Archive für September 2011

Perry Rhodan Vurguzz

Vurguzz ist ein alkoholisches Getränk, das aus der Vurga-Frucht gewonnen wird, die nur auf dem Planeten Vurga vorkommt. Das Getränk hat es in der Perry Rhodan-Serie zu einiger Berühmtheit gebracht. Verschiedene Web-Seiten haben sich des Themas Vurguzz angenommen. Die Ursprünge des Namens Vurguzz liegen demnach noch vor dem Start der Perry Rhodan-Serie. Dazu gibt es diverse Berichte aus Fandom-Kreisen.
Anlässlich des Weltcons 1999 wurden dann auch verschiedene Merchandising-Produkte zum Vurguzz herausgebracht. Da ist zum einen ein Poster im Format 59,5 cm x 42 cm.

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Dazu ein Flyer im Postkartenformat, ein Tisch-Aufsteller und ein Aufkleber.

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Außerdem gab es das Getränk selbst in einer Sonderabfüllung mit 20 Mini-Flaschen im Karton und als 0,5 Liter Flasche. Hier die Mini-Flasche, die größere Flasche siehe letztes Bild links.

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Um das Getränk auch stilecht konsumieren zu können gab es im schmucklosen Karton auch noch 6 Gläser zu erwerben.

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Auf dem folgenden Bild habe ich die Produkte nochmals zusammengestellt. Rechts sind 2 Varianten des Vurguzz von anderen Cons zu sehen. Leider habe ich vergessen, woher ich die habe.

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Ganz unten im Bild sieht man noch ein Plastikröhrchen mit Vurguzz-Etikett, wie es zur Popkomm 1996 zu haben war. Während der Likör in den übrigen Flaschen im Lauf der Jahre seine Farbe und Konsistenz beibehalten hat, macht mir der Inhalt der Phiole etwas Sorgen. Der einstmals hellgrüne geleeartige Inhalt hat sich in einen dunkelgrünen Schleim verwandelt, der auf Bewegungen zu reagieren scheint. Komme ich in die Nähe bilden sich winzige Pseudopodien, die sich mir entgegenstrecken. Möglicherweise hält das Extrakt der Vurga-Frucht noch einige Überraschungen parat. Ich werde die Entwicklung beobachten!

Ansichten zu PR 2614

Navigator Quistus – von Christian Montillon – Handlung:
Der Lagerraum, in dem sich Perry Rhodan und Ennerhahl versteckt halten, wird gestürmt. Kampfroboter, bewaffnete Xylthen und Badakk dringen in den Raum ein. Einmal mehr sind die technischen Möglichkeiten Ennerhahls ein Garant dafür, dass die beiden Verbündeten erneut entkommen können. In einem Ersatzteillager für Wartungsroboter finden sie einen neuen Zufluchtsort.
Derweil regt sich innerhalb eines BASIS-Segments der Widerstand. Die beiden Dosanthi, die von der Gruppe um Konteradmiral Erik Theonta und dem Ertruser Trasur Sargon gefangen genommen wurden, haben ihre Psi-Fähigkeit verloren. Nur in ihren heimatlichen Wohnkavernen können sich die Dosanthi regenerieren. Jetzt, wo die Dosanthi ihre Schrecken verloren haben, reift in der Gruppe der Überlebenden der Plan, das BASIS-Segment zurückzuerobern. Das Schicksal der Dosanthi hat der Gruppe deutlich gemacht, dass auch ihre Feinde, die Dosanthi und Badakk von außen abgeschnitten sind.
Ennerhahl hat sich inzwischen in die Informationskanäle der RADONJU gehackt. Zusammen mit Perry Rhodan wertet er die Daten aus. Während sich Rhodan vornehmlich darauf konzentriert mehr über den inneren Aufbau des Schiffes zu erfahren, um eine Fluchtmöglichkeit zu entdecken, beobachtet Ennerhahl die Aktivitäten von Protektor Kaowen. Der Kommandant der QIN SHI-Garde scheint ein Geheimnis zu haben. Mehrmals betritt er Sektionen seines Schiffes, die von anderen Mitgliedern der Besatzung abgeschottet sind. Auch schickt er Besatzungsmitglieder weg, wenn er selbst Eingaben an Steuerkonsolen vornimmt, so, als habe er etwas zu verbergen.
Rhodan erhält nach vielen Stunden des Sondierens der Daten ein Bild der RADONJU. Das Schiff ähnelt im Aufbau den bereits bekannten Zapfenraumer, ist allerdings mit einer Länge von 4,5 km deutlich größer. Auch linsenförmige Beiboote mit überlichtschnellem Antrieb befinden sich an Bord. Die RADONJU enthält auch Anlagen mit Transittechnologie. Viel kann Rhodan nicht darüber erfahren und auch als Fluchtweg scheidet diese Möglichkeit aus, denn die Technologie wird schwer bewacht.
Protektor Kaowen ist unterdessen vom Unvermögen seiner Besatzung, die Flüchtlinge zu lokalisieren und festzusetzen, wenig begeistert. Er ersinnt selbst einen Plan und trifft die entsprechenden Vorbereitungen. Perry Rhodan und Ennerhahl sind nicht die beiden einzigen Gefangenen Kaowens. Vor langer Zeit hat der Protektor Kontakt zu zwei Fremdwesen bekommen. Die beiden Oktopoden Quistus und Serume vom Volk der Iothonen haben vor langer Zeit ihre Heimatwelt verlassen, um durch das All zu streifen. Die beiden Methan-Wasserstoff-Atmer besitzen nicht nur telekinetische Fähigkeiten, sie können dank ihrer Sinne jedes Raumschiff selbst durch Hyperstürme und Viibad-Riffe manövrieren. Das macht sie zu idealen Navigatoren. Kaowen erkennt diese Fähigkeiten und zwingt die beiden Verliebten in seine Dienste.
Rhodan und Ennerhahl verschaffen sich schließlich Zutritt zu den geschützten Bereichen des Protektors. Zur Ablenkung schafft Ennerhahl technische Unregelmäßigkeiten in anderen Sektionen des Schiffes. Die beiden Verbündeten entdecken eine Biosphäre mit einer Methan-Wasserstoff-Atmosphäre und darin die beiden Iothonen. Sie werden Zeuge, wie Kaowen die Oktopoden quält, weil er sie für die Unregelmäßigkeiten in seinem Schiff verantwortlich macht. Nachdem der Kommandant abgezogen ist, geben sich Rhodan und Ennerhahl zu erkennen und überreden die Iothonen zur Flucht. Rhodan schlägt zudem ein Bündnis vor. Die Oktopoden sollen ihnen helfen, die BASIS zu steuern. Quistus und Serume besteigen zwei Umweltkapseln und die Vierer-Gruppe versucht einen Hangar zu erreichen. Kaowen bemerkt die Flucht und zerstört die Biosphäre. Bei der Explosion wird Serume getötet. Quistus kann auf der Flucht mit seiner telekinetischen Gabe auch etliche Roboter vernichten. Als sie schließlich einen Beiboothangar erreichen, scheint die Flucht beendet. Eine Überzahl an Gegnern hat die Flüchtlinge eingekreist. Ennerhahl verschwindet plötzlich und als Rhodan schon glaubt, dass der geheimnisvolle Humanoide sie im Stich gelassen haben könnte, taucht der Fremde wieder auf. Er gaukelt den Kamptruppen vor, er sei Kaowen und gibt ihnen Befehle. Die Unsicherheit auf Seiten der Gegner nutzen Rhodan und Quistus und besteigen das Beiboot. Es bleibt keine Zeit um Ennerhahl an Bord zu holen.
Dem Navigator gelingt es, das Beiboot in den Linearraum zu bringen. Das Schiff reagiert jedoch nicht vollständig auf die Steuerkommandos. Nach einiger Zeit verlässt es den Linearraum und stürzt in Richtung einer Wasserstoffwelt.

Rezension:
Nachdem im Roman der Vorwoche die Geschichte Ennerhahls im Vordergrund stand und wir einige wenige Hintergrundinformationen zu den Zusammenhängen der einzelnen Handlungsebenen erfahren haben, hat Christian Montillon diese Woche die Aufgabe, die Erlebnisse von Rhodan und Ennerhahl an Bord der RADONJU fortzusetzen.
Der Autor beschäftigt sich allerdings nicht alleine mit diesen beiden Figuren. Er beschreibt zudem die Erlebnisse des Navigators Quistus aus dessen Sicht und auch einige Kapitel aus Sicht des Kommandanten der RADONJU finden sich im Heft. Dazu kommen die Erlebnisse der BASIS-Überlebenden. Die werden vornehmlich aus Sicht der beiden Scharlach-Roten vermittelt. Als wäre das nicht genug, versieht Montillon diese Ebene mit zwei Erzählweisen, einmal quasi live und ein anderes Mal in der Form von niedergeschriebenen Erlebnissen.
Durch diese Vielzahl an Erzählsichten springt der Autor dann ständig hin und her. Manches Kapitel erreicht dabei nicht mal die Länge 1 Heftseite. Diese zahlreichen Wechsel der Erzählebenen waren m.E. überflüssig und brachten zu viel Hektik. Es ist recht deutlich geworden, dass die Erlebnisse Rhodans und Ennerhahl diesen Roman alleine nicht gefüllt hätten. Insofern hat der Autor reihenweise Nebenfiguren in die Handlung eingebracht. Und auch der ständige Wechsel der Schauplätze sollte wohl ein wenig von der eher geringen Substanz der Geschichte ablenken.
Dabei waren die Erlebnisse der pubertierenden Jugendlichen in Gestalt der Scharlach-Roten und der Zwillinge ganz gut geschrieben. Und auch das Crossover zum Wüstenplaneten fand ich ganz nett.
Das Duo Rhodan/Ennerhahl wurde dadurch an den Rand gedrängt. Der Running-Gag „ich habe da so meine Mittel, Möglichkeiten und M…“ war nun über Gebühr ausgelutscht und zündete nicht mehr und die Dialoge zwischen Rhodan und Ennerhahl waren zu gehaltlos. Sie erreichten teilweise nicht mal das Niveau der Scharlach-Roten und der Zwillinge. Die waren aber pubertierende Jugendliche. Der Autor hat hier leider keinerlei Unterscheidungen in Bezug auf Sprache und Bildungsstand zwischen den Protagonisten gemacht.

Ansichten zu PR 2613

Agent der Superintelligenz – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Perry Rhodan und Ennerhahl sind auf der Suche nach dem Grauen Raum, in dem sie Hinweise zum Verbleib des Multiversum-Okulars zu finden hoffen. Da sich die BASIS geteilt hat, ist es jedoch schwierig, das Segment zu lokalisieren, in dem sich der Graue Raum befindet. Ennerhahl ist ungeduldig. Seiner Meinung nach beherrscht Rhodan den Anzug der Universen nicht vollständig und sie verlieren wertvolle Zeit. Rhodan verstärkt seine mentalen Anstrengungen, um mehr Kontrolle über den Anzug zu gewinnen. Der Anzug setzt ihm Widerstand entgegen, den Rhodan schließlich überwinden kann.
Vom Anzug der Universen unterstützt, begegnet Rhodan auf einer anderen Daseinsebene dem Energiewesen Raphael. Das Wesen scheint verwirrt. Nach seiner Aussage leitet das Thanatos-Programm das Ende der BASIS ein. Die Konfiguration Phanes bringt die Wiedergeburt. Auf Rhodans Frage, ob er auf Geheiß von ES hier sei, erwidert Raphael nur, dass er dem Ruf folge. Dann drängt er Rhodan, das Segment sofort zu verlassen, da er diesen Teil der BASIS bevorzugt behandeln würde, um es seiner Bestimmung zuzuführen. Rhodan nimmt die Warnung ernst. Er packt Ennerhahl, um mit ihm zu flüchten. Um sie herum bricht Chaos aus. Die Materie um sie herum wird zu einer zähen Masse, die weiter zerfällt. Auf ihrer Flucht werden die Verbündeten von einem Hagelschauer aus winzigen BASIS-Elementen getroffen.
Nur mit Mühe können die beiden Verbündeten das BASIS-Segment verlassen. Den Xylthen und Dosanthi sind die Ereignisse allerdings nicht verborgen geblieben. Als Rhodan und Ennerhahl sich in Sicherheit wiegen, werden sie von Traktorstrahlen an Bord der RADONJU gezogen, wo der unbarmherzige Protektor Kaowen das Kommando hat. Rhodan und Ennerhahl werden vom Xylthen Mastarmo empfangen, der ihnen unverhohlen mir Folter droht. Sie müssen ihre Anzüge ablegen und werden eingesperrt.
Kaowen, der Kommandant der QIN SHI-Garde lässt sich Zeit. Er will die Gefangenen mürbe machen. Schließlich sucht er Rhodan und Ennerhahl auf. Da er auf seine Fragen keine Antworten bekommt, überlässt er seinen Gefangenen die Entscheidung, wer gefoltert werden soll. Rhodan nimmt das Opfer auf sich, doch als Mastarmo ans „Werk“ gehen will, entscheidet Kaowen, dass Ennerhahl vorzuziehen ist. Der schwarze Hüne, der sich bislang recht zurückhaltend gezeigt hat, wird aktiv. Er erzeugt ein Zeitfeld, in dessen Schutz sich Rhodan und Ennerhahl schneller als die Umgebung bewegen können. Die beiden entfliehen, nicht ohne das Ennerhahl den Kommandanten Kaowen erniedrigt, indem er dem Protektor mit einem Stift ordinäre und derbe Symbole ins Gesicht ritzt.
Die beiden Flüchtlinge können sich ihre Ausrüstung zurückholen und einiges an Verwirrung im Schiff stiften. Anschließend verstecken sie sich in einem Lagerraum, um die nächsten Schritte zu planen. Die Stunden in ihrem Versteck nutzt Rhodan, um mehr über Ennerhahl zu erfahren. Tatsächlich geht der Fremde auf die Fragen des Terraners ein und berichtet einiges über sich und seine Mission.
Seine Erinnerung reicht zu einer Welt namens Begin zurück, auf der Ennerhahl eine anspruchsvolle, umfassende und fordernde Ausbildung erhält. In den Nachtstunden wird Wissen in ihm gepumpt, das er am Tag zu verstehen lernt und in praktischen Übungen anwendet. Sein Ausbilder ist ein Roboter namens Anarch-Gamas mit Mimikry-Fähigkeit. Die letzte Lektion, die Ennerhahl erlernt, heißt: „Traue niemandem! Auch nicht deinem besten Freund.“ Er war nun bereit für größere Aufgaben. Ein Androide sucht ihn auf und nimmt ihn in einem Raumschiff mit. Fortan soll er mit hochwertiger Ausrüstung ausgestattet Aufträge ausführen.
Der Auftraggeber, den Ennerhahl aufgrund dessen gespaltener Einstellung zu Ethik und Moral insgeheim Schattenlicht nennt, bleibt im Verborgenen. Obwohl Ennerhahl nicht mit allem einverstanden war, führte er dennoch alle Anordnungen aus. Er spürte, dass es andere gab, die wie er waren. Sie begegneten sich jedoch nie. Eines Tages berichtet ein Androide, dass Schattenlicht hintergangen wurde. Es geht um eine Waffe namens BOTNETZ, die zu einem unbekannten Zeitpunkt von einer namentlich nicht bekannten Superintelligenz geschaffen wurde, um sie gegen die Chaosmächte einzusetzen. Die SI verschwand spurlos. Ennerhahl soll das BOTNETZ bergen und es zu seinem legitimen Besitzer Schattenlicht bringen. Er erfährt auch, dass sein Auftraggeber von Samburi Yura weiß, die ebenfalls beauftragt wurde das BOTNETZ zu bergen. Ennerhahl soll, wenn es ihm möglich ist, die Beauftragte der Kosmokraten gefangen nehmen. Und schließlich bekommt er die Information, dass auch noch andere Konkurrenten auf der Suche nach der Waffe sind. Dazu gehört auch die negative Superintelligenz QIN SHI.
Für seinen Auftrag bekommt Ennerhahl ein Arsenal an Hilfsmitteln, u.a. eine modifizierte und verbesserte Lichtzelle und die Fähigkeit, die Zeitbrunnen zu nutzen. Auf dem Planeten Kopters Horst in der Galaxis Totemhain trifft er auf Alaska Saedelaere. Das BOTNETZ ist jedoch verschwunden. Entwendet von QIN SHI. Ennerhahl folgt deren Spur und gelangt so nach Chanda, die wie es sich herausstellt eine der beiden verlorenen Polyport-Galaxien ist und auch unter dem Namen Alkagar bekannt ist. Die hiesigen Völker haben die vor 10 Millionen Jahren entstandenen stabilen Tryortan-Schlünde, auch Viibad-Riffe genannt, zu nutzen gelernt. Die Transittechnik entstand.
Auf der Suche nach dem BOTNETZ entdeckte Ennerhahl die Werft APERAS KOKKAIA. Hier erfuhr er vom Plan QIN SHIs, die BASIS zu entführen. Die SI benötigt das Multiversum-Okular als Ergänzung zum BOTNETZ und den Anzug der Universen für die Bedienung des Okulars. In dem ausgebrannten Handelsstern traf Ennerhahl auf einen weiteren Konkurrenten, Delorian. Beide kämpfen zwar gegen QIN SHI, haben aber unterschiedliche Beweggründe.
Die Geschichte Ennerhahls wird unterbrochen. Vor der Tür des Lagerraums gibt es Geräusche, plötzlich eine Explosion und Rauch. Rhodan und Ennerhahl sacken zu Boden …

Rezension:
Die Fortsetzung der Handlungsebene Rhodan geriet dem Autor Michael Marcus Thurner gemessen an den Maßstäben der Serie sehr gut. Der Roman lebt allerdings fast einzig und alleine von den sich auftuenden Zusammenhängen, als weniger vom vordergründigen Geschehen, also die kleinen „Ausflüge“ die der Autor unseren Titelhelden zusammen mit Ennerhahl unternehmen lässt. Es wird auch eine Querverbindung zur Solebene gemacht. Der Begriff Transitparkett wurde auch dort verwendet. Es waren die Sayporaner, die über diese Technologie Jugendliche von der Erde entführten.
Das Gefühlsleben, dass der Autor den Titelhelden an der Seite von Ennerhahl durchleben lässt, ist nicht ganz widerspruchsfrei und mancher Anflug von Humor wirkt auf mich zuweilen deplatziert.
Wie schon erwähnt lebt der Roman von den Hinweisen, die ein bisschen die Hintergründe der derzeitigen Handlung erleuchten. Wir erleben die üblichen Zutaten, ohne die ein Zyklus wohl nicht mehr auskommen kann. Ein oder mehrere höhere Wesenheiten sind auf der Suche nach einem Gegenstand, den sie dringend benötigen. Für ihre Suche bedienen sie sich Hilfsvölker und anderer Werkzeuge. Zu den Werkzeugen gehören Perry Rhodan, Ennerhahl, Samburi Yura und einige mehr. Wie der Autor in seinem Roman treffend schreibt, ist eine der Wesenheiten in ihrem Verhalten ambivalent. Der Autor bezieht die Doppeldeutigkeit auf die Begriffe Ethik und Moral. Dieses ambivalente Verhalten erbt auch das Werkzeug dieser Wesenheit. Leider ist der Autor an der Stelle nicht konsequent. Bei näherer Betrachtung weisen alle der agierenden Parteien ohne jede Ausnahme ein ambivalentes Verhalten auf. Und die gespaltenen Verhaltensmuster lassen sich nicht alleine an diesen beiden Begriffen festmachen sondern auch an Begriffen wie Tugend, Recht und Gerechtigkeit.
Es spielt doch längst keine Rolle mehr, wer für wen was unternimmt. Ob Ennerhahl für eine positive oder negative Entität in den Einsatz geht ist völlig unbedeutend. Gleiches gilt für Rhodan im Auftrag von ES. Ob positiv oder negativ, alle zeigen doch gespaltene Verhaltensmuster. Dieses „Element“, vor vielen Jahren eingeführt in der Absicht, es dem Leser schwerzumachen zu erkennen, wer von den Parteien „Gut“ oder „Böse“ ist, um damit eine Art von Spannung zu erzeugen, hat sich längst verselbständigt. Da die gleichen Verhaltensmuster mittlerweile auf alle handelnden Personen/Wesenheiten angewandt werden, ist von Spannung nicht mehr viel zu spüren. Die Geschichten mögen vielleicht komplexer geworden sein aber sind auch besser geworden? Ich sage: NEIN!

 

Ansichten zu PR 2612

Zielpunkt BASIS – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Nach seiner Wandlung zu einem humanoiden Wesen muss sich Ramoz zahlreichen wissenschaftlichen und medizinischen Untersuchungen unterziehen. Ramoz, der in Chanda seine Heimat erkennt, zeigt wechselnde Verhaltensweisen. Es ödet ihn an, ein Versuchsobjekt zu sein und mit verschiedenen Äußerungen gelingt es ihm Rhodan zu provozieren. Nach Meinung von Mondra zeigt sich Perry eifersüchtig. Während Mondra auf Orontes zurückbleibt, um Ramoz eingehender zu studieren, bereitet sich Rhodan auf die Rückeroberung der BASIS vor. Mit der MIKRU-JON bricht er zum letzten bekannten Standort des Riesenschiffs auf, begleitet nur von Gucky und dem Wissenschaftler Nemo Partijan. Nach 775 Lichtjahre erreichen sie die letzte Position der BASIS. Der Riesenraumer ist verschwunden und einige zurückgebliebene Zapfenschiffe, die sich im Ortungsschutz von Sonnen verborgen hatten, greifen die MIKRU-JON an. Der Datenkristall, den Rhodan von Ennerhahl erhalten hat, lockt Rhodan auf unbekannte Weise, ihn zu aktivieren. Rhodan kommt dem Lockruf nach und erhält vom Datenkristall einen Koordinatensatz in 0,5 Lichtjahren Entfernung. Verfolgt vom Gegner fliegt die MIKRU-JON die Koordinaten an.
Auf der BASIS kämpfen unterdessen einige Galaktiker, die es nicht rechtzeitig zu den Beibooten geschafft haben, ums Überleben. Einer von ihnen ist der Ertruser Trasur Sargon. Die Panikstrahlung der Dosanthi hat ihm arg zugesetzt und beeinflusst sein Denken. Dennoch gelingt es ihm, sich vor den Invasoren zu verstecken. Nach und nach gewinnt er wieder Kontrolle über sich. Er beschließt, den Ausbruch aus der BASIS zu wagen. Das Schiff ist mittlerweile an einen anderen Ort gebracht worden. Vom Positronikverbund bekommt er beunruhigende Informationen über Vorgänge im Schiff. Unbekannte Schutzschirme haben sich um die BASIS gelegt, die ein Entkommen unmöglich machen. Außerdem scheint das Schiff zu zerfallen. Die Positronik informiert ihn auch, dass unter den Flüchtlingen der Kommandant der BASIS, Erik Theonta, sei.
Auch der Befehlshaber der Xylthen, Protektor Kaowen wird von den Ereignissen an Bord der BASIS überrascht. Das gigantische Schiff, das auf einen unbekannten Einfluss hin nicht am Standort der Werft erschienen war, ist mittlerweile nach APERAS-KOKKAIA gebracht worden. Während seine Leute versuchen, die Kontrolle über das Schiff zu erlangen, beginnt sich die BASIS zu teilen.
Die MIKRU-JON hat an den vorgegebenen Koordinaten eine kleine Sonde von Ennerhahl entdeckt und aufgenommen. Die Sonde offenbart einen weiteren Koordinaten-Satz. Die Schnitzeljagd geht weiter. Die MIKRU-JON fliegt die neuen Koordinaten an, an denen Rhodan hofft, die geheimnisvolle Werft und die BASIS zu finden. Auf dem mehrtägigen Flug untersucht Nemo die Materiebrücke zwischen den beiden Chanda-Galaxien. Er entdeckt unzählige energetische Wirbelstürme an deren Enden sich extrem stabile Tryortan-Schlünde befinden.
Am Zielort angekommen entdecken sie die Werft. Das Objekt ist gigantisch. Der kugelförmige Hauptkörper durchmisst etwa 149 Kilometer, die Außenhülle ist ca. 8 km dick, das innere weitgehend leer bis auf formenergetische Streben und seltsame Energieballungen. Zahlreiche Löcher in der Oberfläche werden von Energieschirmen überspannt, die einen Durchmesser von 39 Kilometern bei einer Höhe von 12 Kilometern haben. Das Objekt weist die Charakteristika eines Handelssterns auf. Es könnte sich um ein ausgebranntes und umgebautes Exemplar handeln. Der Controller Rhodans bleibt jedoch inaktiv. Auf der Rückseite der Werft wird die BASIS entdeckt. Sie ist zerlegt und die mehr als hundert Einzelteile von unbekannten blauen Schutzschirmen umgeben. Rhodan vermutet hinter dem Geschehen das von seinem Sohn angekündigte Thanatos-Programm. Nemo entdeckt, dass die Teile der BASIS einem Muster folgend sich offensichtlich zu etwas völlig Neuem umgruppieren. Vom Datenkristall Ennerhahls bekommt MIKRU-JON Informationen zur Änderung der eigenen Schutzschirme und der Tarnvorrichtung, um den speziellen Geräten der Zapfenraumer zu entgehen. Mit den Modifikationen kann die MIKRU-JON sich ungehindert der BASIS nähern. Der Datenkristall Ennerhahls gibt ein weiteres Mal Informationen preis. Ennerhahl möchte sich mit Rhodan in der Präsentationslounge der BASIS treffen. Rhodan macht sich mit dem Anzug der Universen allein auf dem Weg. Ohne Probleme kann er die unbekannten blauen Schutzschirme der BASIS durchdringen und das Segment betreten. Vor Rhodans Augen verändert sich das Innere der BASIS. Maschinenaggregate verformen sich und an anderen Stellen erscheint Substanz aus dem Nichts, die Dinge ausformt, deren Bedeutung Rhodan nicht erkennt. Er trifft auf Ennerhahl. Zusammen wollen sie das Multiversum-Okular suchen und bergen. Der Anzug der Universen soll Rhodan den Weg zum Grauen Raum weisen.
Während sich die Beiden auf dem Weg machen erscheint nahe dem Grauen Raum ein Wesen aus Energie und wartet auf seinen Gesprächspartner. Das Wesen nennt sich Raphael.

Rezension:
So wie es aussieht ist die Handlungsebene Rhodan & Co fest in der Hand der Österreicher. Nach Leo Lukas und 2x Thurner nun der 3. Band von MMT und nächste Woche folgt der 4. Streich. Das hat Vorteile, sorgt es doch für Kontinuität. Da der letzte Band der Rhodan-Ebene von Michael Marcus Thurner allerdings die eine oder andere logische Schwäche aufwies, will ich hoffen, dass ausgerechnet diese Mängel keine Fortsetzung finden.
Der Autor beschäftigt sich zunächst mit Ramoz und dem Gefühlsleben zweier Unsterblicher. So richtig konnte mich dieser Part nicht überzeugen. Auf der einen Seite ist es gut und wichtig, dass auch dem Titelhelden Gefühle wie Häme, Neid und Eifersucht nicht fremd geworden sind, auf der anderen Seite waren die „Spielchen“, die der Autor mit seinen erfahrenen Protagonisten trieb, für meinen Geschmack dann doch etwas zu seicht.
Der Einstieg mit diesem Plot war allerdings erfreulich kurz und Thurner schickt Rhodan auf eine Mission. Die Geschichte war flott geschrieben, auch wenn der grundlegende Aufbau des Handlung nach der Art einer Schnitzeljagd einen hundertfach gelesenen Aufguss darstellte. Dieses Element, den Protagonisten die Informationen häppchenweise zu offenbaren, war hier in besonderer Weise überflüssig. Ennerhahl selbst kannte den Standort der Werft, wo die BASIS hingeleitet werden sollte. Aber es wäre wohl zu einfach gewesen, Rhodan die Koordinaten direkt zu geben. ;-)

Ansichten zu PR 2611

Gegen den Irrsinn – von Marc A. Herren – Handlung:
Saedelaere, Blitzer und Mel-anta-Sel kehren zum Verwaltungspalast zurück und dringen mit Hilfe von Blitzers Kosmokratentechnik in das Schiff ein. Die Sicherheitskräfte an Bord versuchen die Eindringlinge aufzuhalten aber die Strahlung von Alaskas Cappin-Fragment hat sich noch verstärkt und führt nicht mehr nur zu körperlichen Beschwerden sondern beeinflusst auch die Psyche der Besatzung. Die Escalianer leiden unter Halluzinationen und beginnen nach und nach sogar sich gegenseitig zu bekämpfen. Zudem dehnt sich der Einfluss des Fragments weiter aus, wodurch immer mehr Escalianer dem Irrsinn verfallen. Obwohl Saedelaere alles unternimmt, um den Escalianern aus dem Weg zu gehen, gibt es bald die ersten Todesopfer.
Gardeleutnant Pridon bekommt von der Herzogin den Auftrag, alle verfügbaren Kampfroboter gegen die Eindringlinge zu entsenden. Pridon, der vergeblich versucht hat, die Herzogin davon zu überzeugen, dass Saedelaere das Leben der Escalianer schont, führt diesen Befehl nicht aus und schickt stattdessen den Spinnenroboter Sholoubwa zu dem Terraner. Sholoubwa deaktiviert für die Verhandlungen seine Biokomponenten. Man kommt zu einer Vereinbarung. Alaska fliegt den Palast aus der Anomalie und bekommt im Gegenzug Informationen von Sholoubwa. Alaska und Blitzer dürfen die Zentrale aufsuchen. Während der Androide die Steuerung des Palasts übernimmt, versuchen die Besatzungsmitglieder sich in der Peripherie des Schiffes so weit entfernt wie möglich vor der schädlichen Strahlung in Sicherheit zu bringen. Die Technik des Palasts versagt immer häufiger. Die Geschwindigkeit, mit der der Palast sich den Grenzen der Anomalie nähert, ist nur minimal. Die Herzogin missbilligt Pridons Eigenmächtigkeit, akzeptiert sie aber vorerst. Auf Pridons Bitte hin, begibt sich die Herzogin an Bord der EINKLANG. Alaska verhindert aber den Start des Schiffes. Zwar bringt sein Cappin-Fragment den Tod aber es ist auch die einzige Chance, die Escalianer aus der Anomalie zu fliegen.
Unterdessen ist die LEUCHTKRAFT eingetroffen und Saedelaere erfährt von der Nekrophore. An Bord der unter dem Kommando von Fallun Vierauf stehenden Kosmokratenwalze treten die gleichen Ausfälle und Schäden auf, wie sie zuvor auch auf der ROTOR-G aufgetreten sind. Allerdings konnte der Eisbrechereffekt von Saedelaeres Cappin-Fragment das Beiboot anfangs schützen. Die LEUCHTKRAFT ist ohne diesen Schutz. Es kommt zu Explosionen an Bord, der Bordrechner DAN fällt aus. Plötzlich flackert das Schiff und verschwindet spurlos. Sholoubwa ist von Alaska zu Pridon geschickt worden. Einige Bauteile des Spinnenroboters basieren auf organischen Kohlenstoffverbindungen, die nun ebenfalls ausfallen. Die Ausfälle und Todesfälle an Bord werden schlimmer. Pridon ist nun selbst dem Irrsinn verfallen und versucht Alaska zu töten. Der Anschlag misslingt. Pridon wird schwer verletzt und Sholoubwa beschädigt.
Endlich erreicht der Palast die Librationszone. Die schädliche Strahlung des Fragments lässt nach, die Verhältnisse normalisieren sich. In der Librationszone entdeckt man die Heimstatt der Firibirim, doch Mel-anta-Sel entscheidet sich dafür, bei Alaska zu bleiben. Saedelaere darf an Bord bleiben und den Flug zum Reich der Harmonie mitmachen. Dort will die Herzogin, die sich bei dem Terraner für die Rettung bedankt hat, allerdings weitere Untersuchungen wegen der Todesfälle gegen den Maskenträger anstellen.

Rezension:
Meine Romanzusammenfassung für Heft 2610 war schon kürzer als üblich und die Zusammenfassung für das vorliegende Heft ist nochmals kürzer geworden. Nicht, weil ich zu faul bin, sondern weil die Romane nichts hergeben. Der Viererblock mit Alaska Saedelaere hat sich doch arg gedehnt. In Heft 2608 war ich noch guter Dinge. Die Saedelaere-Ebene hatte es mir im Stardust-Zyklus angetan und ich freute mich auf das Wiedersehen, bzw. -lesen. Meine Euphorie trübte sich dann von Woche zu Woche und das Beste an dem vorliegenden Heft 2611 ist die Ankündigung, dass nächste Woche auf die Ebene Rhodan gewechselt wird.
Die „Ausbeute“ der vergangenen vier Hefte ist schwach und lässt sich in wenigen Sätzen niederschreiben. Im Heft 2608 Kontakt zum Reich der Harmonie, in 2609 wird der Name Sholoubwa erwähnt, in 2610 bricht der kurze Kontakt zu dem Roboter mit dieser Kennung ab und in 2611 wird dieser Roboter fast abserviert. Dazu die Nekrophore an Bord des Kosmokratenschiffes. Wie ich in meiner Rezension zu 2608 gemutmaßt habe, schreiben die Autoren die LEUCHTKRAFT erst mal aus der Handlung.
An und für sich kann ich auf Fortschritte für das große Zyklusthema ganz gut verzichten, wenn die einzelne Story des Heftes gut geschrieben ist, interessante Charaktere bietet oder der Autor sich für den Roman etwas neues einfallen lässt, einen interessanten Aufbau bietet oder der Spannungsbogen stimmt.
Leider hat das vorliegende Heft keine der von mir angesprochenen Elemente. Es war nur in wenigen Kapiteln flüssig zu lesen, manch anderes Kapitel habe ich eher überflogen. Die Aktionen, die in den letzten Wochen diese Ebene bestimmt haben, wurden von Marc A. Herren letztlich konsequent zu einem Ende geschrieben, mehr aber auch nicht.
Der Maskenträger Alaska Saedelaere tummelt sich nun vier Wochen unter Seinesgleichen und die Autoren oder die Expokratie lassen 4 Chancen verstreichen, in die geheimnisvolle Welt der maskentragenden Escalianer einzutauchen. Das war schwach!