Archive für Mai 2011

Ansichten zu PR 2597

Hyperkälte – von Christian Montillon – Handlung:
Betty Toufry und Eritrea Kush suchen nach einer Passage in das Sol-System. Dazu müssen sie mit ihren Silberkugeln in den Nebeldom von Wanderer vordringen. Durch die Verbindung zu ES ist die Altmutantin verstärkt vom Zustand der SI betroffen und teilweise nicht mehr handlungsfähig. Eritrea Kush koppelt die beiden Oldtimer-Fahrzeuge aneinander und übernimmt die Steuerung beider Schiffe. An der Stelle, wo Wanderer in der Hülle von TALIN ANTHURESTA seinen Platz hat, klafft ein riesiges Loch. ES frisst sich durch die Hülle, nimmt die modifizierte Psi-Materie auf und zerstört damit die gesamte Sphäre. Die gekoppelten Schiffe nähern sich der Scheibenwelt, deren Temperatur immer näher an den absoluten Nullpunkt fällt.
An anderen Brennpunkten im Polyport-Netz finden nach wie vor Kämpfe zwischen den Galaktikern und den Truppen der Frequenzmonarchie statt. Weitere Höfe werden erobert. Lediglich zu den Polyport-Galaxien Zagadan und Alkagar kann keine Verbindung geschaltet werden. Die Visionen, die der Schattenmaahk Pral von Gleam in Andromeda bei seiner mentalen Kopplung mit ES erhalten hat, werden über Polyport-Funk bestätigt. Die Galaktiker, die auf Gleam stationiert waren, mussten sich zurückziehen. Ein mentaler Druck löste eine Art Fluchtinstinkt aus. Die Eigenrotation des Planeten erhöht sich mit zunehmendem Maß. Gleam wird immer mehr zu einer Scheibe.
Die beiden Silberkugeln nähern sich unterdessen Wanderer, als es zu einem eigenartigen Phänomen kommt. Wanderer verschwindet für einige Sekunden und macht Platz für einen anderen Planeten, der seine Stelle einnimmt. Dann kehrt Wanderer zurück. Der Vorgang wiederholt sich. Toufry und Kush beobachten, dass der Kontinent Talanis jedoch auf beiden Welten existiert. Von Akika Urismaki kommt die Botschaft, dass es sich bei der fremden Welt um Markanu aus dem Andury-Aphanur-System handelt, zuletzt die Heimat der Halbspur-Changeure. ES greift über das Polyport-Netz auf den Psi-Korpus der SI APHANUR zu und reißt dabei die Welt Markanu in einem bizarren Prozess mit.
Im Solsystem beobachten Reginald Bull und Gucky an Bord der JULES VERNE eine weitere dramatische Entwicklung. Die Nebelkuppel über dem Inselkontinent Talanis ist verschwunden und ein gigantischer Zapfstrahl reicht von dort über 150 Millionen Kilometer bis zur Sonne. ES greift auf dem Psi-Korpus ARCHETIMS zu und sogar direkt auf die Sonnenenergie. Gleichzeitig erhöht das Feuerauge seine Geschwindigkeit und rast auf die Sonne zu. Durch hyperenergetische Schockwellen kommt es zu massiven Störungen und zahlreiche Schiffe explodieren oder werden beschädigt.
In TALIN ANTHURESTA werden die beiden Silberkugeln durch den ständigen Wechsel Wanderers mit Markanu darin gehindert, in den Nebeldom zu fliegen. Zwei Netzweber tauchen auf. Radyl bedeutet Betty Toufry, ihm zu folgen. Er versetzt die Silberkugel in das Stardust-System. Dort kommt es zu einem erneuten mentalen Kontakt zwischen Radyl und Toufry. Sie nimmt Kontakt zu den Elfahdern auf. Die 125 Perlkugelraumer und 150 Schiffe der Stardust-Terraner werden zusammen mit der Silberkugel der Altmutantin vom Netzweber nach TALIN ANTHURESTA transportiert. Während des Transports ist Betty Toufry über Radyl mit Oberprotektor Bellyr verbunden. Sie sieht einen Elfahder-Ahnen in seiner körperlichen Gestalt. Die Wesen, die sich Andury nennen, sind die Vorfahren der Halbspur-Changeure.
In TALIN ANTURESTA gelingt es schließlich den beiden Silberkugeln über Wanderer in das Solsystem zu reisen. Toufry öffnet vorher ihre mentale Abschirmung, um mehr über den Zustand von ES zu verstehen. Und sie erfährt, was sie in Erfahrung bringen wollte. (Anm. des Verfassers: An der Stelle gibt es keine Aufklärung für den Leser, der Autor schreibt derart wirr, dass ich mir Sorgen um dessen geistigen Zustand gemacht habe.)
Im Solsystem angekommen, beobachten sie die Detonation des Feuerauges. Toufry informiert den Parablock. Gemeinsam reißen sie stabile Psi-Materie aus dem Korpus ARCHETIMS und schleudern sie auf die Schohaaken, die als Katalysator dienen. Das Feuerauge verschwindet, zurück bleibt eine Ballung aus Psi-Materie. Der bislang vom Parablock unterdrückte Zündimpuls greift nun endgültig. Die Psi-Materie entmaterialisiert, mit ihr die Schohaaken und taucht in der Sonne wieder auf. ARCHETIMS Leiche saugt die Psi-Materie und die Schohaaken auf. Die Bedrohung ist vorbei. Die beiden Silberkugeln fliegen über Talanis wieder nach Wanderer. Bull und Gucky wissen nicht, wie die Psi-Materie neutralisiert wurde, ob durch ARCHETIM neutralisiert oder von ES per Zapfstrahl abgezogen. 350 Millionen Neu-Globisten sind verschwunden. Dazu viele Funkenleute, die ES-Mutanten, die Schohaaken. Bull gibt Marschbefehl für große Teile der Flotte nach TALIN ANTHURESTA.

Rezension:
Zweiter Teil des Doppelbands von Christian Montillon. Der Autor hat diesen Band etwas anders als Teil 1 strukturiert. Beinahe alle Kapitel werden aus der mehr oder weniger persönlichen/subjektiven Sicht verschiedener Figuren erzählt. Das ist mutig, bedeutet es ja, dass der Autor sich auch mit sehr vielen unterschiedlichen Charakteren auseinandersetzen muss. Einige dieser Perspektiven wussten durchaus zu gefallen, insbesondere dann, wenn sie selbstkritisch gerieten oder kritische Beurteilungen der Lage aufwiesen. Andere wiederum dienten dem Autor lediglich als Streckung für eine ansonsten ereignisarme Story. Um jedoch eine nachhaltige Wirkung mit diesem Stilelement zu erzielen, hätte der Autor seine „Ich bin … - Einschübe“ limitieren müssen. Es waren einfach zu viele und alleine durch die Anzahl wirkten sie wieder trivial.
Der dramaturgische Aufbau war enttäuschend. Nachdem im Zyklusaufbau schon sehr ungeschickt mit den verschiedenen Bedrohungsszenarien umgegangen wurde und uns erst das Heft der Vorwoche die Bedrohung des Solsystems durch eine dort angesiedelte Handlung wieder ins Blickfeld gerückt hat (Bedrohung Solsystem seit 1 Jahr Realzeit in Heft 2549 !), schwenkt der Autor Christian Montillon in einigen Kapiteln nun wieder auf irgendwelche Eroberungszüge irgendwelcher Galaktiker in irgendwelchen Polyporthöfen in irgendwelchen Galaxien um. Wahnsinnig spannend!
Gerade in diesen Kapiteln hat der Autor zudem versucht, durch eine übertrieben harte Wortwahl in der Darstellung von Kampfszenen von einer erschreckend schwachen Geschichte abzulenken. Störend im dramaturgischen Aufbau wirkten zudem die Lexikon-Einschübe. Kaum passiert mal etwas, schon werden die offenbar unvermeidlichen Begriffserläuterungen beigefügt. Das unterbricht das Geschehen unnötig.
Das Ganze wird mit reichlich oberflächlichen Darstellungen garniert. Der Autor beschreibt den Zustand von ES mit dem Begriff Hyperkälte, der uns seit ca. 70 Heften begleitet. Und damit das nicht zu langweilig wird, versucht sich der Autor an unzähligen Synonymen für Kälte, Tod und Verderben. Letztlich sind es jedoch diese unsagbar oft durchgekauten Beschreibungen, die mich entsetzlich ermüdeten. Es ist fad und öde, immer und immer wieder das Gleiche zu lesen.
Für einen kurzen Moment hatte ich die Hoffnung, dass Montillon die von mir so lang vermisste tiefergehende Charakterisierung der Altmutanten sich für diesen Roman aufgespart hat, denn er begann mit verschiedenen Blickwinkeln, jeweils aus der Sicht eines ehemaligen Mitglieds des Mutantenkorps. Leider gerieten auch diese Darstellungen meist zu oberflächlich. Ein Tama Yokida macht sich ein paar Gedanken über seine Herkunft und über ein einfaches bürgerliches Leben ohne Parafähigkeiten. Von Andre Noir erfahren wir, dass er französische Eltern hat und einen dicken Bauch. Dazu ein oder zwei Gedanken zu ES. Von Ralf Marten ist ähnliches zu lesen. Keine Einbindung in die aktuelle Handlung, kein Hinweis darauf, was die Altmutanten im Forschungszentrum der Vatrox zu erledigen haben. Es bleibt bei den paar Fragmenten, die uns der Autor an den Kopf wirft.
In dieser Phase eines Zyklus werden Antworten verlangt, sollen Geheimnisse gelöst werden, sollen Puzzleteile zusammengefügt werden, soll ein Flickenteppich als großes Ganzes erkannt werden, sollen Handlungsstränge zusammengeführt werden, sollen …
Der Autor versucht sich daran und scheitert kläglich. Seine Spots auf die verschiedenen Personen an den Brennpunkten der Geschehnisse führen nichts zusammen, sind meist Beobachtungen von Ereignissen und keine Handlungen, selbst wenn vordergründig Kampfhandlungen präsentiert werden, läuft zumeist nichts ab, was Zyklusrelevant wäre. Eine x-te Kampfszene mit irgendeinem Darturka irgendwo und irgendwann. Gähn!
Die „Lösung“, nämlich das Abwenden der Bedrohung des Sol-Systems durch das Feuerauge ist dann das einzig nennenswerte in dieser Geschichte. Und seien wir mal ehrlich. Das war so wirr geschrieben, dass kein Leser und auch nicht der Autor später sagen kann, wie denn eigentlich die Rettung gelang!

Perry 139 – Tod in der Sonne!

Kaum sind 14 Monate vergangen, schon liegt eine neue Ausgabe der Perry Rhodan Comics auf meinem Tisch!

Titelstory – Tod in der Sonne!:
Die Alligatorfarm bringt lt. eigener Aussage mit den Perry Rhodan Comics 68 hochwertig bedruckte Farbseiten zum Kampfpreis von 4,95 EUR. Doch auf den ersten 32 Seiten die Überraschung! Die Titelstory des Comics ist gar keine Bildergeschichte. Die Erklärung folgt im Anschluss und ist einfach aber auch verwirrend. Der einzige deutsche Zeichner von Comics ist nach Frankreich ausgewandert. Somit steht es Frankreich – Deutschland 1:0.
Kein Zeichner, kein Comic! Einen Comic herauszugeben, wenn man keinen Zeichner hat, ist mutig! Ich kenne die Comicszene in Deutschland nicht. Aber wirklich keinen adäquaten Ersatz für den bisherigen Zeichner zu bekommen erstaunt mich doch sehr. Wie groß ist denn eigentlich die Comiczeichnerszene? Ich hoffe doch sehr, dass die Nr. 139 ein Einzelfall war, wie auf Seite 36 versprochen und der nächste Comic wieder ein Comic wird.
Comics sind für mich für den schnellen Konsum für zwischendurch gedacht. Rein in das Geschehen, die Zeichnungen überfliegen, die Sprechblasen anlesen und wieder raus. In die Story von Christian Hillmann und Kai Hirdt, die mit einigen Zeichnungen von Maikel Das illustriert wurde, einzusteigen fiel mir dementsprechend schwer. Die (einzige) Sprechblase umfasste also 32 Seiten, da war ich doch recht schnell wieder raus. Ich hoffe auf den nächsten Zyklus.

Perry Rhodan - Unterwegs mit der Sternenstaub:
Ein Comic mit Perry Rhodan und doch auch wieder nicht. Die bekannten Seriennamen und Begriffe werden in dieser Story auf andere Charaktere und Inhalte übertragen. Perry Rhodan ist Neffe eines Wissenschaftlers, der entführt wurde. Perry Rhodan macht sich auf die Suche nach seinem Onkel. In der Folge werden weitere reale Charaktere mit Motiven der PR-Serie und anderen SF-Elementen, z.B. Star Wars gemischt. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten diese Umsetzung „frei nach Motiven der Serie“. Die Zeichnungen gefielen mir recht gut.

Gestrandet:
Die einzige Story im Heft, in der Autor Andreas Völlinger und Zeichner Frank Freund den Stil der poppigen Bildergeschichten aus den Heften der 70er Jahre fortführen, soll heißen Männer tragen geschlossene Raumanzüge und Frauen ein luftiges Nichts. Ganz hübsch!

Planet der Regenschirme:
Dieser Comic versprüht den Charme bunter Bubblegum-Bilderchen. Familie Robinson trifft auf ein Abziehbild von Piet Rawland. Und John Lennon ist Gott. Absonderliche Geschichte von Olaf Brill. Die quietschbunten Illustrationen sind von Marian Kretschmer. Ach ja, Perry ist hier der Hund. Ich warte noch auf eine Eingebung, was ich davon halten soll.

Gucky – Unser Biber im Hort:
Eine ausgezeichnete Charakterstudie des Mausbibers und eine der besten Darstellungen dieser Figur, die ich kenne. Respekt. Ein Kleinod unter den Comics!

Ansichten zu PR 2596

Requiem für das Solsystem – von Christian Montillon – Handlung:
Die Alt-Mutanten und die Funkenleute sind nach wie vor dabei ihre parapsychischen Kraftströme zu kanalisieren und zur Superintelligenz ES zu schicken. Um sie zu unterstützen, hat sich auch Gucky für einige Zeit dem Parablock angeschlossen.
Atlan benötigt den Mausbiber jedoch dringend und ruft ihn zu sich. An Bord der ATLANTIS informiert ihn der Arkonide über die Ankunft zweier Schiffe der Stardust-Flotte, der KATARAKT mit Stuart Lexa an Bord und der ACHILLES. Die beiden Schiffe haben mit Zusatzaggregaten ausgestattet, den Nebeldom durchqueren können und Talanis erreicht. Stuart Lexa informiert die Unsterblichen über den Stand der Operationen im Stardust-System und die Lage in Anthuresta. Gucky geht an Bord der ACHILLES und reist ins Solsystem.
Dort ist die Lage prekär. Das Feuerauge nähert sich nach wie vor der Sonne. Seit dem Eindringen der Psi-Materie in das System ist der Kristallschirm undurchdringlich geworden. Am Morgen des 9. Mai eskaliert die Situation erneut. Es kommt zu massiven Energieausbrüchen. Das Feuerauge scheint nach Meinung der Wissenschaftlerin Lana Sonejy aktiviert worden zu sein. Das Feuerauge beginnt sich aufzublähen. Von ursprünglich 1000 km Durchmesser wächst es auf 4000 km. Auch die überall im System versammelten Globisten bekommen die Auswirkungen zu spüren. Ehe das Feuerauge das erste Mal in den Kristallschirm einschlug haben sich auch die 2535 Schohaaken zusammengefunden, einen Kreis gebildet und in Trance versetzt. Nun beobachten Bull und Sonejy, dass die Schohaaken plötzlich verschwunden sind. In unmittelbarer Nähe zum Feuerauge tauchen sie im freien Weltraum wieder auf. Sie scheinen in Kontakt zum Korpus der SI ARCHETIM zu sein und von dort Energie zu zapfen. Die Schohaaken versuchen den schädlichen Einfluss des Feuerauges zu neutralisieren und tatsächlich schrumpft das Gebilde auf die ursprüngliche Größe von 1000 km. Unterstützt von der Wissenschaftlerin Lana Sonejy erörtert Reginald Bull mit der inzwischen eingetroffenen Ersten Terranerin Henrike Ybarri die Lage.
Vom Chefwissenschaftler der JULES VERNE-1, dem Siganesen Uturan Kook, kommt der Vorschlag mit modifizierten Salkrit-Resonatoren gegen das Feuerauge vorzugehen. Dazu benötigt der Wissenschaftler das Element CV-Embinium, eine dem PW-Metall ähnliche Substanz, mit der die Salkrit-Resonatoren angereichert werden. CV-Embinium ist im Solsystem sehr selten. Ybarri und Bull unterstützen den Vorschlag des Wissenschaftlers. Dann stößt auch Gucky dazu und unterrichtet die Verantwortlichen über den Stand der Dinge in Anthuresta. Bully ist bestürzt über die Verluste unter den ehemaligen Weggefährten.
Während Gucky nach einem Abstecher zu den Globisten wieder nach Talanis zurückkehrt, bricht die JULES VERNE-1 mit Reginald Bull an Bord auf, um das Vorhaben Uturan Kooks umzusetzen. Eine unbemannte Korvette wurde mit den modifizierten Salkrit-Resonatoren ausgerüstet und verlässt in Fernsteuerung die VERNE mit Kurs auf das Feuerauge. Die Korvette explodiert. Doch die Meta-Orter der JULES VERNE können aufzeigen, dass die Resonatoren, bevor sie zerstört wurden, Wirkung erzielt haben. Sie haben mit den Schohaaken interagiert und einen winzigen Teil der Psi-Materie des Feuerauges neutralisiert. Uturan Kook kommt zu dem Schluss, mit mehr Resonatoren und mehr CV-Embinium, einen größeren Erfolg zu erzielen.
Atlan und Gucky wagen unterdessen einen ganzen anderen Vorstoß. Sie wollen via Wanderer und dem dortigen Transferdeck nach TZA’HANATH vordringen. Dort erhoffen sie sich ein Steuergerät für Feueraugen zu erbeuten, um das Solsystem zu retten. Begleitet werden die beiden Aktivatorträger von einem Konzept aus Altmutanten. Kitai Ishibashi, Tako Kakuta, Ralf Marten, André Noir, Son Okura, Wuriu Sengu und Tama Yokida verschmelzen miteinander und koppeln sich an den Arkoniden und an den Mausbiber. Auf dem Transferdeck von Wanderer gelingt ihnen eine Passage ins Forschungszentrum der Vatrox. Sie kommen auf einem der 8 Handelssterne heraus. Um TZA’HANATH wird nach wie vor gekämpft. Deshalb bleiben die Eindringlinge lange Zeit unentdeckt. Von Sichu Dorksteiger haben sie Informationen zu den Labors bekommen und machen sich auf dem Weg dorthin. Dann greift auch VATROX-VAMU ein. Der Block der Altmutanten schützt die beiden Aktivatorträger. Son Okura stirbt. Mit einigen Schwierigkeiten gelingt es dem Team, einige Steuergeräte zu erbeuten und nach Talanis zurückzukehren. Die Altmutanten bleiben auf eigenen Wunsch in TZA’HANATH zurück, um noch etwas zu erledigen, wie sie es ausdrücken.
Gucky begibt sich so schnell wie möglich ins Solsystem. Er hat die 4 erbeuteten Steuergeräte dabei. Als Gucky mit Hilfe des ersten Steuergeräts einen Entschärfungsbefehl an das Feuerauge gibt, passiert nichts. Auch die anderen Geräte versagen. Von Terra kommt eine bestürzende Nachricht. Alle Globisten sind verschwunden. Gucky liefert die Erklärung. Er hatte einen kurzen Kontakt. ES hat 100 Millionen Globisten zwangsweise in sich aufgenommen, um seinen Tod noch einmal hinauszuzögern …

Rezension:
Im Heft der Vorwoche hatte MMT 20 Seiten zur Beschreibung des Status quo benötigt, Christian Montillon setzt in seinem Roman noch eins oben drauf. Es dauert bis Seite 26, bis sich auch Montillon dazu aufraffen kann, eine Situation zu beschreiben, die noch nicht in einem der Vorgängerromane beschrieben wurde (Schohaaken auf Rettungsmission) und erst auf Seite 45 brechen seine Protagonisten nach TZA’HANATH auf, um eine dem Leser noch nicht bekanntes Abenteuer zu erleben.
Bis zur Seite 26 und auch noch in einigen Kapiteln danach strapaziert der Autor meine Geduld mit Nerv tötenden Wiederholungen. Gucky informiert Atlan über die Geschehnisse im Parablock, Atlan informiert Gucky über Stuart Lexas Ankunft. Der hat Aufzeichnungen über seinen Flug gemacht und Gucky und Atlan lassen sich darüber informieren. Dann tritt Lexa persönlich auf und informiert Atlan und Gucky zusammen. Dann kommt Kitai Ishibashi und informiert nochmal über den Parablock. Gucky fliegt los und informiert Bully. Dann fliegt Gucky zurück und informiert Atlan. Hab ich was vergessen?
Dabei hatte der Roman durchaus das eine oder andere Kapitel, das mir gefiel. Da waren die Einschübe mit den Gedanken der Globisten oder von nahestehenden Menschen. Das war recht gut geschrieben. Interessanterweise verwendet der Autor für die Gedanken und Gefühle dieser Menschen mehr Zeit und Papier, als für die alten Weggefährten der Unsterblichen. Lord Zwiebus, Ribald Corello, Balten Wyt und andere werden von Christian Montillon auch beschrieben aber deutlich oberflächlicher. Der Autor reduziert diese alten Seriencharaktere zumeist auf ihr Aussehen, ihre Fähigkeiten, ihre Herkunft. Schön wäre es gewesen, wenn sich Bully oder Gucky vielleicht an das eine oder andere persönliche Erlebnis mit den Verstorbenen erinnert hätten, die eine oder andere Begebenheit, gemeinsam erlebte Stunden, die uns die Figur ein letztes Mal näher gebracht hätte. Davon war leider nichts zu lesen. Schade!
Dass die Ereignisse in TZA’HANATH im Roman dann auch zu kurz kamen und zwar so kurz, dass noch nicht mal beschrieben wurde, wo und unter welchen Umständen die Steuergeräte erbeutet wurden und wie der Rückzug gelang, war angesichts der verschwenderischen Wiederholungen zu Beginn des Romans beinahe schon abzusehen.

Ansichten zu PR 2595

Wanderer am Scheideweg – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
In TALIN ANTHURESTA wird die Lage immer prekärer. Die im Todeskampf befindliche Superintelligenz ES zieht mehr und mehr Psi-Materie aus der Umgebung von Wanderer ab und gefährdet dadurch den Bestand der 20.000 Welten. Die Dispenser kommen kaum noch hinterher, die Löcher in der Hülle von TALIN ANTHURESTA zu stopfen. Immer häufiger werden auch Zugriffe der SI auf Strukturen im inneren des Handelssterns beobachtet. Von Pral und Urismaki beobachtet, verschwinden Teile der alten Maschinenstadt und auch der Friedhof der Anthurianer wird geplündert. Die psi-materiellen Artefakte der Anthurianer werden von ES aufgesogen. Bei diesem Vorgang kommt es zu einer Rückkopplung mit Pral. Der Schattenmaahk nimmt zum Teil Empfindungen der SI wahr und erkennt einen Zusammenhang zwischen den Artefakten und den Netzwebern. Es scheint eine mentale Verbindung zwischen den Anthurianern und Wesen wie Radyl zu geben. Die SI ruft zudem nach ihren Kindern. Den Funkenkindern. Ohne sie kann die SI nicht überleben. Über der Scheibenwelt Wanderer wird ein Nebeldom beobachtet. Außerdem steigt eine rotglühende Kugel von Wanderer auf, von der sich einzelne schwere Tropfen lösen.
Am Standort des PARLOX-ARSENALS tobt nach wie vor der Hypersturm. Doch die Jaranoc beginnen verstärkt mit der Untersuchung des Phänomens und dringen immer tiefer in die Kernzone vor. Piet Rawland arbeitet in der Sektorknospe an der Erstellung eines raumtemporalen Saugtunnels, mit dem die Psi-Materie nach Wanderer transportiert werden soll. Die Strahlung des ARSENALS macht dem ehemaligen Revolverhelden die Arbeit schwer. Außerdem reflektiert sich der Zustand von ES sichtbar im Aussehen von Rawland. Der Pilot der QUEEN OF ST.LOUIS verfällt zusehends.
In der Halle der tausend Aufgaben beobachtet Timber F. Whistler verschiedene Veränderungen an Kartuschen. Die Wissenschaftler und der Großrechner CREST liefern mehrere Interpretationen der Vorgänge. Es scheinen Kartuschen betroffen zu sein, die den ehemaligen Standort des PARALOX-ARSENALS bei TZA’HANATH zeigen. Auch eine Kartusche, die nach Meinung der Experten TALIN ANTHURESTA zeigt, verändert ihr Aussehen. Der Administrator fordert die Experten auf, alle Deutungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit CREST zu diskutieren und auf ihre Wahrscheinlichkeit hin zu untersuchen. Der Administrator gibt seine Beobachtungen an Rhodan weiter.
Im Oldtimer-Observatorium auf Katarakt beobachtet Sean Legrange die Kämpfe um TZA’HANATH. Trotz eigener fürchterlicher Verluste gelingt es den Jaranoc die Einheiten der Frequenz-Monarchie zu schlagen. Der Verteidigungsminister beobachtet allerdings auch, dass sich die Kegelstumpfraumer vorsichtig und abwartend verhalten. Keines der Schiffe versucht auf einen der 8 Handelssterne zu landen. Dann entsteht im Zentrum von TZA’HANATH eine kugelförmige, pechschwarze Aufrisszone mit einem Durchmesser von 100.000 Kilometern. Auch Legrange informiert Rhodan.
Die Jaranoc haben inzwischen das PARALOX-ARSENAL entdeckt und dringen auf breiter Front in das Sturmgebiet vor. Das Versteckspielen hatte ein Ende. Während Piet Rawland noch an den Vorbereitungen für den Abtransport des ARSENALS arbeitet, kommt es zur Abwehrschlacht. Die Silberkugeln sind zwar in der Unterzahl aber technologisch den Jaranoc überlegen. Dann erscheint auch VATROX-VAMU. Das Geistwesen greift jedoch nicht direkt in das Geschehen ein. Vermutlich ist es durch sein Scheitern vor 300.000 Jahren gehemmt und überträgt das Risiko jetzt auf seine Truppen.
Der erste Versuch des Abtransports scheitert. Der künstlich geschaffene Tryortan-Schlund für den raumtemporalen Saugtunnel implodiert vorzeitig. Mindestens 1500 Schiffe der Jaranoc werden dabei vernichtet. Die Jaranoc setzen nun alles auf eine Karte. 9000 Schiffe nähern sich dem ARSENAL. Die Silberkugeln, die sich bislang darauf beschränkten, die Angreifer kampfunfähig zu machen, werden in schwere Gefechte verwickelt. Piet Rawland informiert Rhodan, dass der Abtransport nur in Etappen erfolgen kann. Bei einer Entfernung nach TALIN ANTHURESTA von ca. 30.000 Lichtjahren wären mindestens 30 Sprünge notwendig. Die Jaranoc können aber nicht ewig auf Distanz gehalten werden. Eine Notfallschaltung in der Sektorknospe würde den Transport in nur einem Sprung ermöglichen, ist jedoch unberechenbar. Rhodan geht das Risiko ein. Kurz vor dem Sprung schleusen die Silberkugeln in die QUEEN OF ST.LOUIS ein. Die Versetzung gelingt. Das PARALOX-ARSENAL steht vor dem Wunder von Anthuresta und muss nur noch ins Innere transportieret werden. Rhodan schickt zwei Silberkugeln via TALIN ANTHURESTA und Talanis zur Erde. Eritrea Kush und Betty Toufry treten die Mission an. Als die beiden Silberkugeln abgeflogen sind schlagen MIKRI-JONS Ortungen an. Eine energetische Erscheinung befindet sich im Anflug. Sie emittiert Höchstwerte im UHF-Bereich. VATROX-VAMU greift an.

Rezension:
Wenn ich meine Inhaltsangabe so durchlese, dann suggeriert sie einen interessanten und vielschichtigen Roman. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Michael Marcus Thurners Roman hatte einen eher verhaltenen Beginn. Der Autor hat auf den ersten Seiten alle handlungsrelevanten Orte und Personen in Anthuresta in seiner Geschichte untergebracht und ver(sch)wendet viel Zeit und Papier für die Aufzählung seiner Handlungsträger. Er beginnt in TALIN ATHURESTA und listet alle relevanten Hauptdarsteller auf. Dann kommt die MIKRU-JON dran, gefolgt von einer Personenliste. Dann unterhält sich Rhodan mit den Piloten der Silberkugeln, eingeleitet durch eine Personenliste. Dann wird umgeblendet ins Stardust-System zu Whistler. Es folgt ein unergiebiger Plausch auf Kaffeekränzchenniveau, gähn! Und so geht’s weiter. Die ersten 20 Seiten des Romans brachten nichts Neues und diente dem Autor lediglich zur Beschreibung des Status quo. Der Roman geriet so zu einem Fleckenteppich. Auflockerung brachte lediglich der eine oder andere Fehler des Autoren, so z.B. Getränkeroboter, die selbst den Kaffee trinken oder andere absonderliche Beschreibungen. So färbt eine Wissenschaftlerin in der Stardust-Nadel ihre Nasespitze in Magenta, der angeblich letzte Modeschrei. Es muss wohl Fasching gewesen sein, als Thurner seinen Beitrag zur Serie schrieb.
Solche „Farbtupfer“ gibt es natürlich in den Perry-Rhodan-Romanen zuhauf. Ist die Handlung stimmig und gut geschrieben, gehe ich auf so was normalerweise nicht ein. Dass ich es hier dennoch tue, ist ein sicheres Indiz dafür, dass die Geschichte, zumindest anfangs, einfach nicht mehr hergab.
Ein bisschen Fahrt nahm die Erzählung erst mit den Ereignissen bei TZA’HANATH und in TALIN ANTHURESTA auf. Handlungen blieben zumeist jedoch Mangelware. Im Wesentlichen bestand der Roman aus Beobachtungen der Protagonisten an den verschiedenen Handlungsorten. Und auch diese Beobachtungen waren häufig nur Variationen bereits Bekanntem.
Der Spannungsaufbau war einfallslos. Die Gefährten geraten in klassischer Weise mehr und mehr in Bedrängnis, können sich mit Müh und Not retten und werden am Ende vom Oberbösewicht in Cliffhanger-Manier dann doch noch eingeholt. Das hat man alles schon besser gelesen.
Die Aussage, dass VATROX-VAMU im Kampf gegen VATROX-DAAG geschwächt wurde, ist mir neu. In den vergangenen Romanen war exakt das Gegenteil zu lesen. Diese vom Autoren erfundene „Schwäche“ beeinflusste das Ergebnis des Romans ganz erheblich. Der Autor benötigte ja eine gute Ausrede, warum seine Schützlinge gegen ein Geistwesen anfangs überhaupt bestehen konnten. Ein weiteres Element, das dazu dienen sollte, die Spannung weiter steigen zu lassen, war Piet Rawlands Hinweis, dass ein Transport des PARALOX-ARSENALS nicht in 1 Etappe möglich sein würde. Rhodan, resp. Thurner gab sich erstaunt über die vermeintlich neue und schockierende Nachricht. Dumm nur, dass dies bereits in einem der letzten Hefte gestanden hatte. Die angestrebte Spannungssteigerung geriet dadurch zur Farce.
Verwirrend auch die Vorschau auf das nächste Heft. Da steht: „Die Superintelligenz ES ringt um ihre Zukunft, die aus den Vatrox hervorgegangenen Geisteswesen kämpfen gegeneinander.“
Ah ja. ES ist also aus den Vatrox hervorgegangen? Und kämpft jetzt gegen VATROX-VAMU. Oder kämpfen nur die in ES aufgegangenen Vamu gegen VATROX-VAMU?


Ansichten zu PR 2594

Begegnung der Unsterblichen – von Frank Borsch – Handlung:
Nach dem Sieg von VATROX-VAMU über den letzten Anführer der Vatrox, VATROX-DAAG, scheint das Ende der Frequenz-Monarchie gekommen. Drei Dutzend Schiffe sind Sinnafoch geblieben. Der Frequenzfolger ist ohne Hoffnung. Die Autochthon-Ordonnanz Satwa, deren Symbiont Pü-S’Karbunc durch die Psi-Materie-Explosion für immer verstummt ist, beobachtet Sinnafoch bei dessen verzweifelten Versuchen, Philip zu helfen. Der Okrill hat die mentale und körperliche Einvernahme durch VATROX-DAAG zwar überstanden, gibt aber kaum noch Lebenszeichen von sich. Seine Induktivzelle ist ebenfalls zerstört.
Auf ziemlich rabiate Art kann Satwa Sinnafoch schließlich dazu bringen, ihr zuzuhören. Sie schlägt ihm vor, dass sich alle noch verbliebenen Schiffe der FM in der Nähe der Schneise sammeln sollen. Und sie schlägt ihm vor, Perry Rhodan ein Angebot zu machen. Sinnafoch geht schließlich darauf ein. Nachdem Philip in die Medo-Station gebracht wurde, gibt er Anweisung an alle Schlachtlichter Anthurestas, sich an der Schneise zu sammeln.
In der Schneise selbst toben in dem Raumsektor, in dem das PARALOX-ARSENAL erschienen ist, nach wie vor schwere hyperenergetische Stürme. Die Entladungen schützen zwar das PARALOX-ARSENAL und die Silberkugeln vor einer unmittelbaren Entdeckung durch feindliche Schiffe, könnten aber andererseits die Neugierde fremder Schiffsbesatzungen erst Recht wecken, sich dieses Raumgebiet näher anzusehen. Rhodan erörtert mit den Gefährten die Lage. Die Frequenz-Monarchie, die Jaranoc und VATROX-VAMU stellen eine beständige Bedrohung dar. Das PARALOX-ARSENAL muss so schnell wie möglich nach TALIN ATHURESTA transportiert werden. Für den Transport ist die Sektorknospe bestens geeignet. Mittels dieser Schiffe wurden zu früheren Zeiten sogar die deutlich größeren Handelssterne transportiert. Rhodan lässt die QUEEN OF ST.LOUIS zum Standort der Psi-Materie beordern. Da die Entladungen aber noch andauern, wird der Transport voraussichtlich nur in Etappen erfolgen können.
Die VAT-DREDAR mit Sinnafoch und Satwa erreicht die Schneise. Die hyperenergetischen Stürme verhindern, dass die Vatrox das PARALOX-ARSENAL entdecken. Es sind nur noch ca. 10.000 Schlachtlichter, die sich dort eingefunden haben. Nach und nach treffen noch weitere Schiffe ein. Auch die Jaranoc sind präsent. Ca. 50.000 Schiffe belauern das letzte Aufgebot der Frequenz-Monarchie. Sie greifen allerding noch nicht an, so als wüssten sie, dass sie nur warten müssen, bis alle verbliebenen Schiffe des Gegners dort eingetroffen sind, um sie mit einem Schlag alle zu vernichten. Sinnafoch und Satwa vermuten Rhodan im Zentrum des Hyperorkans. Mit 8 Schlachtlichtern dringt die VAT-DREDAR in den Sturm vor. Sinnafoch lässt per Funk nach Rhodan rufen. Es ist Icho Tolot, der auf die Funksignale antwortet. Der Haluter gibt die Botschaft an Rhodan weiter und auch den Hinweis, dass er noch einen weiteren Funkspruch von VAT-DREDAR erhalten hat. Die beiden Unsterblichen vereinbaren ein Treffen. Mittels mentaler Projektionen treffen sich der Frequenzfolger und der Terraner im freien Raum.
Satwa plant unterdessen ihre Flucht. Von ihr stammt der zweite Funkspruch. Sie will sich den Terranern anschließen. Ihre Eintrittskarte soll der Okrill sein. Sie trifft Vorbereitungen, das Tier an Bord eines Beiboots zu bringen. Auf Befehl Sinnafochs soll Satwa aber ebenfalls an dem Treffen mit Rhodan teilnehmen, doch ihre mentale Projektion wird aus unbekanntem Grund abgeschirmt. Sie kann dem Gespräch aber zuhören. Da Sinnafoch sich und Satwa mit einem Schutzschirm umschlossen hat, während er mit Rhodan verhandelt, kann sie die Gelegenheit zur Flucht nicht ergreifen.
Sinnafoch informiert unterdessen Rhodan über den Sieg von VATROX-VAMU. Das Geistwesen ist durch die Vereinnahme von Psi-Materie und Vamu zu einem sehr mächtigen Geistwesen gewachsen und stellt somit auch eine Bedrohung für ES dar. Vatrox und Terraner sollen sich verbünden, um gegen diesen Gegner zusammenzustehen. Rhodan erbittet sich 1 Stunde Bedenkzeit.
Als Sinnafoch zurückkehrt informiert ihn die Besatzung, dass sie eine unglaublich hohe Konzentration an Psi-Materie entdeckt hat. Sinnafoch mutmaßt, dass die Terraner das PARALOX-ARSENAL entdeckt haben. Satwa bietet sich an mit einem Spezialbeiboot in das Zentrum des Hyperorkans zu fliegen, um letzte Gewissheit zu erlangen. Sinnafoch willigt ein. Satwa hat jedoch nicht vor, das PARALOX-ARSENAL zu suchen. Sie will mit dem Beiboot zu den Terranern fliehen. Sinnafoch kommt ihr auf die Schliche und fesselt sie an sich.
Nach der Stunde Bedenkzeit, die sich Rhodan erbeten hatte und in der er sich mit den Gefährten beraten hat, kommt es zu einem weiteren Treffen der Unsterblichen. Rhodan lehnt den Pakt ab, will aber VATROX-VAMU bekämpfen und den Vatrox zumindest Schutz gewähren. Sinnafoch lässt Rhodan wissen, dass er nun weiß, dass die Terraner das PARALOX-ARSENAL haben. Sinnafoch hat nur einen Wunsch. Die Psi-Materie darf unter keinen Umständen in die Hand von VATROX-VAMU gelangen. Sinnafoch will die Jaranoc ablenken. Er verabschiedet sich von Rhodan und kehrt mit der VAT-DREDAR zur Flotte zurück. Mit einem Rundruf wendet er sich an die mittlerweile 12.000 Schiffe. Er informiert sie über das Ende der Frequenz-Monarchie, dankt den Besatzungen für ihre Treue und gibt ihnen die Freiheit. Alle Schiffe sollen versuchen zu fliehen und sich in Anthuresta zu zerstreuen. Damit will Sinnafoch die Jaranoc auch vom Standort des PARALOX-ARSENAL weglocken.
Die VAT-DREDAR nimmt Kurs auf die Extrem-Welt Yenter. Sinnafoch begibt sich mit Satwa und Philip in einem Beiboot auf den Planeten. Dort lässt der Frequenzfolger auch Satwa ziehen. Sie kehrt zur VAT-DREDAR zurück, während Sinnafoch und Philip auf dem Planeten zurückbleiben. Satwa ist zum ersten Mal in ihrem Leben frei. Auf Yenter schließt sich der Kreis für Philip. Der Okrill ist ohne Induktivzelle wieder das, was er vorher war. Ein Raubtier. Der Okrill sieht Beute. Er tötet Sinnafoch und befreit den Vatrox von der Last des Lebens.

Rezension:
Es ist Frank Borsch gewesen, der die Figur des Sinnafoch in Heft 2500 eingeführt hat. Als Frequenzfolger hat Sinnafoch eine herausragende aber nicht die höchste Position in der Hierarchie der Frequenz-Monarchie innegehabt und trotz seiner zeitweiligen „Beförderung“ auf höhere Posten, in Andromeda aufgrund eigener Intrige und in Anthuresta, weil ein Geistwesen es so wollte, blieb Sinnafoch stets eng mit dem Schicksal aller Vatrox verbunden. Es war daher konsequent von Frank Borsch, dass sich beider Schicksal, das der Frequenz-Monarchie und das von Sinnafoch in einem Roman erfüllte.
Frank Borschs Erzählung beinhaltete auch eine gewisse emotionale Komponente. Zumindest vom Ende der Geschichte fühlte ich mich seltsam berührt und etwas Wehmut kam bei mir auf, als ich den Roman danach zur Seite legte. Zum einen, weil es Frank Borsch gelungen ist eine stimmige Lösung zu schreiben, zum anderen aufgrund meiner früheren Kritiken an dem Autor. Rückblickend hatte ich in diesem Zyklus durchaus ein paar Probleme mit Frank Borsch. Beinahe bereue ich es, wenn ich hin und wieder ein paar heftige Kritikpunkte an seinen Erzählungen gesetzt habe. Soweit ich mich entsinne, waren es aber stets schreibtechnisch auf hohem Niveau stehende Romane und meine Kritiken gingen meist in Richtung der Exposé-Vorgaben.
Auf den letzten Seiten seines Romans setzt Borsch einen stimmigen und emotionalen Schlusspunkt. Sowohl für die FM, als auch für Sinnafoch und auch für Satwa. Führt man Prolog, die letzte Handlungssequenz und Epilog zusammen, dann schließt sich auch für Philip der Kreis. Auch ohne Induktivzelle muss der Okrill instinktiv erkannt haben, dass er nur dann frei sein kann, wenn er Sinnafoch tötet.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt auch bei diesem Roman. Und auch hier bin ich sicher, dass meine Kritik dazu eher dem Exposé anzulasten ist. Auch Frank Borsch muss das Thema Julien Tifflor aufgreifen. Viel ist es nicht, was der Autor zu dieser Angelegenheit beitragen kann. Er lässt Perry Rhodan und Mondra Diamond über den Gefährten philosophieren und kommt zu dem Ergebnis, dass Tifflor immer noch das ist, was er einst war, ein Mensch. Und genau das bezweifle ich stark. Uwe Anton hat es leider versäumt, die Figur aus der Serie zu schreiben. Mit diesem „Menschen“ werden die Autoren zukünftig ihre Probleme haben.