und seinen Handlungen geschildert, hätte ich die Überlegungen Rhodans noch verstanden. Aber der Autor hat nichts dergleichen geschildert. Und ein paranoider Rhodan passt einfach auch nicht. Nicht vergessen sollte man, dass hier ja ein Konzept mit 2 Charakteren geschildert wird. Eine gewisse Unstetigkeit, um nicht zu sagen Schizophrenie, sollte da „normal“ sein.
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21.2.2010 von Uwe Bätz.
Handlung:
Im März 1463 NGZ erhalten verschiedene galaktische Würdenträger eine Einladung in das seit langer Zeit abgeschottete akonische Heimatsystem. Dort soll am 25. März ein „Zeichen“ gesetzt werden. Zu den geladenen Gästen gehören auch Alaska Saedelaere, der nach 95 Jahren der Abwesenheit nach Terra zurückgekehrt ist und Ronald Tekener. Der Smiler trifft sich unterdessen mit dem Chef des akonischen Energiekommandos. Reino tan Vitar informiert im Auftrag des Ma´tam des Regierenden Rates die USO und das Galaktikum über die geheimnisvollen Pläne der Akonen, ohne allerdings Einzelheiten Preis zu geben. Reino tan Vitar wittert Verrat in den eigenen Reihen. Er täuscht den eigenen Tod vor und nimmt von Bord des USO-Flaggschiffs zusammen mit Tekener Ermittlungen auf. Auf der Liste der Verdächtigen stehen insbesondere die alten Clans der Akonen und von diesen ist die Harol-Familie besonders verdächtig. Tekener setzt tan Vitar bezüglich seiner Erkenntnisse über die Identität der TRAITOR-Jäger in Kenntnis. Beide brechen ins Akon-System auf und nehmen auf diesen Flug auch Saedelaere an Bord.
Im Blauen System angekommen, verkündet der Ma´tam in seiner Botschaft an die versammelten Galaktiker, dass die Akonen eine partnerschaftliche Öffnung in Richtung Galaktikum betreiben. Um an die Vernichtung Drorah durch TRAITOR zu erinnern haben die Akonen damit begonnen einen Jahrzehnte lang entwickelten Plan in die Tat umzusetzen. Die Monde des achten Planeten werden gesprengt und bilden für kurze Zeit den Namen der Heimatwelt der Akonen. Zusammen mit der Masse des achten Planeten sollen sie eine neue Sonne bilden. Zur Vergrößerung der Masse soll zudem über Fiktivtransmitter Masse vom Zentralgestirn abgezogen werden. Dies soll zudem der Stabilisierung der Sonne Akon dienen.
Doch die Vorgänge werden wie befürchtet durch Fremde manipuliert. Statt die vier größeren Monde des achten Planeten durch Fiktivtransmitter zu versetzen werden 4 weitere Gasplaneten des Systems durch Fiktivtransmitter versetzt und zur Kollision gebracht. Die Attentäter planen zudem, die so entstandene Masse in das Zentralgestirn zu strahlen, um Akon zu einer Nova, zu einem Fanal, werden zu lassen. Tek, tan Vitar und Alaska können den Plan zumindest teilweise vereiteln. Die Verräter werden auf dem Lichtertender, dem Gegenstück zur LEMCHA OVIR gestellt. Es sind Auben tan Harol und Simul tan Harol. Durch gemeinsame Anstrengung aller Galaktiker kann das Chaos abgewendet werden. Akon ist stabilisiert und eine neue 2. Sonne erstrahlt im Akon-System.
Rezension:
Marc A. Herren beschäftigt sich in seinem ersten Roman als Team-Autor der Perry Rhodan Serie gleich mit einem hochkarätigen Handlungsträger. Alaska Saedelaere ist eine Roman-Figur, die seit 2000 Heften von einem Nimbus umgeben ist. Natürlich gab es zwischenzeitliche Veränderungen, die der Maskenträger erfahren hat. Einige waren gut, andere weniger durchdacht. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Marc A Herren die Figur in gleicher Weise zu schildern versucht, wie sie von Willi Voltz in den Bänden 700 bis 900 angelegt wurde, nämlich als eine einsame und tragische Gestalt. Im weiteren Verlauf der Geschichte hat der Autor der Figur dann doch aber einige weitere Merkmale mitgegeben. Nicht ganz so zu dem Charakter passend empfand ich die Aktionen Alaskas, sich in akonische Sicherheitsnetze zu hacken. Damit hat der Auftritt des Maskenträgers m.E. einen Hauch von Banalität erhalten. Das passte nicht mehr ganz zu dem Romananfang, als Herren den Transmittergeschädigten als vereinsamten, introvertierten aber „kosmischen“ Menschen schilderte. Dennoch die beste Schilderung dieser Figur, die ich seit langem gelesen habe.
Bei seinem zweiten Hauptakteur dagegen leistet sich der Autor keinen Stilbruch. Die Figur des Tekener empfand ich bisher als besonders blass. M.E. gibt es wohl keine andere Figur der Serie, die so wenig Tiefgang hat wie der Smiler. Die Charakterisierung dieser Person durch den Autor hat mir ausgesprochen gut gefallen. Marc hat es geschafft, mehr aus der Figur zu machen. Die Darstellung von Tekener und seine selbstironischen Anwandlungen, bevor er sich zu dem Treffen mit dem Leiter des akonischen Energiekommandos begibt, erinnerte mich an den Anti-Helden Marv in Frank Millers Sin City. Wenngleich es in dem Comic und in Herrens Roman-Adaption von Klischees nur so wimmelt, hat mir die Atmosphäre, die der Autor vor und während der Spielkasino-Szene aufbaute, Spaß gemacht. In konsequenter Weise lässt Marc den Unsterblichen sogar einen Akonen töten, der hilflos und zu keiner Gegenwehr mehr fähig ist. Damit wird die Figur deutlich von den „Gutmenschentum“ der Unsterblichen abgegrenzt. Das wird nicht jedem gefallen. Ich finde es gut und würde mich freuen, wenn ein Unsterblicher auch mal eine andere „Linie“ als die Rhodans verfolgt.
Das Ende der Geschichte war etwas hektisch und über die physikalischen Auswirkungen der Aktion „wie baue ich mir in paar Stunden eine neue Sonne“ sollte man auch nicht zu lange nachdenken. Die Charakterzeichnung seiner Figuren waren eindeutig der Schwerpunkt des Romans. Ein gelungener Einstand des Schweizer Autoren.
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14.2.2010 von Uwe Bätz.
Handlung:
Sinnafoch, Steelion Hartok und der Okrill, die mit einer Space-Jet von Oxtorne geflohen sind, werden nach einem Schaden am Linearantrieb von der UHLM, einem Schiff der Mehandor aufgenommen. Der alte Springer-Patriarch Vandur weist Ihnen eine Kabine zu. Die 3 Schiffbrüchigen brechen aus und erobern die Zentrale. Sie nehmen 13 Mehandor als Geiseln, darunter auch den Sohn des Patriarchen. Bei einem missglückten Befreiungsversuch wird der Patriarch ebenfalls von Sinnafoch überwältigt. Die UHLM wird von den Springern auf Befehl Sinnafochs nach Oaghonyr, dem ehemaligen Sitz von ARCHETIMS HORT gesteuert. Während des Fluges nimmt Kithara, die Tochter des Patriarchen, Kontakt zu Hartok auf. Sie versucht den Oxtorner von der wahren Natur des Vatrox zu überzeugen. Wenige Lichtjahre vor dem Ziel setzt Steelion Hartok, dem Zweifel an seiner Gefolgschaft zu Sinnafoch entstanden sind, einen Funkspruch ab, der ein Raumschiff der Liga mit Reginald Bull an Bord über das Ziel informiert. Beinahe zeitgleich mit dem Mehandor-Raumer trifft die LEIF ERIKSON IV im Oa-System ein. Nach einem kurzen Wortgeplänkel zwischen Bull und Sinnafoch erscheint ein DC-Schlachtlicht der Frequenzmonarchie und eröffnet das Feuer auf das Liga-Schiff. Die LEIF ERIKSON IV muss sich zurückziehen. Sinnafoch und Hartok begeben sich zum Hangar, um die UHLM zu verlassen. Kithara verübt einen Anschlag auf Sinnafoch, der aber von dem Okrill vereitelt wird. Als Sinnafoch Kithara töten will greift Hartok zugunsten der Mehandor ein aber der Vatrox setzt seine Fähigkeit als Paraschleicher ein und entgeht dem Angriff des Oxtorners. Anschließend geht Sinnafoch von Bord und nimmt den Okrill mit.
Rezension:
Puh, ich habe mich durch diesen Roman gequält. Guter Anfang, schwaches Ende und ein katastrophal schlechter Mittelteil kennzeichnen diesen Roman. Um es vorwegzunehmen, so wie sich der Weg des Vatrox fortsetzt, so setzt sich auch der Weg der Ungereimtheiten fort.
Dabei fing alles gut an. Der Einstieg war sowohl sprachlich als auch inhaltlich ausgesprochen gut gelungen. Mit nur wenigen Sätzen hat mich Frank Borsch mit der Stimmung und der Mentalität des alten Springer-Patriarchen infiziert. Und dann - WUMM! - Sinnafoch, sein dummtreuer Paladin Steelion Hartok und ein Tier, das nicht als Tier beschrieben wird, erobern einen 3000m-Raumer in 2 Minuten. Hach, Science Fiction kann so herrlich sein, dachte sich wohl Frank Borsch an der Stelle, man muss gar nichts erklären, alles ist möglich und erlaubt. Irrtum, lieber Autor. Ist es nicht. So kann man vielleicht im 21. Jahrhundert Realzeit einen Autodiebstahl erklären aber nicht im 51. Jahrhundert diesen Unsinn.
Was folgte, war der schreckliche Mittelteil der Geschichte, in der sich alle Beteiligten, außer Sinnafoch, dumm, dümmer, am dümmsten anstellten. Von der schönen Charakterzeichnung des alten Springer-Patriarchen blieb nichts übrig. Das Ende war schwach, etwas melancholisch angehaucht aber noch akzeptabel.
Größtes Manko an der Erzählung ist, dass keinerlei Konsequenzen vom Autor aufgezeigt werden. Um die Geschichte noch einigermaßen plausibel rüberzubringen hätte der Autor die Wirkungen seiner Aktionen schildern müssen. Erstens, Bull tritt vor einen Liga-Ausschuss und muss sein Versagen erläutern. Zweitens, er übernimmt die Verantwortung für die mehr als Hundert Toten. Drittens, er wird als Ligaminister entlassen oder tritt freiwillig zurück. Viertens, die Kosten für den Einsatz, ebenso die Kosten der fabrikneuen Space-Jet, die er am Ende verschenkt, werden von seinem Konto abgebucht. Ohne Schilderung von Konsequenzen bleibt es leider eine sinnfreie Erzählung.
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7.2.2010 von Uwe Bätz.
Das Script zum Comic „Die Venusstation“ aus dem Heft „Perry - Unser Mann im ALL Nr. 123“ habe ich mal vor einigen Jahren bei einer Auktion von VPM und der PRFZ erstanden. Betitelt sind die 15 DIN-A4-Seiten mit „COMIC - LAYOUT“. Autor, bzw. Texter ist Dirk Hess, der die Scripts von Heft 47 bis 129 der Comic-Serie „Perry - Unser Mann im ALL“ verfasste. Die Serie erschien zwischen 1969 und 1975 beim Moewig-Verlag, Redaktion Pabel-Verlag und wurde von Quelle-Features produziert. Dirk Hess hat übrigens auch mehrere Romane zur Atlan-Serie beigesteuert.
Das Script umfasst die 12 Seiten für die Atlan-Story „Die Venusstation“, erschienen im Februar 1975. Als Autor und Texter macht Dirk Hess darin Angaben für den oder die Zeichner. Die Tätigkeit des Scriptverfassers ähnelt der Tätigkeit des Exposé-Autors der Romanserie. Nur mit dem Unterschied, dass Dirk Hess die Texte selber schreibt und für den Zeichner Vorgaben zur grafischen Umsetzung macht. Auf dem Titelblatt gibt’s zuerst eine grundsätzliche Aufteilung zu Größe, Anzahl und Anordnung der einzelnen Panels. Auf den Folgeseiten gibt Dirk Hess dann die Texte vor und macht Angaben zu Einstellungsgrößen, Perspektiven und weitere Ausführungen zu den Bildinhalten.
Natürlich finden sich keine grundsätzlichen Angaben z.B. zum Aussehen von Atlan in diesem Script. Die Comics sind damals schon einige Jahre erschienen. Wie die einzelnen Figuren auszusehen haben, war da schon bekannt. Auszugsweise stelle ich mal 2 Seiten aus dem Script dem späteren Original aus dem Comic gegenüber. Layout-Seite 5 vs. Comic-Seite 5:
Layout-Seite 6 vs. Comic-Seite 6:
Das Copyright des Comics liegt bei Quelle-Presse, für das Script bei Dirk Hess.
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6.2.2010 von Uwe Bätz.
Handlung:
Reginald Bull lässt den bei der Schlacht um ITHAFOR in Gefangenschaft geratenen Frequenzfolger Sinnafoch nach Oxtorne bringen. Dort finden sich alljährlich einige tausend Menschen ein, um dem Weg Deshwan Jankoffs zu folgen. Der Sterbeplatz dieses Oxtorners ist das Ziel der Pilgernden, die Frieden für sich suchen und Antworten auf die Fragen des Lebens. Ein Teilnehmer des Pilgerzuges ist auch der besonders geschulte und befähigte oxtornische TLD-Agent Steelion Hartok. Er soll sich im Auftrag Reginald Bulls Zugang zu den Gedanken, dem Wesen und der Mentalität des Vatrox machen. Auf diese Weise will Bully mehr über den Vatrox erfahren. Sinnafoch erwacht in der Nähe des Lagers der Pilger. Obwohl er natürlich eine Falle hinter der Aktion vermutet, schließt er sich, die Warnungen der Induktivzelle ignorierend, dem Pilgerzug an. Geschützt wird er von einem Ambientalanzug. Der Schutzanzug mindert die hohe Gravitation des Planeten und hat darüber hinaus die Aufgabe zu verhindern, dass sich der Frequenzfolger zu weit von den Pilgern entfernt. Auf der gemeinsamen Pilgerreise über die für Normalmenschen mörderische Oberfläche des Extremplaneten, immer überwacht von Reginald Bull von einem Raumschiff der Liga aus, kommen sich der Vatrox und der Oxtorner näher. Die Art und Weise wie Sinnafoch den Spieß umzudrehen scheint, gefällt dem Ligaminister ganz und gar nicht. Er argwöhnt, dass sich Steelion Hartok vom Frequenzfolger hat vereinnahmen lassen. Am Ziel der Pilgerreise angekommen, schafft es Sinnafoch mit ein paar Tricks Panik unter den Pilgern zu erzeugen. In dem folgenden Chaos können Sinnafoch und Hartok untertauchen.
Rezension:
Nach dem Jubiläumsband war es still um Frank Borsch. Nun kehrt er mit einem Doppelband zurück. In Teil 1 „Der Weg des Vatrox“ zeichnet Frank Borsch eine ganz ungewöhnliche Geschichte. Sie hat, zumindest anfangs, relativ wenig Gemeinsames mit den bisherigen Schilderungen über die Vatrox. Wie es sich für einen Doppelband gehört, lässt der Autor den Ausgang der Geschichte natürlich offen. Es bleibt also unklar, ob sich der TLD-Agent tatsächlich auf die Seite Sinnafochs geschlagen hat oder ob dieser Akt nur Teil eines eigenen Plans ist.
Aber zunächst zum Anfang der Geschichte. Hier verspielt der Autor die große Chance, den Leser mit seiner Geschichte zu überraschen. Statt mit dem Erwachen Sinnafochs in der Nähe der Pilger zu beginnen, lässt Frank Borsch die Protagonisten Bully und Ellin einen mehr als holprigen Einstiegs-Dialog führen. Dieser Einstieg diente zwei Zielen. Erstens soll der Leser zurück in die Geschehnisse nach der Schlacht um ITHAFOR geführt werden und zweitens soll dem Leser beigebracht werden, dass die jetzt folgenden Ereignisse einem Plan von Reginald Bull folgen.
An die mit dem ersten Ziel verfolgte (ärgerliche) Praxis der Autoren, nur wenige Wochen zurückliegende Ereignisse für den Leser mittels langweiliger Wiederholungen immer und immer wieder in Erinnerung zu rufen, hat man sich ja schon fast gewöhnt. Die mit Ziel Zwei verfolgte Absicht war im höchsten Maße unnötig. Das war stilistisch einfach nur schlecht. Die Reise Sinnafochs über Oxtorne hat der Autor nämlich wirklich gut geschrieben. Nur schade, dass wir Leser aber nach den ersten Zeilen schon wissen, warum Sinnafoch auf diesen Weg geht.
Der vom Schreibstil her überzeugende Roman endet mit einem Logik-Bug. Der wichtigste Gefangene der Galaxis entkommt, weil Reginald Bull nur mit 1 Leichten Kreuzer nach Oxtorne geflogen ist. Laut Aussage von Bull, äh Borsch, sollten so knappe Ressourcen nicht gebunden werden. Diese Aussage bei der Größe der galaktischen Flotte von mehreren Hunderttausend Schiffen und Angesichts der Wichtigkeit des Gefangenen ist lachhaft. Da kann ich nur hoffen, dass der Autor im zweiten Teil des Doppelbandes eine plausible Lösung für diesen Fauxpas findet.
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