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26.6.2011 von Uwe Bätz.
Galaxis in Aufruhr – von Leo Lukas – Handlung:
Gegen die Übermacht von rund tausend Schiffen können die Beiboote der BASIS und die MIKRU-JON nichts ausrichten. Rhodans Versuche, die Absatzbewegungen der Beiboote zu koordinieren erweisen sich als aussichtslos. Er hat Mühe, die MIKRU-JON, die selbst von den herrschenden Verhältnissen beeinträchtigt ist, durch die Reihen der feindlichen Einheiten zu steuern. Nachdem die Panik-Strahlung, die von den Dosanthi und von ihren Zapfenschiffen verbreitet wird, der Besatzung der BASIS und der MIKRU-JON stark zugesetzt hatte, erweist sich nun, dass in diesem Abschnitt des Universums noch ein zweiter Einfluss präsent ist. Es ist eine Art Hintergrundrauschen, der von der Materiebrücke oder der gesamten Doppelgalaxis ausgeht. Sowohl Mensch als auch Technik ist von der Strahlung betroffen. Auch mit Ramoz geht eine sonderbare Veränderung vor. Das Tier fällt ins Koma und die Gamaschen, die es an den Hinterbeinen trägt, beginnen zu wachsen und den Körper mit einem Geflecht zu überziehen.
Mit Mühe gelingt es Rhodan den Obeliskraumer in den Hyperraum zu steuern. Das Schiff benötigt Zeit, um die Systeme neu zu konfigurieren. Nemo Partijan, der sich mittlerweile von der Panik-Strahlung erholt hat, kann erste Erkenntnisse aus den Ortungsdaten ziehen. Er bezeichnet den zweiten Einfluss als Paraflimmern. Ähnliche Effekte treten bei geringen Strangeness-Differenzen auf. Ob allerdings eine Versetzung in ein Paralleluniversum stattgefunden hat, sei Spekulation. Über die Transporttechnologie der Dosanthi vermutet er einen Ähnlichkeit zur Polyport-Technologie, wobei die Dosanthi keine Gegenstation benötigten. Möglicherweise kam eine Frühform oder eine andere Entwicklungslinie der Polyport-Technologie zum Einsatz.
Rhodan nimmt Kurs auf die nächststehende Sonne vom Sol-Typ, die nach den Notfallregularien der LFT-Flotte als Sammelpunkt für versprengte Einheiten gilt. Während des Fluges zu dem 775 Lichtjahre entfernten Stern, macht die MIKRU-JON einige Zwischenstopps und wertet den regionalen Funkverkehr aus. Die Galaxis erweist sich nicht nur in den physikalischen Gegebenheiten als instabil. Es scheint auch zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen in der Region zu geben. Allerdings gibt es keine Anzeichen für eine Hegemonialmacht oder der Präsenz einer Höheren Wesenheit.
Am Zielpunkt angekommen, ortet Mikru einen BASIS-Tender, die CHISHOLM. Das Schiff treibt antriebslos und schwer beschädigt in Richtung der Sonne. Die Besatzung befindet sich aufgrund einer von der Sonne ausgehenden betäubenden Strahlung im UHF-Bereich im Schlaf. Nur zwei Besatzungsmitglieder, die Ertruserin Sinaid Velderbilt und der Sänger Rynol Cog-Láar können der Strahlung Widerstand leisten. Der Baalol-Priester hält sie mit seiner Parafähigkeit bei Bewusstsein. Die MIKRU-JON koppelt den Tender mittels Traktorstrahlen an sich. Die beiden Schiffe nehmen Kurs auf den zweiten von zwölf Planeten des Systems. Vom Mond des Planeten wird eine sich wiederholende Funksendung empfangen. Darin wird vor einer Gefahr, einer widrigen Strömung gewarnt. Rhodan lässt sich dennoch darauf ein, mit beiden Schiffen auf dem unbewohnten Planeten, der Orontes getauft wird, zu landen. Aufgrund der von der Sonne Morpheus ausgehenden Strahlung und dem Warnhinweis, hofft er, einigermaßen ungestört, die dringend notwendigen Reparaturen an der CHISHOLM vornehmen zu können. Außerdem wartet er auf weitere versprengte Einheiten der BASIS.
Gucky und Nemo statten dem Mond einen Besuch ab. Die Station ist unbewohnt, die verwendete Technologie unter dem Niveau der Terraner. Die ehemaligen Bewohner des Forts könnten wurmartige Wesen gewesen sein, Höhlenbewohner, wie sich aus den Beobachtungen schließen lässt. Aus einem Computer zieht der Hyperphysiker ein paar Daten. Vor etwa 6000 Jahren kam es zu einer systemweiten Katastrophe, die als Weltengeißel umschrieben wird. Seitdem sendet die Roboterbesatzung des Mondforts die Funkwarnung. Partijan fügt der Funkbotschaft einen Rafferimpuls hinzu, damit terranische Einheiten über die Anwesenheit der 2 Schiffe informiert werden. Allerdings haben die Roboter einen weiteren Funkimpuls nach Orontes abgesetzt, der die Ankunft eines Schiffsverbands, vermutlich MIKRU-JON und CHISHOLM, meldet. Vom Planeten kam keine Antwort.
Den beiden Schiffen gelingt nach einigen Schwierigkeiten, verursacht durch hyperphysikalische Strömungen in der Atmosphäre, die Landung in der nördlichen Hemisphäre des Planeten, der sich als Glutwelt mit Temperaturen von über 50 Grad Celsius entpuppt. Beim Überflug konnten zahlreiche verwaiste Ruinenstädte und Raumhäfen mit Schiffswracks beobachtet werden. Unter der Oberfläche kann MIKRU-JON keine Gefahr entdecken. Die Besatzung der CHISHOLM beginnt mit den Reparaturen. Einige Besatzungsmitglieder leiden jedoch verstärkt unter dem Paraflimmern. Nemo Partijan erörtert mit dem Wissenschaftsoffizier des Tenders einige Theorien zu Paralleluniversen. Plötzlich dringen durch die Planetenoberfläche hunderte von Robotern und dringen in die CHISHOLM ein. Die primitiven Maschinen können jedoch rasch bezwungen werden. Eine TLD-Agentin in Ausbildung, Heatha Neroverde, unterstützt dabei den Abwehrkampf. Und auch Gucky kann mit Telekinese brillieren. Unter der Oberfläche Orontes macht sich ein Wesen namens Syb Gedanken, wie es die lästigen Fremden loswerden kann. Syb entsendet die Todringer.
Rezension:
Die eher faktendominierte Erzählweise von Leo Lukas gefiel mir recht gut. Neben einigen Actionsequenzen hat der Autor die Beobachtung, bzw. das Einholen von Informationen und die darauf basierenden Auswertungen und die theoretische Abstraktion in den Vordergrund seiner Geschichte gerückt. Dazu hat er einige Nebenfiguren geschickt genutzt, um diese Theorien zu erläutern. Die Sequenz zwischen Nemo und dem Wissenschaftsoffizier der CHISHOLM sind ein Paradebeispiel. Diesen Aufbau habe ich im vergangenen Zyklus schmerzlich vermisst. Da wurde zwar häufig beobachtet aber keine Theorie aufgestellt, keine Schlussfolgerung gezogen und vor allem keine Handlung abgeleitet.
Die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Phänomene ist ja die Paradedisziplin der Science Fiction. Wenn es den Autoren gelingt, die in diesem Roman angeklungenen Aspekte zu Paralleluniversen zu einem wichtigen Bestandteil der Handlung zu machen und sie logisch weiterzuentwickeln, dann ist der Zyklus auf einem guten Weg.
Der Roman bezog seine Spannung aus der neuen, noch wenig bekannten Umgebung. Der Autor hat dem Aufbau seiner Geschichte von daher relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Der Humor kommt nicht zu kurz in Leos Roman. Viele Dialoge sind geprägt von Foppereien und anderen flachsigen Bemerkungen. Auch der Spott kommt nicht zu kurz. Eine Art Running-Gag ist der ständige Hinweis, dass es wichtigeres (als Ramoz) gibt. Leo Lukas streut zudem den einen oder anderen Hinweis auf dem Ende September stattfindenden Weltcon in Mannheim ein.
Neben den verminderten technischen Möglichkeiten wird einmal mehr mit verminderten Befähigungen der Protagonisten ein Szenario gezeichnet, das den Lesern eine Einschränkung vermitteln soll, warum in diesem und auch in den kommenden Romanen nicht mit Fortschritten zu rechnen ist. Im vorletzten Zyklus waren es die Auswirkungen der Manipulationen TRAITORS, im letzten Zyklus die Auswirkungen der Psi-Materie und in diesem Zyklus wird uns, so ist es zu befürchten, dass Paraflimmern bis zum Ende begleiten.
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22.6.2011 von Uwe Bätz.
Zur 40-Jahr-Feier der Serie im Jahr 2001 hatte VPM seine Tore in Rastatt geöffnet und seinen Besuchern ein besonderes Geschenk gemacht. Jeder erhielt eine Faksimilé-Ausgabe des Exposés vom legendären ersten Heft der Perry Rhodan-Serie.
Die Ausgabe des Exposés Nummer eins von Karl-Herbert Scheer in einer speziell gestalteten Hülle war auf 600 Exemplare limitiert und kam nicht in den regulären Verkauf.
Die Bilder zeigen von links nach rechts die Hülle, das Deckblatt und die erste Seite des Exposés.
Das Exposé hat insgesamt 4 Seiten. Ergänzt wird die Faksimilé-Ausgabe durch eine zweiseitige Dokumentation mit den Inhalten „Wie alles begann …“ und „Die Exposéerstellung“.
Einige Auszüge aus dem Exposé:
Seite 1: „Da die Geschichte der Menschheit nur in der Gegenwart mit all ihren erdgebundenen Problemen beginnen kann, ist es zum Start der neuen Reihe erforderlich, den Ausgangspunkt unter Berücksichtigung der irdischen Gegebenheiten so zu gestalten, dass –vordringlich!– die zur Zeit gültigen Erkenntnisse in Wissenschaft und Technik Anwendung finden“.
Seite 2: „Major Perry Rhodan, im Dienst der klardenkende Vorgesetzte, außerdienstlich Freund und Kamerad, erteilt die Anweisung, in erster Linie für die Funkverbindung mit der Erde zu sorgen“.
Seite 3: „Die Kommandantin des Forschungskreuzers, genannt „THORA“, gehört zur geistig gesund gebliebenen Elite ihrer Rasse. Es ist seit langem Sitte und Brauch geworden, Frauen in wichtige Positionen zu bringen. Sie scheinen der Dekadenz nicht so zu unterliegen wie die Männer. Damit erhält der Roman auch den weiblichen Pol“.
Seite 4: „Die ‚Stardust‘ landet inmitten der Wüste Gobi. Die ‚DRITTE MACHT‘, nämlich Rhodan, ist auf der Erde angekommen. Unbeeinflusst von Ost und West beginnt er zu planen. Das Sprungbrett zum II. Band ist damit aufgestellt“.
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19.6.2011 von Uwe Bätz.
Kein Merchandising-Produkt im eigentlichen Sinne aber dennoch ein schönes Sammlerstück ist dieser Buch-Dummy. Das Bild links zeigt einen Umschlagentwurf für den ersten Band der Kosmos-Chroniken. Dazu wurde ein bestehender Buchblock der PR-Hardcover mit einem speziellen neuen Umschlag beklebt.
Der Dummy wurde vom Verlag zur Veranschaulichung der Projektidee benutzt. Das rechte Bild zeigt den ersten Band der Kosmos-Chroniken, wie es dann in den Handel gekommen ist. Also in klassischer Silberbandaufmachung.
Und noch ein Bild der Buchrücken, links der Dummy.
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18.6.2011 von Uwe Bätz.
Das Thanatos-Programm – von Uwe Anton – Handlung:
Am 05. September 1469 gegen 13:00 Uhr Terrania-Standardzeit hält Perry Rhodan in seiner Eigenschaft als Sonderbeauftragter des Galaktikums für die Polyport-Domäne eine Pressekonferenz in der Solaren Residenz. Er informiert die anwesenden Medienvertreter über das neu gegründete Polyport-Konsortium und dessen Absicht, mit der BASIS die Beziehungen des Galaktikums zu den Fernen Stätten zu verstärken. Zu diesem Zweck hat der Galaktische Rat Homer G. Adams das legendäre Fernraumschiff der Menschheit, das für einige Zeit in der Hand eines privaten Konsortiums als Spielcasino gedient hatte, zurückerworben und seit 1464 umbauen lassen. Die BASIS wird mit Rhodan an Bord am nächsten Tag über den Handelsstern JERGALL, der in der Nähe von Aurora positioniert wurde, die Reise nach Anthuresta antreten.
Soweit mit seinen Ausführungen gekommen, wird Rhodan unterbrochen. Die Holos im Konferenzsaal brechen zusammen und es wird dunkel. Gleichzeitig scheint die Solare Residenz abzustürzen. Nach wenigen Sekunden ist der Spuk vorbei. Sicherheitshalber wird die Solare Residenz evakuiert. Rhodan trifft sich mit Reginald Bull, der jetzt das Amt des Terranischen Residenten innehat. Lt. Bully bezeichnen die Wissenschaftler den Ausfall der Systeme als Gravospaltung. Das Phänomen ist an mehreren Orten im ganzen Sonnensystem verteilt aufgetreten. Dazu gab es Weltraumbeben. Perry hat ein ungutes Gefühl, wird aber von Bully dazu ermuntert, die Reise nach Anthuresta anzutreten. Zuvor werden Rhodan vom TLD-Chef Attilar Leccore mehrere beunruhigende Aufzeichnungen von Todesfällen an Bord der BASIS vorgeführt. Eine junge Frau wird bei Arbeiten von einer violetten Energieblase eingeschlossen und stirbt. „Ich brauche Perry Rhodan, sonst sterben wir alle“ ist das letzte, was sie von sich geben kann. Ein ähnliches Schicksal mit gleichen Worten erleidet ein Jülziish. Ein Epsaler ruft, Perry Rhodans Sohn sei hier, er müsse Rhodan sprechen. Dann kommt auch er unter mysteriösen Umständen ums Leben.
Roi Danton war vor fast einhundert Jahren mit der SOL auf große Fahrt gegangen und Kantiran war sogar noch länger als Danton fort. Rhodan kann sich keinen Reim machen. Parallel zu den Todesfällen sind Energieausbrüche und geringfügige Abweichungen der Strangeness gemessen worden.
An Bord der BASIS im Halo-System kommt es zu einem weiteren Zwischenfall als Mondra Diamond und der Kommandant der BASIS, Erik Theonta, das Schiff inspizieren. Ein Roboter wird von einer violetten Energieaureole eingehüllt und dreht durch. Mondra kann die Maschine zerstören. Neben den Trümmern entdeckt sie Reste von Kristallen, ähnlich blauen Mivelum, eine Hyperkristallart. Rhodan begibt sich via Transmitter zum Polyport-Hof GALILEO bei Saturn. Dort wartet bereits die MIKRU-JON auf ihn. Mit dem Schiff hatten er und Mondra mehrere Jahre die Polyport-Galaxien bereist. Als das Schiff sich teilt und die Reise nach JERGALL antritt kommt es erneut zu Weltraumbeben. Für kurze Zeit wird sogar der Polyport-Transfer dadurch verhindert. Dann endlich kann Rhodan, der von Gucky begleitet wird, die Reise antreten. Im Halo-System angekommen fliegt Rhodan zur BASIS. Dort wird unterdessen die Leiche des Epsalers obduziert. Plötzlich wird einer der Mediker von einer Aureole eingeschlossen und stirbt. Auch hier bleiben Reste von Hyperkristallen zurück. Der Hyperphysiker Nemo Partijan aus dem Stardust-System hat den Vorfall mit seinen Messgeräten aufgezeichnet.
Als Rhodan an Bord kommt, stellt ihm Partijan seine ersten Hypothesen vor. Danach versucht ein fremdes Universum in das Standarduniversum einzudringen oder es kommt eine Transporttechnologie zum Einsatz, die Bestandteile eines fremden Universums bei ihrem Einsatz mitreißen und hier zurücklassen. Der Hyperphysiker verweist auf die unbekannten Hyperkristalle, die bei den Leichen gefunden wurden. Bevor das Thema weiter erörtert werden kann, wird Rhodan von Erik Theonta gerufen.
Gucky bringt Perry, Mondra und Nemo in die Zentrale der BASIS. Dort laufen gerade Nachrichtensendungen. Auf allen Kanälen wird vom Verschwinden des Sol-Systems berichtet. Jeder Kontakt nach Terra ist abgerissen. Nach einiger Zeit werden erste Bilder des Ereignisses übertragen. Eine violett pulsierende Energieblase von fast einem Lichtjahr Durchmesser hüllte das System ein und implodierte dann mit mehrfacher Überlichtgeschwindigkeit. Rhodan und seine Begleiter haben keine Zeit, die bestürzenden Informationen zu verarbeiten denn in der Zentrale der BASIS bildet sich plötzlich eine Energieaureole. Anders als zuvor wird jedoch keine Person eingeschlossen. Statt dessen erscheint ein Humanoide, ca. zwei Meter groß, mit pechschwarzer glatter Haut, in einer grünblauen Montur. Der Fremde spricht Interkosmo und beschwichtigt die Anwesenden. Er habe keine bösen Absichten. Er stellt sich als Ennerhahl vor.
Der Fremde scheint Perry Rhodan zumindest dem Namen nach zu kennen. Ennerhahl erklärt, dass er die Werft des Feindes infiltriert habe. Es sei ihm gelungen die Zielprogrammierung zu ändern. Die Dosanthi wollen die BASIS in die Galaxis Chanda entführen. Um die Menschen zu warnen, hat Ennerhahl das Transportsystem der Dosanthi benutzt. Es kommt zu weiteren Energieausbrüchen an Bord. Auch in einem nicht näher spezifizierten Raum. Bevor dieser untersucht werden kann wird die BASIS plötzlich in ein Schirmfeld gehüllt. Zwei Jetstrahlen sind sowohl auf die BASIS als auch auf den Handelsstern gerichtet. Offensichtlich benutzen die Dosanthi den Handelsstern und das Polyport-Netz, um das Schiff zu entführen. Dann wird das Schiff von einer Aureole eingehüllt und der Transfer setzt ein. Die Ortungen brechen zusammen. Erik Theonta berichtet von seltsamen Subroutinen in den Programmen der BASIS.
Obwohl auch seine Parakräfte beeinflusst werden, bringt Gucky die Gruppe mit Rhodan, Diamond, Partijan und Ennerhahl in einen Präsentationssaal. Als Rhodan seinen Ur-Controller aus der Tasche holt, wird er zu einer Eingabe aufgefordert. Ein bislang unsichtbarer Raum wird dadurch zugänglich. Als alle den Raum betreten haben, erscheint Delorian. Partijan bemerkt in dem Raum eine weitere Strangeness-Änderung, die er als Splitter eines anderen Universums bezeichnet. Delorian warnt Rhodan, QIN SHI ist erwacht, das BOTNETZ steht bereit. Außerdem ist Samburi Yura verschwunden. QIN SHI will das Solsystem holen. Delorian hatte sich in die Testläufe der Dosanthi eingeschleust, um Rhodan zu warnen. Doch nun ist es zu spät und er hat das Thanatos-Programm gestartet. Delorian sagt auch, dass es noch möglich sei, die Entführung des Solsystems rückgängig zu machen. Plötzlich versucht Ennerhahl Delorian zu fassen, wird aber von Mondra daran gehindert. Delorian verschwindet. Ennerhahl behauptet einen Auftrag zu haben. Von Rhodan nach dem Thanatos-Programm befragt, sagt Ennerhahl, das das Programm das Ende der BASIS einleitet, wie Rhodan sie kennt. Dazu soll Rhodan alleine in dem Raum bleiben.
Als die anderen den Raum verlassen haben, hört Rhodan eine körperlose Stimme. Vor Perry erscheint ein blauer Anzug in der Luft. Er soll ihn anziehen. Wie in Trance zieht sich Rhodan das Kleidungsstück über. Die Stimme sagt zu ihm, dass er nun den Anzug der Universen tragen würde. Rhodan erhält plötzlich Eindrücke vom Entstehen und Vergehen von Universen. Nur mit dem Anzug ist es möglich das Multiversum-Okular zu bedienen, teilt die Stimme mit. Der Raum ist der zugängliche Teil davon. Der tiefere Sinn des Multiversum-Okulars und des Anzuges würde sich Rhodan erst nach geraumer Zeit offenbaren.
Als Rhodan den grauen Raum verlässt, sind nur wenige Minuten vergangen. Ennerhahl rät Rhodan, die BASIS evakuieren zu lassen, wenn das Ziel erreicht sei. Die Dosanthi würden zwar das Okular einnehmen aber nicht den Anzug. Bevor der Fremde verschwindet gibt er Rhodan einen Datenkristall. Danach überschlagen sich die Ereignisse erneut. Die BASIS erreicht das Ziel, eine Materiebrücke zwischen 2 Galaxien und gleichzeitig wird Invasionsalarm gegeben. An verschiedenen Stellen des Schiffes erscheinen fremde Außerirdische und Roboter.
Der Dosanthi Torder Sairett fordert von Rhodan die Übergabe des Schiffes. Rhodan lehnt ab. Es kommt zu Kämpfen. Dabei zeigen die Dosanthi eine unheimliche Fähigkeit. Die nur etwa 120 Zentimeter großen Wesen richten sich plötzlich zu etwa 200 Zentimeter Größe auf und verbreiten eine Panikstrahlung. Alle Menschen geraten in Panik und flüchten. Rhodan lässt die BASIS evakuieren und geht mit Mondra, Gucky und Nemo und natürlich Ramoz an Bord der MIKRU-JON. Als der Obeliskraumer den Hangar verlässt, sehen sie eine Flotte von tausend Schiffen, die die BASIS belagert. Rhodan sieht auf die Uhr. Vor nicht einmal 9 Stunden hatte er eine Pressekonferenz eröffnet. Nun ist er wahrscheinlich hunderte Millionen Lichtjahre vom Solsystem entfernt, das zudem verschwunden ist.
Posterbeilage zum Jubiläumsband:
Rezension:
Hach, herrlich. Das Wörterbuch meiner Microsoft-Word-2010-Installation ist um ca. 100 neue Begriffe aus dem Perryversum gewachsen. Ich würde es begrüßen, wenn auf der Perry Rhodan Homepage ein Wörterbuch zum Download bereitgestellt wird, damit ich nicht jedes Mal die Übernahme neuer Wörter veranlassen müsste. Uwe Anton und Rainer Castor könnten doch eine Extraktion der neuen Exposés vornehmen und unsereiner damit unterstützen.
Der Jubiläumsband von Uwe Anton war atmosphärisch sehr dicht. Als Leser bekam man kaum eine Verschnaufpause. Das Tempo mit der sich die Ereignisse jagten war schon beinahe beängstigend hoch. Dem Autor ist ein interessanter und vielschichtiger Zyklusauftakt gelungen. Ich denke, dass der Roman für langjährige Fans als auch für neue Leser gleichermaßen interessant geschrieben wurde. Ein gelungener Spagat, den Uwe Anton da hinlegt.
Natürlich muss man sich fragen, warum das allseits beliebte Bedrohungsszenario mal wieder Anwendung findet. Oder vielmehr schon wieder. Oder soll ich sagen, immer noch? Die Autoren scheinen keine Alternative zu kennen. Oder die Verkaufszahlen der Serie erfordern dieses Szenario, weil andere Ideen sich nicht verkaufen lassen?
Als gelungen empfand ich die Einführung der Dosanthi. Zum einen, weil der Autor die neuen Außerirdischen aus zwei Perspektiven geschildert hat, nämlich aus ihrer eigenen Sicht und aus der Sicht Rhodans. Zum anderen, weil sie von Anfang an differenziert dargestellt werden. Natürlich lässt sich jetzt noch nicht viel sagen, aber dem Roman konnte entnommen werden, dass die Dosanthi durchaus unterschiedlicher Auffassung sind, was ihre Ziele angeht.
Allerdings ist dem Roman auch zu entnehmen, dass die Dosanthi im Auftrag anderer Mächte tätig werden. Das scheint die in der Serie momentan vorherrschende Methode zu sein, bekannte und fremde Völker agieren zu lassen.
Die Darstellung der Mondra Diamond geriet einmal mehr zu blass. Mehr als Sex-Gespielin Rhodans und ab und zu Kickboxen hat die Dame nicht drauf. Obwohl Mondras Reaktionen bei Delorians Erscheinen nicht abwegig waren. Vielleicht könnte ja die neue Autorin im Team der Figur mehr Leben einhauchen.
Uwe Anton garniert seinen Roman mit Rückblicken eines Chronisten namens Hoschpian. Der ist uns schon das eine oder andere Mal begegnet. Die Idee mit den Chroniken finde ich gut, liefert sie doch einen anderen Blickwinkel der Ereignisse. Indem der Autor diese Rückschauen als unautorisiert tituliert, vermeidet er es allerdings, später auf die eine oder andere Stelle festgenagelt zu werden. Abgesehen davon erfahren wir nicht, wie weit aus der Zukunft der Rückblick erfolgt und wie subjektiv angehaucht die Texte sind.
Fazit: Trotz meiner Bedenken hinsichtlich des Bedrohungsszenarios war es ein sehr guter Zyklusauftakt. Ich fühlte mich prächtig unterhalten.
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15.6.2011 von Uwe Bätz.
Zum Perry Rhodan Weltcon in Mannheim 2011 sind die Fans aufgerufen, sich zu kostümieren. Wer den Perry Rhodan Con 1986 in Saarbrücken besucht hat, braucht nur mal einen Blick in die Con-Tüte zu werfen. Dort findet er/sie ein Utensil, mit der zumindest ein Anfang gemacht ist. Eine Perry Rhodan Brille, bestehend aus einem durchsichtigen Plastikstreifen, entsprechend ausgeschnitten, silbern verspiegelt und dem obligatorischen Schriftzug.
Hier ein paar Bilder:
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