Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Blog für Mai, 2010.
30.5.2010 von Uwe Bätz.
Vatrox-Tod - Handlung:
Die Allianz plant den Angriff auf Hibernation-3 in der Nähe der Gaids-Heimatwelt. Während der gerade erst eroberte Handelsstern von einer großen Flotte abgesichert wird, treffen aus der Milchstraße über die Sonnentransmitterverbindung weitere Flottenkontingente ein. Insgesamt erreichen 30.000 weitere Schiffe Andromeda. 15.000 dieser Schiffe haben die Aufgabe die Schiffe der FM an verschiedenen Orten in Andromeda zu binden und abzulenken. Jeweils 15.000 Schiffe große Verbände des Galaktikums, der Maahks und der Gaids hingegen sollen nach Hibernation-3 vorstoßen. Das Krathvira, das von den Maahks an Bord der JULES VERNE gebracht wurde, soll den Angriff unterstützen. Mit der Hilfe des Gerätes soll den Vatrox bei deren Tod, die Rückkehr ihres Vamu’s zu einer der Hibernationswelten verhindert werden. Der Wissenschaftler Roman Schleifer, angehender Nexialist, wird von Grek 17 auserkoren, um mit den Maahks an dem Gerät gemeinsam zu arbeiten. Es sollen Wege gefunden werden, das Vamu eines Vatrox abzufangen und einzusperren und auch eine Möglichkeit erarbeitet werden, mit Hilfe des Gerätes die Vatrox aufzuspüren. Da die JULES VERNE bei den bevorstehenden Kämpfen nicht an vorderster Front kämpfen wird und die Reichweite des „Seelenfängers“ begrenzt ist, wechseln die Wissenschaftler mit dem Krathvira auf ein Ultraschlachtschiff der JUPITER-Klasse, die MICHAEL FREYT III.
Zur Vorbereitung des Angriffs dringt die JULES VERNE in den Facettennebel ein und dient einer MOTRANS-Plattform und den anderen Schiffen der Flotte als Wegweiser. Über den Situationstransmitter stoßen schließlich die Schiffe der Allianz zu Hibernation-3 vor. Als eines der ersten Schiffe fliegt auch die MICHAEL FREYT III durch den Situationstransmitter. Das Schiff soll so nahe wie möglich an den Standort eines Vatrox gebracht werden, damit die Wissenschaftler den Seelenfänger einstellen können. Insgesamt verteidigen 10.000 Schiffe der FM den Planeten. Der Überraschungseffekt der Allianz-Flotte hält nur wenige Minuten an. Es entbrennt eine fürchterliche Schlacht. Etwas abseits der Schlacht gelingt es schließlich der MICHAEL FREYT III ein Klonschiff der Gaids kampfunfähig zu schießen und zu entern. Man vermutet einen Vatrox an Bord. Mit dem Gerät und unter dem Schutz von Raumlandetruppen gehen Grek 17 und Roman Schleifer an Bord. Nach etlichen Versuchen wird das Krathvira so eingestellt, dass es für das Vamu eines verstorbenen Vatrox einen sehr starken Lockruf abgibt, so dass es schließlich gelingt, ein Vamu einzufangen. Mit den wertvollen Daten gelingt der Rückzug von dem Klonschiff. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich die Vatrox auf den Führungsschiffen der FM lokalisieren. Diese Einheiten werden dann gezielt angegriffen. Die Verteidigung der FM wird durch den Verlust der Vatrox immer schwerfälliger. Kapitulationsforderungen werden von den Vatrox jedoch weiterhin zurückgewiesen. Ihr Glaube an die Wiedergeburt ist unerschütterlich. Die Gaids fordern schließlich von Atlan die Zustimmung zum Angriff auf Hibernation-3 selbst. Sie wollen Genugtun für das Ihnen von der FM zugefügte Leid. Atlan willigt ein. Die Gaids beschießen den Planeten mit Intervallkanonen. Die FM verliert. Auch die Allianz hat schwere Verluste. Am Ende der Schlacht sind 150.000.000 Vamus vom Krathvira geschluckt worden.
Rezension:
Michael Marcus Thurner hat sich auch für diesen Roman einiges einfallen lassen. Die Geschichte mit dem Qi ist zwar nicht so mein Ding aber der Autor hat das recht gut geschrieben. Interessant zu lesen waren für mich insbesondere die „Anderswo“-Einschübe. In diesen Kapiteln hat sich der Autor mitunter schwieriger Themen angenommen. Ein Haluter, der klassischer terranischer Musik frönt und danach sein Schiff steuert, ein Posbi auf der Suche nach dem wahren Leben, ein durch und durch (?) logisch denkender Maahk, der seinen Part ordentlich erfüllt, ein Mehandor auf der Suche nach seiner Lebenslinie. Diese Ergänzungen zur eigentlichen Story konnten mich sogar mehr überzeugen, als die eigentliche Geschichte. Hätte MMT die Einschübe noch ein bisschen differenzierter und noch ein Stück Tiefergehender geschildert, wäre das ein sehr guter Roman geworden. Die eigentliche Haupthandlung bleibt dagegen etwas zurück. Das Sportduell zwischen Atlan und Rhodan hat bei mir nicht so richtig gezündet und leider bleiben auch die Dialoge der beiden Unsterblichen ein ums andere Mal flach. Wie schon mehrfach erwähnt gibt es z.Z. nicht einen Autor im Team, der eine schlüssige Charakterzeichnung der beiden Haupthandlungsträger hinbekommt. Es wäre eine schöne Aufgabe für den Expokraten Uwe Anton, sich dieses Themas doch mal anzunehmen. Mit Alaska Saedelaere hat das ja recht gut funktioniert. Warum nicht mal auch die zentralen Figuren überarbeiten?
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
22.5.2010 von Uwe Bätz.
Gefangene des Handelssterns - Handlung:
Die Allianz hat um den Standort des aktiven Handelssterns eine Flotte von 40000 Raumschiffen der Maahks, Tefroder und Posbis zusammengezogen. Nur die Gaids-Rebellen sind nicht mit von der Partie. Die Gaids bereiten einen Einsatz gegen Hibernation-3 in der Nähe ihrer Heimatwelt vor. Atlan wartet an Bord der JULES VERNE auf ein Lebenszeichen von Perry Rhodan. Der ist mit der MIKRU-JON und einem Kommandounternehmen in die Sonnenkorona des Handelsstern eingedrungen.
Um die als Standard-Shuttle der FM getarnte MIKRU-JON ist nach Einflug in einem Hangar des Handelssterns FATICO ein 5-D-Schirmfeld errichtet worden. Identifikationscodes und Anfragen bleiben unbeantwortet. Rhodan beschließt auszusteigen. Er vermutet ein Psychospiel und will den ersten Zug machen. Der Kommandant des Handelssterns, der Frequenzfolger Vastrear, hat darauf vertrauend, dass die Gefangenen erstmal passiv bleiben, das Feld Satwa überlassen. Satwa beobachtet, wie 33 als Darturka getarnte Gestalten den Obelisk-Raumer verlassen. Sie erkennt 29 Roboter und 4 Lebewesen. Sie lässt Geschützpanzer auf die Gefangenen zuschweben und fordert sie über Funk auf, die Tarnung abzulegen und sich festnehmen zu lassen. Als die Primärschirme abgeschaltet werden versuchen die beiden Teleporter Tschubai/Lloyd mit Rhodan und Gucky mit Pral, den Hangar zu verlassen. Tschubai/Lloyd und Rhodan werden zurückgeschleudert, während Gucky und Pral in den Schirmfeldern hängen bleiben. Satwa lässt Rhodan und das Konzept in Zellen bringen und befiehlt den Okrivar die Roboter zu zerlegen und die MIKRU-JON zu untersuchen, um mehr über die Technologie der Galaktiker zu erfahren. Unterdessen ist es Gucky und Pral gelungen, die tödliche Falle der Schirmfelder zu verlassen. Für Satwa sieht das so aus, als seien beide getötet worden. Sie beginnt mit den Verhören des Konzeptes und Rhodan. Rhodan, der sich Satwa gegenüber als Stanley ausgibt, kann Satwa beim ersten Verhör so weit ablenken, das diese sich vorerst nicht näher mit ihm beschäftigt. Insbesondere kann er sie von seinem Zellaktivator ablenken.
Der Okrivar Irdelph nimmt unterdessen die von Satwa befohlene Aufgabe wahr und zerlegt und studiert mit anderen Okrivar die Roboter, die als Darturka getarnt, an Bord geholt wurden. Als er den siebzehnten stillgelegten Roboter zerlegt, wird er überraschend vom 5. Mitglied des Einsatzkommandos angegriffen. Es ist die Posbi Jawna Togoya, die sich in dem Roboter verborgen hatte. Sie setzt die anwesenden Okrivar außer Gefecht. Sie blufft Irdelph, indem sie vorgibt einen Sprengsatz an seinem Druckanzug befestigt zu haben und zwingt ihn dadurch Ihren Befehlen zu gehorchen. Sie erfährt von Irdelph einiges über die Führungsstruktur an Bord und eignet sich die biometrischen Daten Satwas an. In der Folge tritt die Posbi gegenüber den internen Computern als Satwa auf.
Gucky und Pral sind unterdessen über den Gefechtsfeld einer Übung von Klon-Kriegern materialisiert, wo sie auch sofort von einer Patrouille der Militärpolizei gestellt werden. Da Gucky und Pral weiterhin als Darturka getarnt sind, kommen die beiden lediglich in wenig geschützten Arrest, was Gucky und Pral nur Recht sein kann. Von Ihrem Gefängnis aus gehen sie auf Erkundung.
Jawna Togoya hat unterdessen Nachrichten an die anderen Mitglieder des Unternehmens im Netzwerk FATICOs eingespeist. Da dies unter Satwas Identität geschah, wird auch die Kriegsordonnanz Bhustrin darauf aufmerksam. Er vermutet Verrat durch Satwa und informiert Vastrear. Dieser ruft umgehend Satwa zu sich, die gerade Tschubai/Lloyd verhört und dabei die PSI-Kräfte Ihres Symbionten einsetzt. Die Führungselite des Handelssterns hat mittlerweile erkannt, dass ein biokybernetischer Organismus Zugriff auf die Rechnernetze FATICOs erhalten hat. Auch bekommen sie Kenntnis darüber, dass die beiden angeblich im Hyperreusenfeld getöteten Mutanten dem Feld entkommen sind.
Gucky und Pral befreien unterdessen das Konzept und Rhodan aus ihren Zellen. Von Bord der MIKRU-JON wird der B-Controller geholt. Rhodan kann zwar keinen Vollzugriff auf die Systeme des Handelssterns erlangen, es gelingt ihm aber die Systeme herunterzufahren. FATICO ist schutzlos und Mikru schickt das vereinbarte Funksignal an Atlan. Vastrear erkennt seine Niederlage an. Bis er mit seinem C-Controller die Systeme rebooten kann, ist es zu spät. Die Flotte hat den Handelsstern eingekreist und erste Einheiten sind in FATICO eingedrungen. Vastrear sperrt mit seinem C-Controller alle Systeme, bis auf einen letzten Transportvorgang und verlässt mit seinen Ordonnanzen den Handelsstern, in der festen Absicht zurückzukehren.
Rezension:
Führt man sich nach der Lektüre die Ausgangssituation und das erreichte Ziel unserer Helden nochmals vor das geistige Auge, dann hat Leo Lukas eine ganz und gar unmögliche Geschichte geschrieben. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Roman. Woran liegt das, habe ich mich gefragt? Bin ich plötzlich nicht mehr kritisch genug oder haben gar die wenig überzeugenden Romane der Vorwochen meine Urteilsfähigkeit derart in Mitleidenschaft gezogen, dass ich schon mit den unglaubwürdigsten Erzählungen zufrieden bin?
Nun, zum einen kann mich die Sprache und der Schreibstil von Leo Lukas überzeugen. Zum anderen ist die Geschichte bei näherer Betrachtung nicht gänzlich an den Haaren herbeigezogen. Sie ist durchgehend plausibel und an den wenigen Stellen, wo man als Leser den einen oder anderen Gedanken hegen möchte, der Art, warum hat die FM nicht diese oder jene Technologie eingesetzt oder warum passen die nicht besser auf oder warum überwachen die nicht jeden Raum des Handelssterns mit superhyperhochfrequenten Instrumenten?, lässt der Autor seine Charaktere dennoch schlüssig agieren. Es ist auch keineswegs so, dass die Herrscher FATICOs gänzlich dumm auftreten. Vielmehr „kämpfen“ beide Seiten lange Zeit auf ähnlichem Niveau. Die Reaktionen und Aktionen Satwas und später auch Vastrears sind schlüssig. Der Autor schafft es tatsächlich eine anfangs ganz und gar ausweglose Situation der Gefangenen in einen Erfolg der Galaktiker zu wandeln.
Dazu kommt noch, dass der Autor ein gehöriges Tempo vorlegt und man sich dadurch gar nicht so viele Gedanken macht. Mit schnellen Schnitten wechselt er zwischen den verschiedenen Gruppen hin und her. Und da alle Beteiligten an ihren jeweiligen Handlungsorten stets unter Strom stehen und die Geschichte sich stetig fortentwickelt, kommt auch keine Langeweile auf. Dazu garniert der Österreicher die Geschehnisse wieder einmal mit seinem unverwechselbaren Humor.
Fazit: Leo Lukas hat mich prima unterhalten!
Stilblüte (Seite 27):
„Zu Befehl. - Könntest Du mich bitte etwas weniger würgen?“ (Irdelph zu Jawna Togoya)
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
16.5.2010 von Uwe Bätz.
Flucht nach Talanis - Handlung:
Shanda Sarmotte ist gegen die Beeinflussung durch VATROX-VAMU immun. Dennoch hat sie das Gefühl von dieser fremden Entität durchleuchtet zu werden. VATROX-VAMU, das spürt sie, ist auf der Suche nach Wissen und sammelt alle erreichbaren Informationen. Obwohl noch benommen kümmert sich Shanda um den Siganesen Vorremar Corma und ihren Vorgesetzten Fakan, die beide bewusstlos sind. Sie kann jedoch für die beiden nichts tun. Huslik Valting, den sie in der Lagerhalle vorübergehend außer Gefecht gesetzt hatte, kommt hinzu. Die beiden versuchen Informationen über die Medien zu erhalten, doch keiner der Sender bringt aktuelle Nachrichten. Wie es scheint, sind alle Menschen im Stardust-System bewusstlos. Valting verlässt die Firma vorerst, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Shanda schließt sich notgedrungen an.
An anderer Stelle in Stardust City ist Rence Ebion mit einer Simulation der Whistler-Stardust & Co. zur Optimierung von Robotkampfschiffen beschäftigt. Nebenbei verfolgt er die Berichterstattung in den Medien. Als seine Freundin Peg sich vom Orog-Archipel meldet ist es mit seiner Konzentration in die Arbeit vorbei und er beschließt, zu ihr zu fliegen. Mit einem Gleiter macht er sich auf den Weg. Er kommt allerdings nicht weit. Durch die Beeinflussung durch VATROX-VAMU wird er kurzzeitig ohnmächtig und sein Gleiter wird von der zentralen Kontrolle notgelandet. Alle Versuche, ihn wieder in Gang zu setzen scheitern. In seinem Kopf vernimmt Ebion eine Stimme, die ihn auffordert nach Talanis zu fliehen. Er macht sich vorerst zu Fuß auf den Weg.
Unterdessen hat Huslik Valting über einen Informationsterminal von der zentralen Positronik CREST erfahren, dass es mehrere Immune gibt. Allerdings kann CREST ihren Aufenthaltsort nicht genau bestimmen, da die angelaufenen Hilfsmaßnahmen dies momentan nicht möglich machen. Wie es scheint, sind Personen, die vom Funkenregen betroffen waren und deren Kinder gegen die Beeinflussung der Geistesmacht immun. Valting und Sarmotte beschließen nach Talanis zu fliegen. Valting will dazu unbedingt den Siganesen mitnehmen. Eher aus Trotz beschließt Shanda daraufhin, auch Fakan mitnehmen zu wollen. Die beiden kehren in die Firma zurück. Im Büro angelangt kann Valting die Schaltungen des Transportroboters Cormas überbrücken. Der Roboter nimmt auch Fakan auf und die kleine Gruppe macht sich auf die Suche nach einem Gleiter für die 12000 km Strecke nach Talanis.
Rence Ebion ist noch immer zu Fuß unterwegs. Mittlerweile ist es Nacht geworden. Plötzlich beginnen die Menschen sich wieder zu regen. Alle erscheinen jedoch geistesabwesend und ignorieren anfangs seine Bemühungen, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Stattdessen treffen sich die Beeinflussten in kleinen Gruppen. Dort berühren sie sich gegenseitig und sprechen leise miteinander. Ebion kann nicht verstehen, ob die Sprache Interkosmo oder eine andere Sprache ist. Die Bewegungen der Menschen sind wie die von Marionetten, die an mentalen Fäden hängen. Als er einen weiteren Versuch unternimmt, in Kontakt zu den Menschen zu kommen, umringen ihn diese. Er bekommt es mit der Angst zu tun. Nur mit Gewalt kann er sich befreien. Die Erwachten verfolgen ihn. Als er die Jäger schließlich abgehängt hat, nimmt jemand mentalen Kontakt zu ihm auf und dirigiert ihn an einen bestimmten Ort.
Die Gruppe mit Shanda hat es endlich geschafft einen Gleiter für die Benutzung freizuschalten. Kurz nach dem Start erwacht der Siganese und verlangt, in die Halle der tausend Aufgaben gebracht zu werden. Mit seinem Trageroboter bedroht er Valting und Shanda. Der Siganese gibt an, unter der Kontrolle von VATROX-VAMU zu stehen, der ihn auserwählt habe, weil er angeblich einzigartig sei und weil er bereits auf der Insel Talanis war. Shanda kommt in mentalen Kontakt zu Ebion. Sie bringt Ihn dazu, sich dem Gleiter in den Weg zu stellen. Ebion kann mit seiner PSI-Fähigkeit den Roboter des Siganesen außer Gefecht setzen, indem er den Waffenarm zu Staub zersetzt. Danach ist es ein Leichtes, auch den Siganesen zu überwältigen. Die Gruppe lässt Fakan und Corma zurück und fliegt nach Talanis. Ohne Zwischenfälle wird die Insel erreicht. Dort vermeint Shanda die Stimmen von Menschen zu vernehmen, die so waren wie Rence und sie.
Rezension:
Hubert Haensel setzt mit „Flucht nach Talanis“ die Geschichte von Shanda fort. Der Roman ist, wie auch der Vorgänger, eine Mischung aus Sightseeing-Tour durch Stardust City und Mutantenstory. Anders als im Roman zuvor, werden die Geschehnisse nicht nur aus Sicht einer Person geschildert. Leider aber ist die Sicht auf die Geschehnisse aus der Perspektive Rence Ebion keine echte Alternative, da sie wenig bis gar nichts an Überraschungen bietet. Der Flug mit dem Gleiter über die Stadt mit ihren Wahrzeichen, Prachtstraßen und Stadtvierteln ist mäßig interessant. Hubert Haensel hat das sicherlich mit dem Stadtplan von Rainer Castor auf dem Knien in den Computer geschrieben. Aber nachdem wir 3 mal über den Whistler-Kanal geflogen sind, mehrmals den Stadtteil Estaril streiften, die Avenida Reginald Bull überflogen und 3 mal den Aveda Tower von weitem gesehen haben wurde es mir doch ein bisschen langweilig. Auch als der Autor seinen neuen PSI-Menschen der Bedrohung durch die von VATROX-VAMU gesteuerten Menschen aussetzte kam keine Spannung auf. Das war einfach nur gähnend langweilig. Ebenso wie in Heft 2542 garnierte Hubert Haensel seinen Roman zudem mit einer Flut an trivialen Satzkonstruktionen. Ein ums andere Mal erlosch die Ewigkeit und Finsternis verdrängte alles. Leider nur nicht diesen Roman. Hubert Haensels bisherige Stardust-Romane hatten mir ausnehmend gut gefallen. Diesen Doppelband jedoch kann man abhaken.
Die letzten 4 Romane haben der Stardust-Ebene gar nicht gut getan. Das las sich richtig zäh. Es gab keinen wesentlichen Handlungsfortschritt. Noch sind es 7 Hefte bis zum kleinen Jubiläum und die Luft ist bereits jetzt raus. Gut, dass es nächste Woche nach Andromeda geht.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
9.5.2010 von Uwe Bätz.
Shandas Visionen - Handlung:
Shanda Sarmotte ist die Tochter von Miranda Sarmotte und Jason LeFeu. Die Eltern von Shanda sind beide von einem goldenen Funkenregen berührt worden. Shanda gilt als einfältig und in der geistigen Entwicklung zurückgeblieben. Ihre Eltern sind allerdings uneinig in der Bewertung der geistigen Fähigkeiten Ihrer Tochter. Bei einem gemeinsamen Gleiterausflug der Familie auf Katarakt kommen die Eltern bei einem Unfall ums Leben. Shanda überlebt und lebt 6 Jahre später bei einem Freund ihres Vaters in Stardust City. Sie arbeitet im Zentrallager für Pharmazie. Und sie nimmt die Emotionen von Menschen der näheren Umgebung wahr. Diese Empfindungen sind so intensiv, dass sich Shanda weitestgehend von Menschen fernhält.
Kurz vor dem 6. Jahrestag des Unglücks wird Shanda von den Erinnerungen an diesen schrecklichen Tag überwältigt. Angeschlagen macht sie sich auf den Weg zu Ihrer Arbeitsstelle. Unterwegs nimmt sie mehrmals an den Emotionen und Empfindungen anderer Menschen teil. Die Bewohner des Stardust-Systems sind zudem durch die Abriegelung durch den Sextadim-Schleier und durch die Bedrohung durch Jaranoc und die Kristallschiffe der FM allesamt psychisch belastet. Manche versuchen, diesen Bedrohungen zu entfliehen. Shanda wird auf dem Weg zur Arbeit Opfer einer Entführung, wird aber von Sicherheitskräften befreit.
Schließlich erreicht sie verspätet ihren Arbeitsplatz. Zu Ihren Aufgaben gehört es, insbesondere durch robotische Fehlfunktionen beschädigte oder fehlgeleitete Ware manuell zu bearbeiten. Dazu begibt sie sich unter Missachtung von Sicherheitsvorschriften häufig in den Bereich der robotischen Lagerhaltung. Sie liebt diesen Bereich, denn die Maschinen haben keine Emotionen. Auch an diesem Tag setzt sie die Sicherheitsschaltungen der Lagerroboter außer Kraft und begibt sich in die Reichweite der robotischen Greifarme, denen sie jedoch geschickt ausweichen kann. Diesmal wird sie jedoch von ihrem Vorgesetzten Fakan bei Ihrem verbotenen Tun überrascht. Fakan sind ihre Verstöße bereits länger bekannt. Er droht ihr mit Entlassung. Die Unterhaltung wird gestört und Fakan verschwindet einstweilen.
Einige Zeit später wird sie dann in das Büro von Fakan beordert. Sie vermutet eine Fortsetzung des Gespräches um ihre Sicherheitsverstöße. Im Büro angekommen, wird sie jedoch vom Siganesen Vorremar Corma, dessen Freund Huslik Valting und einem dritten Mann erwartet. Da Corma vermutet, dass Shanda über PSI-Fähigkeiten verfügt, will er sie zu einer Untersuchung mitnehmen. Shanda lehnt dieses Ansinnen ab und Fakan wirft die drei Männer aus dem Büro.
Nachdem sie an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt ist, spürt Shanda die Emotionen von Fakan und erfährt dadurch, dass der Siganese mit seinen Begleitern zurückgekehrt ist und Fakan mit Gewaltanwendung dazu bringt, den Aufenthaltsort von Shanda zu verraten. Shanda flieht in die Lagerhalle und kann dort Valting und den dritten Mann außer Gefecht setzen. In Fakans Büro zurückgekehrt wird sie jedoch vom Siganesen und seinem Trageroboter bedroht. Corma und Fakan werden plötzlich bewusstlos und fremde Gedanken tauchen in ihrem Kopf auf. VATROX-VAMU hat den Schleier um das Stardust-System durchdrungen.
Rezension:
Hubert Haensels Roman ist komplett aus der Sicht einer einzigen Person geschildert. Ich kann mich nicht entsinnen, wann das zuletzt einmal der Fall war. So betrachtet, stellt Huberts Roman eine interessante Abwechslung dar. Der Aufbau seiner Hauptperson erfolgt anfänglich eher verhalten. Eine 17-jährige, die dem ersten Anschein nach entweder nur naiv, verrückt oder doch nur ein debiler pubertierender Teenager ist. Nach dem Zeitsprung von 6 Jahren, nach dem traumatischen Erlebnis des Unfalltodes Ihrer Eltern versucht der Autor einen tiefergehenden Einblick in die Psyche seiner Hauptperson zu geben. Da seine Akteurin andauernd kurz davor steht die Kontrolle zu verlieren, bzw. sie auch in alltäglichen Situationen teilweise auch tatsächlich verliert, fällt es auch dem Leser schwer, diese Psyche zu begreifen und damit umzugehen. Insbesondere fällt es mir schwer zu glauben, dass die Protagonistin überhaupt so weit gekommen ist. Die vom Autor geschilderten Vorfälle auf nur einer einzigen Fahrt zur Arbeit hätten normalerweise ausgereicht, die Hauptperson dauerhaft zu destabilisieren. Das war etwas zu dick aufgetragen.
Der Autor führt einen Menschen mit PSI-Fähigkeiten ein, der die Emotionen seiner Mitmenschen ertragen muss. Das erinnert mich ein bisschen an diese STAR-TREK-Folge mit Tim Elbron, einen ultrastarken Telepathen (Beta-Zuiden), der den Gedanken seiner Mitmenschen ununterbrochen ausgesetzt ist. Man kann wohl nur erahnen, wie es sein muss, wie Shanda ständig die Emotionen anderer Menschen wahrzunehmen und miterleben zu müssen. Das ist ein interessanter Plot aber wie schon erwähnt ist der Autor mir dabei etwas zu wenig feinfühlig vorgegangen.
Die Sprache von Hubert Haensel ist routiniert. Leider schmückt der Autor seinen Roman aber mit trivialsten Beschreibungen und Ausdrücken. Ein ums andere Mal lastet die Düsternis über der Stadt oder Dunkelheit umfing die Akteurin, die Nebelschwaden krochen durch die Stadt. Solche Ausdrücke und ähnliche kommen wirklich zuhauf in diesem Heft vor und haben mir das Lesen ein bisschen verleidet. Die Entführungsszene war, einerseits in ihrem Ablauf aber auch in den Auswirkungen, unrealistisch und überflüssig.
Zur Mitte des Romans, als Shanda an Ihrem Arbeitsplatz in für sie beruhigender Umgebung angelangt ist fährt der Autor seine stereotypischen Ausdrücke etwas zurück, was die Geschichte etwas angenehmer gestaltete. Außerdem gab der Autor seiner Protagonistin etwas mehr an Kontrolle über sich und die eigenen Aktionen.
Fazit: Ein typischer Groschenroman. Hubert Haensel hat das komplette Repertoire billigster Schundliteraturausdrücke in seinem Roman eingebaut. Darunter litt nicht nur die Geschichte und der an sich neue interessante Charakter, darunter litt auch ich.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
1.5.2010 von Uwe Bätz.
Geheimprojekt Stardust - Handlung:
Der Siganese Vorremar Corma, der beim Eindringen in das militärische Sperrgebiet paralysiert wurde, ringt mit dem Tod. Die Dosis, mit der er paralysiert wurde, besaß eine für Normalmenschen gedachte Stärke. Dank der Nanotechnologie der Furtok Interstellar Company überlebt er. Zu seiner Überraschung teilt ihm der Administrator Timber F. Whistler mit, dass diese Firma seit Jahrzehnten an einem geheimen Regierungsprojekt arbeitet. Ziel des Regierungsauftrages sei es, einen systemumspannenden Paratronschirm zu entwickeln und zu errichten. Als die Schiffe der FM eintrafen wurde versucht, den noch nicht getesteten Schirm dennoch einzuschalten, was allerdings scheiterte. Glücklicherweise hatte aber Icho Tolot den Schleierschirm errichten können. Nach seiner Entlassung aus der Medo-Abteilung beschließt Corma zusammen mit seinem Freund Huslik Valting sein zweites Ziel, nämlich die Suche nach Mutanten zu verfolgen. Er vermutet, dass Whistler die Existenz dieser Mutanten geheim hält.
Unterdessen ist eine kleine Flotte der Stardust-Menschheit, begleitet von einigen Schiffen der Elfahder auf dem Rückflug vom Polyport-Hof KREUZRAD zum Stardust-System. Noch 10 Lichtjahre vom System entfernt können die Orter der KATARAKT mit Stuart Lexa und Sean Legrange an Bord, das Stardust-System jedoch nicht mehr orten. Schnell kommt man zu der Erkenntnis, dass ein Sextadim-Schleier das System abschirmt. Auch werden einige Schiffe der Frequenz-Monarchie entdeckt, die in der Nähe des Schleiers Position bezogen haben. Vorsichtig nähert sich die terranisch-elfahdische Flotte den Schlachtlichtern bis auf 3 Lichtjahre. Lexa und Legrange stellen Mutmaßungen an, was passiert sein könnte. Hat die FM die Heimat okkupiert und stellen die Schlachtlichter Grenzposten dar oder kamen die FM-Schiffe zu spät und können selbst nicht nach Stardust vordringen?
Während die Terraner weiter beobachten, nähern sich weitere unbekannte kegelförmige Schiffe dem Schleier. Schlachtlichter und Kegelschiffe belauern einander. Als weitere Schiffe der FM auftauchen, ist das gegenseitige taxieren vorbei. Es entbrennt eine kurze heftige Schlacht zwischen den FM-Schiffen und den Kegelschiffen. Die Terraner orten kurz hintereinander das erscheinen zweier sehr mächtiger UHF-Potentiale. Die Wirkung dieser Potentiale ist so groß, dass Besatzungsmitglieder unter starken Kopfschmerzen leiden oder gar bewusstlos werden. Auch Lexa ist davon betroffen. Sein Bewusstsein reagiert sehr stark auf die UHF-Strahlung. Ihm werden dadurch telepathische Informationen der beiden UHF-Präsenzen mitgeteilt. Bei der ersten Präsenz handelt es sich um VATROX-DAAG. Die zweite, ungleich mächtigere Präsenz ist VATROX-VAMU. Die Schlachtlichter, die den Schlagabtausch gegen die Kegelschiffe siegreich gestalten konnten ergreifen nun, genau wie VATROX-DAAG die Flucht. Lexa erfährt auch, dass die Kegelschiffe den Jaranoc gehören und das VATROX-VAMU auf die Perforierung des Schleiers durch den Hyperdim-Perforator wartet. Dieses Ereignis tritt kurz darauf ein und VATROX-VAMU durchdringt den Schleier.
Rezension:
Obwohl „Geheimprojekt Stardust“ der 2.Teil eines Doppelbands ist, setzt Christian Montillon nicht alle Handlungsstränge aus Heft 2540 fort. Man erfährt also nichts Neues von Icho Tolot und seinem Vasallen. Das angebliche Geheimprojekt entpuppt sich als Luft(Lach)nummer, es sei denn, da kommt noch was nach. In den Zeiten der erhöhten Hyperimpedanz haben die Terraner ja schon Schwierigkeiten einen Paratronschirm um ihre Schiffe aufzubauen und zu halten. Und nun will uns der Autor weismachen, die Stardust-Terraner haben ein Geheimprojekt, um einen Systemumspannenden Schirm zu erzeugen. SF ist ja schön, es wäre dennoch angebracht, Technik in Zeiten der HI auch plausibel zu erklären oder einzusetzen.
Ansonsten wechseln sich in dem Roman die Nahtoderfahrungen eines Siganesen mit den Visionen eines Stuart Lexa, gefolgt von den Träumen eines Siganesen, wiederum gefolgt von den aus Träumen gerissenen Huslik Valting ab. Das Ganze wird unterlegt von der Paranoia eines Siganesen und garniert von einigen gnädigen und ungnädigen Ohnmachtsanfällen der zuvor genannten Personen und einiger anderer Handlungsträger. Manchmal versanken sie einfach aber nur in einen bleiernen Schlaf.
Im Roman von Christian Montillon wimmelt es geradezu von Ohnmachtsanfällen, Träumen, Visionen und ähnlichen Ereignissen. Ich hoffe, das ist nicht ansteckend, obwohl ich mir beim Lesen auch das eine oder andere Mal gewünscht habe, dass mich eine gnädige Ohnmacht vor der weiteren Lektüre rettet. Stattdessen habe ich mich bis zum Ende gequält, nur um dort dann zu erfahren, dass der nächste Roman den Titel „Shandas Visionen“ trägt. AARRGGG!
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »